I want to run – Das härteste Rennen der Welt

Am 24. Mai war Startschuss für den Film „I want to run„. Allerdings ließ der Film in Hannover lange auf sich warten. Donnerstag trudelte erst der Newsletter bei mir ein, dass „I want to run“ nun endlich im Apollo Hannover läuft. Allerdings nur diese Woche. Na super… also schnell Termine geschoben, Karten vorbestellt und nix wie hin da. Karten vorbestellen wäre aber unerwarteterweise gar nicht nötig gewesen, denn abgesehen von drei laut-Popcorn-knabberndschmatzenden Mitt-40er-Damen, die sich ausgerechnet hinter uns niederließen, herrschte größtenteils gähnende Leere im Saal. Umso besser für uns, denn wir konnten unsere Platzwahl noch mal überdenken und von den hinter uns sitzenden alles-ins-Lächerliche-ziehenden Damen Abstand nehmen. So hatten wir unsere Ruhe weiter vorne im Saal gefunden (mit HARIBO-Lakritz-Stevia im Gepäck ;)) und konnten den Film auf uns wirken lassen.

I want to run: Das härteste Rennen der Welt!

I want to run: Das härteste Rennen der Welt!

„I want to run“ war, seit ich von diesem Dokumentarfilm hörte, ganz oben auf meiner To-Watch-Liste. Es geht darin um einen Ausdauerlauf, allerdings nicht um irgendeinen, sondern um den längsten der Welt: 4500 Kilometer müssen in 64 Tagen von Süditalien bis ans Nordkap zurückgelegt werden. Was müssen das für wahnsinnige „Borderliner“ oder „Extremisten“ sein, die so etwas finishen? Wow!

Na ja ein ganz kleiner Grenzgänger steckt aber auch in mir ;). Zugegeben treibt mich mein Verstand dann aber auch mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, was dazu führt, dass ich extreme Dinge sportlicher Natur dann der Gesundheit zu liebe doch lieber mal sein lasse oder „vernünftiger“ angehe, als eigentlich gewollt. 70 Kilometer tägliches Traben und schlafen wie im Flüchtlingscamp würden aber wohl meinen Knochen, Muskeln und erst recht meinem Nervenkostüm nicht sonderlich schmecken. Die Wahnsinnigen bestreiten die Etappen im Schnitt mit bis zu 13 km/h :-O. 10.000-12.000 Kalorien müssen da schon täglich mit Nahrung hoher Energiedichte zugeführt werden. Das hat dann nicht mehr viel mit Genuss zu tun.

Besonders fasziniert hat mich in dem Film ein MS-Kranker, der den Trans-Europa-Lauf nutzt, um  gegen die Schmerzen und den Muskelabbau, quasi gegen sein „Schicksal“ anzulaufen. Seine Aussage „Je mehr Muskeln ich hab, desto länger dauerts bis sie weg sind“, hat mich zu Tränen gerührt. Wenn ich so etwas höre, bedauere ich dann doch wieder sehr, dass dieses Jahr im Oktober wahrscheinlich der letzte Europalauf stattfinden wird. Na ja aber die 6000 Euro Startgeld muss man sich auch erst mal zusammensparen. Mich erwarten in Kürze aber erst mal andere Herausforderungen, so dass ich dieses Jahr noch 😉 nicht das härteste Rennen der Welt finishen werde ;).

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  • Jens

    Hej Steff,

    jetzt werde ich dir mal etwas sagen:Wer den 4.Platz in Ricklingen auf 10km läuft mit einem durch die Bahn weg sehr hohen Blutzuckerwert, einen Marathon mit Stressfraktur antritt und bestreitet und MICH beim Silvesterlauf abzieht, der hat wohl ein riesiges Borderline-Problem. Und wie war das mit der HM-Zeit?Zu dem engen übertriebende Pilger-Plan sag ich noch nicht mal was.

    MfG, Jens

  • http://www.blogger.com/profile/12069689399769506488 Steff

    Haha Jens 😉 du Verräter. Beim 10-Kilometer-Lauf hatte ich zwar keine „Vorzeige-Blutzuckerwerte“ aber sooo hoch waren sie auch nicht ;/, sonst wär das nicht der Vierte geworden. Na ja und dich zieh ich ja wohl noch ab ;). Ha ha du Schummler du! Wie viel Vorsprung hatte ich… äh hattest du ;)?
    Lieben Gruß