„All-in-one“-Smartphone für Diabetiker

Jepp wir Diabetiker warten doch alle drauf: Auf das „All-in-one“-Smartphone für Diabetiker!

Was Stoffwechselgesunde im Körper tragen, tragen CSII-Typ-1er außen dran. Insulinpumpen werden deshalb gern als externe Bauchspeicheldrüsen bezeichnet, auch wenn sie deren Funktion nur „halbherzig“ nachahmen können. Na ja… immerhin!

Oft werde ich gefragt, ob mich die Insulinpumpe nicht stört. Nein, eigentlich nicht. Ich habe mich in den letzten vier Jahren sehr an sie gewöhnt und würde sie auch nie irgendwo „vergessen“. Ich lege sie selten ab und wenn, dann wird sie fix wieder angekoppelt. Das Zubehör der Insulinpumpe, bzw. andere „Gerätschaften“, die man als Diabetiker auch immer dabei haben sollte (z. B. Blutzuckermessgerät, Teststreifen oder Insulinpumpenkatheter), bleiben da schon eher mal ungewollt zu Hause liegen. Auch wenn ich wie viele andere Diabetiker auch einen Diabetes-Utensilien-TäschchenKoffer besitze, der regelmäßig auf Vollständigkeit geprüft und bei Bedarf nachgefüllt wird. Allerdings empfinde ich das Ganze als zeitaufwändig und finde es nervig den ganzen Kram überall mit hinzuschleppen.

Deswegen bin ich sehr für All-in-one-Gerätschaften und nutze beispielsweise gern das wirklich SEHR kompakte Blutzuckermessgerät iBGStar, welches ich an mein iPhone anbinden kann. Mein iPhone dient mir dann als „All-in-one“-Gerät: Navigationssystem, MP3-Player, Notfalltelefon, Kamera, Blutzuckermessgerät, u. v. m.

Nun habe ich erfahren, dass ich mit dem Smartphone namens „LifeWatch V„, das voll einen auf Gesundheit macht, sogar direkt ganz ohne Zubehör den Blutzucker messen kann (siehe Video). Nicht schlecht. Nun wäre es schön, wenn es noch Teststreifen und eine Stechhilfe integriert hätte (wie das Accu-Chek Mobile) und ich damit noch meine Insulinpumpe steuern könnte. Bin gespannt, was die Zukunft noch mit sich bringt ;). Muss ja vorangehen hier…

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  • Anonymous

    Ja, schade das iphone5 hat kein bz-gerät eingebaut. Und das lifewatch ist in de nicht erhältlich. Gruß christian

    • Ich finds auch etwas blöd, dass ich für das iBGStar nun diesen Adapter benötige :/. Schade! Welches BZ-Gerät kannst du empfehlen?

  • Richtig Cool wäre, anfassen und Wert wird ermittelt 🙂

    Schauen wir mal. so in drei vier…. Jahrzehnten.

    Gruß

    André

    • Noch cooler wäre, nicht mal anfassen müssen ;). Schauen wir dann mal, so in sechs, sieben Jahrzehnten ;).

      LG Steff

  • Anonymous

    Tolle Zukunft! Hab seit 28 Jahren Diabetes Typ 1 und in den 80’ern wurde schon vom „stechfreienmessen“ erzählt! Solange jemand an den Teststreifen verdient wird sich nichts ändern!

  • Ja echt traurig! Habe mal hinter die Kulissen größerer Pharmaunternehmen schauen dürfen. Quasi das Werk besichtigt, wo die Teststreifen hergestellt werden. Die Qualität wird einwandfrei überprüft, da werden Millionen ausgegeben… Das ist sicher wichtig, nur sollte man das Geld vor allem in die Forschung und neue Gerätschaften stecken, melner Meinung nach.

  • @Froschkoenig84

    Ist zwar schon etwas länger her, aber die Idee ein One-In-All-Device zu bauen ist ja nicht alt. Ich hatte 2006 mal das Pumpenentwicklerprojekt ins Leben gerufen, mit dem man virtuell an einer Super-Pumpe basteln konnte. Ich hatte mal ein Testgerät das etwa die Ausmaße eine Bleistifts hatte (das muss um 2000 gewesen sein). Angeblich war es ungenau, auch wenn ich in den Test nie einen wesentlichen Unterschied zu meinem Accucheck machen konnte. Na ja, damals hatte ich mir gewünscht, dass dort ein Stecher auf der anderen Seite dran gewesen wäre.

    Gleichzeitig erhielt ich meine erste Pumpe (Disetronic H-Tron 100), in der man eigentlich auch gleich Testgerät und Stecker integrieren hätte können. Dann kamen immer wieder solche Geräte mit 12er-Pack Teststreifen-Vorrat auf den Markt oder auch Geräte wie das GL-50 (Beurer) oder das Gluco Result To Go Plus (STADA). – Inzwischen wissen wir, dass er tatsächliche Weg in Richtung FGM geht. Ich persönlich hoffe ja, dass das sugarBEAT (das komplett ohne Nadel/Platinfaden/Einstich auskäme) als Pflaster auch langfristig tragbar wäre (aktuell nur 24h und jedes neue Pflaster benötigt einen SyncCheck via konservativem Piksen).

    Das Problem ist aber, dass die Hersteller in der EU Funkfrequenzen nur dann aktiv/wirksam nutzen dürfen, wenn diese einen speziell geschützten Frequenzbereich nutzen, der ausschließlich medizinischen Geräten zur Verfügung steht. (technisch gesehen ist das kompletter Unsinn, denn mit Sicherheit hat das wenig zu tun, ehr mit Nutzungsrechten und Patenten)

    Die Vision wäre also eine Pumpe, die gleichzeitig ein Empfänger und Sender ist, der sowohl über offene als auch gesicherte Kanäle zu verbinden ist. Die Pumpe selbst könnte ein kleines Testmodul besitzen und einen Vorrat von 50 Teststreifen, falls man mal doch kein FGM-Patch dabei hat oder einen SynchCheck messen möchte. Ich würde mich auch über einen USB-Anschluss freuen, der sowohl zum Auslesen/Programmieren, als auch zum Laden (wobei ich auch nix gegen Wechsel-Akkus habe) dient. Ein BlueTooth-Kanal für die Kommunikation zum SmartPhone darf natürlich auch nicht fehlen, schließlich ist alles besser mit BlueTooth! Alternativ könnte es eine Internetverbindung via BT herstellen und Messwerte über ein offenes Protokoll versenden oder zumindest jenes Protokoll nutzen, um verschiedenen Dienstleistern die Möglichkeit zu gewähren, entsprechende Software anzubieten (vCloud).

    Ab sofort übermittle ich meine Zuckerwerte per Knopfdruck an den Arzt, hinterlege BEs/KHs, Insulin oder andere Einflüsse, wie Krankheit oder Sport quasi vollautomatisch, bzw. nur noch mit einem Knopfdruck. – Oder, falls ich mal bewusstlos auf der Straße gefunden werde, können die Rettungssanitäter mit einem kurzen Blick auf das Gerät meine letzte halbe Stunde nachvollziehen, anstatt mich nach einem mehrstündigen Marathonlauf mit GlucaGen zu versorgen, um sich dann zu wundern, wieso meine nahezu leere Leber keinen Reservezucker mehr ausspuckt.

    Wobei die Pumpe dann natürlich auch meine Werte überwacht und sofort Alarm gibt, falls zu hoch oder zu niedrig. Und sollte ich mich mal in einem wirklich tiefen Schlaf befinden, würde sie nach 5min mit ohne Reaktion beim einem zweiten niedrigen Wert das Basal reduzieren/stoppen, bzw. die Abgabe von Basal & Bolus verzögern. – Man will ja eigentlich gar nicht, dass das Gerät autonom korrigiert, wenn der Wert mal zu hoch ist, aber vielleicht, wenn er mal zu niedrig ist. Ich wache lieber mal mit einem etwas zu hohem Morgenwert auf, als ganz ohne Morgenwert. :/

    All das was im LifeWatch-V bereits integriert ist, ließe sich auch in eine Pumpe integrieren, notfalls sogar eine SIM-Card, WLAN oder zumindest BlueTooth. In Verbindung mit CGM/FGM hätte man die doppelte Sicherheit. Die Frage ist eigentlich nur noch, wie man die großen Hersteller dazu bringt, sich damit auseinanderzusetzen.