Spritzbereich: Röllchen oder Speckschwarte?

Wie am besten das Insulin injizieren? Klar, die Hautstelle/der Spritzbereich sollte sauber und trocken sein – sie vorher zu desinfizieren, versteht sich von selbst. Machen wir natürlich alle… immer ;)!.

Wichtig ist, dass man in keine veränderten Hautstellen spritzt, sprich „verbeultes“ oder vernarbtes Gewebe meidet, egal ob man das Insulin nun über Pen oder Pumpenkatheter injiziert. Außerdem wird die Injektionsstelle regelmäßig gewechselt, damit es gar nicht erst zu solchen Spritzbeulen/Hautveränderungen kommt. Auch klar! Je nach Dicke unseres Unterhautfettgewebes wählen wir die Länge der Nadel des Katheters bzw. der Pen-Kanüle aus (manche ermitteln diese sogar über ihren BMI). So weit so gut. Irgendetwas läuft allerdings quer, denn bei mir kommt das Insulin scheinbar manchmal nicht richtig an. Auch sammelt sich am/um/im (Stahl-)Katheter und Schlauch oft (vor allem nach – eigentlich jedem – Lauftraining) Blut an, siehe „Blutige Katheter-Angelegenheiten„.

Spritbereich: Speckschwarte gründlich desinfiziert?

Spritbereich: Speckschwarte gründlich desinfiziert?

Nach fast 16 Jahren geschriebener Diabetes-Geschichte, dachte ich, dass ich die Injektionstechnik eigentlich im Schlaf beherrsche, bis ich ein Bild in der Diabetes&Technologie entdeckte, das verdeutlichte, dass man eine Hautfalte lediglich mit zwei Fingern bilden sollte und nicht mit der ganzen Hand, damit man auch wirklich nur das subkutane Gewebe erwischt. Also ich greif da immer mit der ganzen Hand kräftig in den Speck und hau mir dann den Katheter rein, mal salopp ausgedrückt ;).

Mag sein, dass ich mir das vielleicht auch ein bisschen einbilde, aber ich habe das Gefühl, dass das Insulin, seit dem ich diese „richtige“, nennen wir sie „Zwei-Finger-Röllchen-Technik“, anwende, besser wirkt! Vielleicht war ich auch einfach nicht sorgfältig genug beim Setzen? Es muss ja heutzutage alles schnell, schnell gehen. Setze den Katheter nun aber bewusster und nehme mir mehr Zeit dafür. Es funktioniert bisher und ich habe damit wieder etwas Hoffnung an einem Insulinport drumherum zu kommen.

Manchmal sind es eben die kleinen Dinge im Leben, die Großes bewirken 😉 und genau deshalb sollte man auch genau diesen kleinen Dingen mal etwas mehr Aufmerksamkeit und Zeit widmen.

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  • Robert M.

    Tag Staeff!
    Ich lerne selbst noch nach-halt dich fest-43 Jahren Diabetes-Geschichte dazu. Ich finde deinen Blog sehr lobenswert und bekomme auch hierüber, von dir, viele Toipps.Damir mal ein Dank an dich.
    Beste Grüße aus Eschborn

    • Oh danke Robert :). 43 Jahre ist mal ne Ansage ;). Darf man nach deinem Alter fragen und ob du bisher von Folgeschäden verschont geblieben bist?

      Na ja weißt du, man lernt halt nie aus, obwohl das einige leider anders sehen und meinen alles besser wissen zu müssen ;). Jeder kann halt „nur“ von eigenen Erfahrungen berichten…

      Einen schönen zweiten Advent dir.
      Lieben Gruß

  • Pingback: Dr. med. Steff über das Blutzuckerchaos im Herbst ;)()