Die Krankheit öffentlich machen, dabei aber Selbsthilfe nicht mit Selbstmitleid verwechseln

Gleichgültig welche Krankheit (oder sonstige Probleme) du hast: Darüber zu schreiben, entlastet die Seele. Das ist nix Neues! Dabei spielt es erstmal keine Rolle, ob man den Text hinterher im Netz veröffentlicht, nur den Liebsten zu lesen gibt oder streng geheim hält. Ersteres hat den Vorteil, dass du das Gefühl bekommst, nicht mehr allein zu sein. Dabei geht es nicht darum, nur den eigenen „Seelenmüll“ loszuwerden, sondern zu informieren, aufzuklären, eigene Erfahrungen aufzuzeichnen und weiterzugeben, ja anderen sogar Mut zuzusprechen… Was man selbst davon hat? Eine ganze Menge: Man lernt andere Betroffene kennen, tauscht sich aus und hilft einander, erhält selbst zahlreiche Tipps, Unterstützung und es können sich sogar wahre Freundschaften daraus entwickeln. Das Schreiben fällt vielen Menschen oft leichter als das „Darüber-sprechen“. Das Netz gibt dir irgendwo eine gewisse (zumindest Halb-)Anonymität. Also warum nicht sofort damit anfangen?

"Die Krankheit öffentlich machen": dieses Foto entstand bei einem Shooting mit der Zeitschrift "Freundin" (Ausgabe 03/13) in Hamburg an der Alster. Es war bitterkalt, aber es hat mir dennoch viel Spaß bereitet :). Danke "Freundin", Fotograf + Assistenz und Visagistin :)

„Die Krankheit öffentlich machen“: dieses Foto entstand bei einem Shooting mit der Zeitschrift „Freundin“ (Ausgabe 03/13) in Hamburg an der Alster. Es war bitterkalt, aber es hat mir dennoch viel Spaß bereitet :). Danke „Freundin“, Fotograf + Assistenz und Visagistin 🙂

Das meint auch die „Freundin“. Nein nicht meine, sondern die Zeitschrift, aber das Thema hatten wir ja schon mal ;). In der aktuellen Ausgabe der „Freundin“ 03/13 findet ihr unter anderem das Thema „Das ist meine Krankheit und das hilft mir, mit ihr zu Leben“. Hier berichten drei Schreibwütige über ihre Erfahrung mit dem Bloggen und warum es sich eben rentiert die Krankheit öffentlich zu machen. Darunter auch meine Wenigkeit.

Darin ist nun also das Ergebnis des Fotoshootings in Hamburg und das des Interviews zu finden, von dem ich vor einiger Zeit berichtet hatte. Ich finde das ist ein gelungener Artikel und hoffe, dass wir damit weitere Menschen animieren können, auch über ihr „Schicksal“ zu bloggen. Wobei ich es sehr wichtig finde, wenn man seine Krankheit öffentlicht macht, vor allem darauf zu achten nicht „Selbsthilfe“ mit „Selbstmitleid“ zu verwechseln.

In der „Freundin“ findet ihr übrigens auch auch eine „Kurzanleitung“, wie man in fünf Schritten zum eigenen Blog gelangt und was man beachten sollte. Bis Dienstag sollte die Ausgabe 03/13 noch im Zeitschriftenhandel erhältlich sein.

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