Wenn dein Diabetologe auch Diabetes hat…

Wenn dein Diabetologe auch Diabetes hat… kann das Vor- und Nachteile haben. Ein Beispiel gefällig?

Vorteil, wenn dein Diabetologe selbst Diabetiker ist:

Er versteht dich besser.

Nachteil, wenn dein Diabetologe selbst Diabetiker ist:

Er ist nicht unbefangen und du bekommst nicht so einfach eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ;).

Spaß beiseite. Aber mir kam folgende Geschichte zu Ohren, die eigentlich nicht so spaßig ist, je länger man darüber nachdenkt:

Wenn dein Diabetologe auch Diabetes hat, kann das Vor- und Nachteile haben...

Wenn dein Diabetologe auch Diabetes hat, kann das Vor- und Nachteile haben…

Dumm gelaufen…

Eine Diabetikerin geht zum Arzt und „bettelt“ um eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU). Der Arzt gibt ihr diese nicht. Daraufhin beschwert sich die Diabetikerin und sagt ihrem Arzt, er habe überhaupt kein Verständnis für ihren Diabetes und wüsste nicht wie sie sich mit schlechten Blutzuckerwerten von beispielsweise 180 mg/dl fühle. Das könne er ja gar nicht nachvollziehen. Daraufhin erwidert der Arzt, dass er heute Morgen auch mit einem Wert jenseits der 200mg/dl zur Arbeit gegangen und dennoch in der Lage sei, seine Patienten zu behandeln, sprich zu arbeiten. Nach dem er sein Korrektur-Insulin gespritzt habe liege er mit seinen Werten auch wieder im Normbereich. Der Arzt verschreibt der Patientin also ordnungsgemäß ihr Insulin ;).  Die Patienten guckt nicht schlecht und zieht schmollig ab mit den Worten: „Vielleicht sind Sie doch nicht in der Lage mit einem 200er-Blutzuckerwert zu arbeiten.“

OH MANN!!! Was willst du dazu noch sagen? Der Arzt hat natürlich alles richtig gemacht. Aber warum verhält sich Diabetikerin so? Hat sie auch mal an die Folgen gedacht?

Wie schwer ist es bereits als Diabetiker eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen? Richtig, nahezu unmöglich. Solche Patienten tragen jedenfalls nicht gerade dazu bei, dass es künftiger leichter wird, eine zu erlangen :/. Schade!

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  • Anonymous

    tja… niedlich ein wert von 180… tzz bei 400 und keto könnt ichs verstehen oder dann wenn wie bei mir das der fall ist das insulin nicht mehr richtig wirkt. lg nina

    • Das sehe ich genauso! Mit dem Wert kann man doch noch ganz gut leben! Die Liebe ist wohl auch der Meinung: „Ich habe Diabetes, ich bin krank, ich bin bemitleidenswert!“

    • Ja so siehts aus. Also mit Keto möchte ich auch nicht arbeiten. Hatte allerdings auch schon mal eine mit nen Wert von 95 mg/dl. Kommt sehr selten aber doch manchmal vor, wenn man aus welchen Gründen auch immer länger keine KHs zu sich genommen hat, eventuell zudem noch viel Sport getrieben hat. Oder auch im Krankeheitszustand… Wie dem auch sei. Kommt individuell auf die Person drauf an wie sie empfindet, aber der hat das wohl schon öfters versucht…

  • Anonymous

    Ok, manche Diabetiker sind zwar sehr feinfühlig bei hohen werten aber man kann es auch übertreiben!
    180 (auch wenn es nur ein fiktiver Wert ist) ist doch wirklich nicht so gravierend und bei geschultem Diabetikern doch relativ schnell in den Griff zu bekommen!
    LG: Peter

    • Das stimmt ist individuell von der Person abhängig. Ich gehe beispielsweise NIE mit einem Wert unter 180 mg/dl in den Sport. Im Alltag versuche ich so gut es geht im Zielbereich von 90-140mg/dl zu bleiben. Da hat ja jeder auch seinen eigenen Zielbereich…

  • Anonym

    Naja der Arzt hat doch seine Schweigepflicht(darf also dem Arbeitgeber/Krankenkasse nichts sagen) und der Patient hat ja freie Arztwahl. Dies bedeutet ja das dieser Patient einfach so viele Ärzte fragen kann wie er will, bis ihm einer die benötigte Bescheinigung ausstellt.
    „Problem“ gelösst auch wenn es nicht gerade die feine Art ist… andererseits wer weiss warum die AU Bescheinigung benötigt wird…
    Arbeitsgeber/Krankenkasse/Arbeitsamt und Co sind nicht immer Unschuldslämmer…

    • Anonymous

      Das mit der Schweigepflicht ist klar.Aber nicht gegebüber der Krankenkasse. Ichh denke Staeff geht es dabei um dss Prinzip ganz allgemein. Darum das man mit 180 noch gut arbeiten kann. Kann ich nur bestaetifen. Ich persoenlich war noch nie wegen zu hoher Blutzuckerwerte krank gemeldet. Bei einer Keto kann ich es aber sehr wohl nachvollziehen. Das unschuldslamm giebt es nie.

    • Ja der Patient kann natürlich alle Ärzte aufsuchen und es überall versuchen… Wahrscheinlich wird er auch irgendwo „Glück“ haben und seine AU bekommen.

      Wenn er sich diese allerdings wegen „Arbeitsfaulheit“ ausstellen lässt habe ich persönlich dafür kein Verständnis. Hat er allerdings trifftige Gründe dafür, sei es Unzufriedenheit mit dem Arbeitgeber oder Sonstiges, dann sollte er ehrlich mit seinem Arzt darüber sprechen. Auch hier wird sich eine Lösung finden lassen.

      Allerdings ist es meiner Meinung nach nicht in Ordnung, den Diabetes vorzuschieben.

  • Wer wegen schlechten Werten oder einfach Aufgrund von Diabetes eine Arbeitsunfähigkeit beim Arzt verlangt sollte mal in eine psychiatrische Untersuchung und abklären lassen wie es um seinen Geisteszustand steht…

    Geht gar nicht. Diabetes ist keine Krankheit die einschränkt! Frau oder Mann lassen sich davon nur einschränken weil sie Angst haben etwas falsch zu machen…

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