Mein Blutzucker: ein Gewohnheitstier in Jogginghose

OG Hannover wie aus dem Ei gepellt beim Jogginghosenlauf

OG Hannover wie aus dem Ei gepellt beim Jogginghosenlauf

Mein Blutzucker: ein Gewohnheitstier in Jogginghose… triffts auf den Punkt!

Gestern war ein ganz besonderer Tag, fast so wichtig 😉 wie der Weltdiabetestag: der internationale Jogginghosentag. Und Gründe zum Feiern Laufen gibt es ja nie genug.

Von vorn: Ich hatte an einem Gewinnspiel teilgenommen und gewonnen. Jippiiiie ;): zwei Runden um den Maschsee Hannover mit Jan Raphael, Zieleinlauf in die HDI-Arena mit klassischer Jogginghose, versteht sich ;). So wie man sie halt von früher kennt. Die Freude war groß. Ich vermute allerdings, dass alle gewonnen haben, die an dem Gewinnspiel teilnahmen ;).

Zieleinlauf HDI-Arena - zensiert!

Zieleinlauf HDI-Arena – zensiert!

Egal wie, jedenfalls waren auch fünf/sechs Läuferleins aus der OG Hannover dabei, mit denen ich schon das ein oder andere Mal nen Marathon gemeinsam gelaufen bin. Mit drei von ihnen habe ich dann auch im Team den Maschsee umrundet. Netterweise haben sich die drei starken 😉 Jungs der OG Hannover an mein Tempo angepasst. Die Zeit wurde nur sporadisch gemessen. Reiner „Spaß-Lauf“ mit viel Quasseleien und eben mit Jogginghosen, wobei sich diese bei manchen eher als Schlafanzughosen entpuppten ;).

Meine Blutzuckerwerte sind frühe Läufe gewohnt…

Meine Blutzuckerwerte sind solche Läufe eigentlich gewohnt, nur halt abends nicht. Ich bevorzuge das Laufen vor der Arbeit (gleichgültig wie früh), nicht unbedingt danach (siehe: Uhuhuhuuuu: Training in der Nacht hält mich und meinen Blutzucker fit). Für gewöhnlich senke ich die Basalrate meiner Insulinpumpe zwei Stunden vor dem Lauf ab, je nach Art des Trainings völlig unterschiedlich (langer Lauf, Intervall, Berglauf, Tempolauf, neuerdings auch mal mit Gewichtsmanschetten…). Mit der Zeit hat man das raus. Jeder Diabetiker kann es eben nur für sich selbst austesten und rausfinden. Hier gibt’s keine Regeln, auch wenn mir solche in dem Zusammenhang ganz lieb wären (Bedienungsanleitung für Diabetiker).

Insulin-Basalrate um 30 Prozent gesenkt

Gestern bei einem verhältnismäßig kurzen Lauf habe ich meine Insulin-Basalrate für 2,5 Stunden 2 Stunden davor auf 30 Prozent gesenkt, mit der Vermutung, dass mein Blutzucker nach dem Lauf bestimmt zu hoch ansteigt. Meine Vermutung bestätigte sich allerdings nicht: Eine Hypo überraschte mich eine Stunde nach Zieleinlauf.

Der Zeitpunkt und die Sportart  ist entscheidend

Gedanken meines Blutzuckers: „Um diese Zeit laufen, das kenn ich so nicht!“. Mein Blutzucker ist eben ein Gewohnheitstier. So hat mir der Lauf gestern wieder einmal verdeutlicht, dass ich nicht nur die Sportart an sich (sportliches Fremdgehen) und die Trainingsart öfters wechseln sollte, sondern eben auch den Zeitpunkt, um solche Gewohnheiten zu durchbrechen und mehr „Schwung“ in den Stoffwechsel zu bringen ;). Oder kam es durch die entspannten Atmosphäre zur Hypo? Lag es an meiner Tagesform? Weil ich vielleicht so erleichtert war, dass ich die gestrigen unangenehmen Arzt-Untersuchungen hinter mich gebracht hatte? Diabetiker weiß es nicht und macht sich doch Gedanken über das Wieso, Weshalb, Warum.

Geteilte Freude ist doppelte Freude!Share on Google+Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on Pinterest