Diabetikerwarnhunde und Bauchspeicheldrüse-Katze

Unsere Miaule ist eine Bauchspeicheldrüse!

Gestern hat mir unsere Miaule wieder einmal verdeutlicht: Jeder Diabetiker braucht ein Haustier, sei es ein Diabertikerwarnhund/Hypohund (nenn es wie du willst), Fledermätze (die nicht unbedingt für mich) oder ne Bauchspeicheldrüse-Katze (nun ja, diese Bezeichnung gibt es wohl nicht).Während ersterer beispielsweise zu niedrigen Blutzucker frühzeitig erkennt und Diabetikern den Traubenzucker apportiert und zweiterere dich nachts aktiv halten, bietet Letztere sich dir bei zu hohen Blutzucker als Bauchspeicheldrüse an (siehe Foto).

Miaules Angebot, sich als voll funktionsfähige Bauchspeicheldrüse gegen meine defekte eintauschen zu lassen, kann ich allerdings nicht für gut heißen. Okay, okay… sie macht natürlich nicht „fein Bauchspeicheldrüse“ bei zu hohen Blutzuckerwerten, aber auf den Befehl „Mach fein Sitz“ hört sie alle mal.

Nicht unbedingt ungewöhnlich für Minitiger, denn wissenschaftlich ist es längst erwiesen, dass sie mit ihren Besitzern kommunizieren und ja, sogar zählen können. Ob sich Katzen mit felinen Diabetes wohl ihr BEs auch selbst ausrechnen könnten? Okay, das ist ein anderes Thema. Aber fuchsig sind’se schon, denn sie erschnurren sich alles, wissen eben genau, wie sie deine volle Aufmerksamkeit erhalten. Aber ohne ihr Schnurren wäre es doch nur halb so schön mit ihnen zusammenzuleben. Denn Katzen merken sofort, wenn etwas mit dir nicht stimmt, es dir mal mies geht, du beispielsweise unterzuckerst.

Miaule goes Bauchspeicheldrüse

Miaule goes Bauchspeicheldrüse

Miaule ist jedenfalls die erste, die auf der Matte steht, miaut, schmiegt und schnurrt, wenn ich in die Hypo rutsche. Okay, einizige Ausnahme, wenn sie schläft und ja, ein bisschen schneller könnte sie auch reagieren und gern den Traubenzucker gleich mitbringen. Und welche (Diabetes-)Tricks haben eure Haustiere so drauf?

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  • Gerri

    Hallo Holde
    ich hatte mal ne Bauchschmeichelkatze, gilt das auch?
    LG
    gerri

  • Stefanie Blockus

    Hehe ne Bauchschmeichelkatze ;-D, hat natürlich auch was für sich ;). LG Steff

  • Andrea

    Hallo Steff, hmm … also ich habe einen Diabetikerbegleithund! Dazu eignet sich jeder Hund, ausnahmslos. Du brauchst ihn nicht speziell auszubilden, denn er kann schon alles. Er vergisst nie eine Bewegungseinheit und erinnert dich immer zur rechten Zeit. Und wenn du mal miese Werte hast, ist er stets bereit, mit dir gemeinsam einen Korrekturgang einzulegen. Mit anderen Worten … ohne meinen Hund wäre ich (Typ 2, insulinpflichtig, weiblich, dünn, sportmuffelig) komplett aufgeschmissen 🙂 Liebe Grüße, Andrea

  • Stefanie Blockus

    Echt? Hast du ihn selbst ausgebildet? Wie lange hast du ihn schon? Was denn für einen? Fragen über Fragen ;). Liebe Grüße Steff

  • Hannah

    Hallo Steff,
    mein Hund ist zwar kein ausgebildeter Begleithund, hat mich aber trotzdem schon aus Hypos „gerettet“. ich krieg manchmal bei Hypos so eine „Starre“, setze mich irgendwo hin, manchmal sogar schon mit der Cola in der Hand, aber kann irgendwie nix machen. Hab das Gefühl, dass mein Hirn einfach keine Befehle mehr ausgibt, z.B. die Flasche zu öffnen oder zu trinken oder so. Hundi hat mich einmal nach dem Spaziergang so aufgefunden und mich mit „Hand-Abschlecken“ und „Anatmen“ (riecht bei ihm nicht gerade nach Veilchen) irgendwie dazu bewegt, dass ich was getrunken habe. Mein Retter 🙂
    Und das mit den Bewegungseinheiten, die nie ausfallen können, stimmt natürlich auch 🙂
    Und stimmungsaufhellend bei Frust über unbegründete miese Werte wirkt er auch.

    Gruß, Hannah

  • Stefanie Blockus

    Hey Hannah, na das nenn ich mal einen Rettungseinsatz :). Wie cool! Ich bin bei UZs auch immer abwesend und kann mir gut vorstellen, dass das Hand-Abschlecken und „Anatmen“ einen dazu bewegt was Zuckerhaltiges zu trinken.

    Ja und wenn es einen mies geht, dann ist unsere Miaule auch die erste, die für Lacher und gute Stimmung sorgt. Das glaubt man erst dann, wenn man eigenes Tierchen zu Hause hat. Konnte mir das immer gar nicht so vorstellen, aber Tiere habens echt raus einen in gute Stimmung zu versetzen.

    Liebe Güße Steff

  • Andrea

    Ja, wir haben uns gegenseitig erzogen ;). Meine Hündin Bessi ist ein Beagle, lebt schon 12 Jahre bei mir, ist aber stolze 14 Jahre alt. Von meinem Diabetes weiß ich erst seit 2012. Gemeinsam haben wir uns dann erfolgreich ein tägliches „Bewegungsmuster“ erarbeitet, bei dem es entscheidend aufs Timing ankommt. Und da ist Bessi eine unglaubliche Stütze und aktive Motivatorin. Liebe Grüße, Andrea

  • Stefanie Blockus

    Klingt nach super Teamwork! „Gegenseitig erzogen“ ;), so würde ich auch unser Zusammenleben mit Miaule beschreiben wollen ;). Zugegeben, ihr Bewegungsmuster möchte ich nicht loben… Wer 16 Stunden am Tag schläft, der hat nicht mehr viel Zeit zum Toben ;). Liebe Grüße auch an Bessi uns sag ihr, dass sie nen guten jaob macht… Aber das weiß sie wohl.

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