Diabetes-Blog-Woche – Schreibe deinem Diabetes einen Brief: Die Kündigung!

dbwVor geraumer Zeit hatte ich bereits dem Insulin ein Gedicht gewidmet ;). Außerdem gab’s auch schon einen Diabetes-Gangsta-Rap meinerseits. Heute startet die Diabetes-Blog-Woche und das erste Thema der Diabetes-Blog-Woche lautet „Schreibe deinem Diabetes einen Brief“.

Also gut, nach Gedicht und Rap folgt der Brief. Ich werde definitiv KEINEN Liebesbrief schreiben, auch wenn der Diabetes mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin: eine verbitterte Rotzgöre ;).

Nein, im Ernst, meine Willensstärke und meine Hartnäckigkeit habe ich ihm schon zu verdanken. Statt Liebebrief dennoch vorzugsweise das Kündigungsschreiben:

Von:
Körper GmbH
Stefanie Blockus
www.diabetes-leben.com

Hannover, den 22. September 2014

An:
Diabetes mellitus
Typ 1 seit 1997

Betreff: Kündigung des Beschäftigungsverhältnisses

Sehr geehrter Herr von und zu mellitus,

leider muss ich Ihnen heute mitteilen, dass Sie für das Unternehmen „Körper“ längst nicht mehr tragbar sind. Ihr Angriff auf die Betazellen bis hin zu deren vollständigen Zerstörung haben dazu geführt, dass wir seit 1997 viel Geld in chemische Substanzen und technische Hilfsmittel stecken mussten, um unser Unternehmen am Leben zu halten. Das hat uns fast in die Insolvenz getrieben.

Sie haben die Arbeit in der Abteilung Blutzucker stets behindert mit Auswirkung auf den gesamten Unternehmensbereich Stoffwechsel. Auch Ihre Empfehlung Herrn Crohn einzustellen, war sehr kontraproduktiv. Die Sachbeschädigung an Pankreas und das Mobbing gegen Frau Psyche haben letztendlich dazu geführt, dass wir uns entschieden haben, Sie fristlos zu entlassen.

Bitte verschonen Sie uns mit weiteren Rechtfertigungen, etwa dass Ihr Verhalten auf multifaktorielles Geschehen zurückzuführen ist, dass genetische Faktoren, Umweltbedingungen und Reaktionen des Immunsystems daran beteiligt sind. Unsere Entscheidung steht fest und die Ursachen für ihr Verhalten sind längst nicht eindeutig bekannt, noch weniger erklärbar und erst recht keine Entschuldigung!

Wir wünschen Ihnen für die Zukunft… eine gute Therapie oder besser noch Heilung.

Kündigung des Beschäftigungsverhältnisses: auf Herrn Diabetes kann ich gut und gerne verzichten!

Kündigung des Beschäftigungsverhältnisses: auf Herrn Diabetes kann ich gut und gerne verzichten!

Freundliche Grüße
Körper GmbH

Geteilte Freude ist doppelte Freude!Share on Google+Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on Pinterest
  • Schoki

    Genial!!! Einfach ein Volltreffer 🙂

  • Gerri

    Sehr geehrte Frau Blockus

    ich habe im Rahmen meiner Tötigkeit bei der Firma „Körper GmbH“ stets versucht, ihrer Frau Pankreas nicht zu sehr zu schaden, Leider hat sie auf meine Ratschläge (sich austauschen zu alssen da burnout) nicht reagiert, was mir nicht anzulasten ist.

    Des Weiteren verfüge ich über mehrer Atteste, die meine Schuldunfähigkeit infolge Unzurechnungesfähigkeit/Gesiteskrankheit/Dauerrausch belegen.
    Ich werde ihre Kündigung also anfechten und sie wegen Verstoss gegen irgendeinen Paragraphen verklagen. Wie sie wissen, hat das aufschiebende Wirkung und somit werde ich ihrer sog. Firma noch eine Weile erhalten bleiben.

    In hochachtungsvoller Süssigkeit
    stets ihr

    D. Mellitus

    PS: Grüsse an Herr Krohn

  • Stefanie Blockus

    Hahahaaaa, du bist auch ein bisschen „durch“ ;), was? Knalltüte Gerri!!!

  • Gerri

    Guckst du meinen Beitrag zu diabetes-blog-woche.de

  • http://klaeuiblog.ch/ Andreas Kläui

    *sprachlos* 😀
    Sehr geile Umsetzung!

  • http://www.diabetes-leben.com/ Stefanie Blockus

    Danke :)!

  • http://www.diabetes-leben.com/ Stefanie Blockus

    :-). Bin diesen Mitarbeiter allerdings damit nicht losgeworden. Na ja war ein Versuch wert.

  • Marian Kluczny

    das ist wirklich ein toller Blog – sehr interessant, die Liebesgedichte, eine reine Freude – der süße ade zu sagen fällt uns sehr schwer; obwohl ich gar nicht so süß gelebt habe, hat es mich trotzdem erwischt<, so habe ich diesem Unikum auch den kampf angesagt<, Bei mir war es erblich bedingt, Da dachte ich oft, ich habe dich überrumpelt; der Kampf ging bereits über 5 Jahre – da habe ich meine schwester besucht, das wetter war sehr schön nicht zu warm (Spätsommer>) – ich fühlte mich wohl war viel mit dem Hund und unterwegs und dachte mir, es wäre mal wieder Zeit ein sonnenbad zu nehmen, und legte mich im Garten in die südwestliche Lage der scheineneden Sonne. Nach einer 1/4 Std. mußte ich abruppt den Vorgang abbrechen, da ich einen noch nie zuvor gekannten Juckreiz auf meiner haut bekam. Es war der Zucker der sich dort bereits ausbreitete. Also ging der Kampf mit erhöhter Körperlicher aktivität weiter – das rauchen habe ich bereits Mitte 2000 aufgegeben – andere Genussmittel wie wein etc. ebenfalls sehr eingeschränkt. Ich suchte weiter nach weiteren Möglichkeiten den Zucker nicht nur zu vertreiben, sondern auch danach die Bauchspeicheldrüse wieder besser zu aktivieren, also den Stoffwechsel zu erhöhen. 2009 habe ich von dieser Forschung gelesen https://www.facebook.com/groups/mfk24/794688753907743/ kurze Zeit später habe ich mich dort angemeldet, und esse dieses Konzentrat ergänzend zu der anderen Therapie ohne Medikamente. Heute kann ich sagen, die weihnachtszeit mit den vielen süßen sachen Lebkuchen Stollen etc. hat mir richtig spass gemacht, denn ich konnte alles ohne Probleme essen. Mein Diabetes bin ich jedenfalls los, schlafe ruhig und erholsam, Meine Empfehlung: versuchen sie es doch einfach auch – Liebe Genesungsgrüße M F Kluczny

  • Peter Gisler

    Gratuliere 🙂 Bei Typ 1 wird man die Firma leider nicht so einfach los 😉 Aber deswegen auf etwas verzichten? Nein! Einfach Insulin nachschieben und halt vllt. mal wieder häufiger den BZ testen.

    • Marian Kluczny

      ich habe 20 jahre erfahrung mit meinen Verwandten bei Typ 1 gesammelt, die spätfolgen bei Insulin sind nicht zu verachten; sondern sollten von den Betroffenen sehr genau im auge behalten werden. Es folgt Gewebeschwäche bis zum inneren Zerplatzen von Gefäßen – Gefahr der inneren Verblutung – Eine zusätzliche Bahandlung beim Arzt oder Krankenhaus, kann eine Verletzung durch Medikamenten Vergabe per Injektion auftreten, die diese Blutung unbemerkt auslöst.

    • Marian Kluczny

      das <mag ja wohl so einfach klinhe – ist aber in wirjklichkeit nicht – ich habe eine Langzeiterfahrung bei meinen Eltern und meinen Verwandten; durch die verschriebenen Medikamente, werden die Zellen mit der Zeit porös – die Mensch verbluten oft innerlich, ohne es zu merken. Ich lehne das für mich ab so zuz leben – ich lebe frei von medizinische Zusatzstoffen – ich habe mein Diabetes Typ 2 verbunden mit der verstopfung der Herzkranzgefäße – Knorpelschäden in den Gelenken etc. ganz ohne Medizin wieder hergestellt rein biologisch durch Stem cell nutrition