Braucht die Woche noch jemand oder kann die weg?

Im Dunkeln ist gut Munkeln? Ähm Nein! Lauftraining in den frühen Morgenstunden

Im Dunkeln ist gut Munkeln? Ähm Nein! Lauftraining in den frühen Morgenstunden… Fuß verstaucht :/

Diese Woche war komplett für den Mülleimer. Solche Wochen hat wohl jeder mal, aber bei uns Insulinjunkys haben sie zudem noch negative Auswirkungen auf den Blutzucker. Das ist doppelt FIES!!! So ist man dementsprechend richtig miesepetrig unterwegs, was einem leider auch nicht wirklich weiterhilft. Vielmehr sollte man solche Wochen, Tage oder Ereignisse als einen Wink des Schicksals betrachten und daraus für die Zukunft lernen.

Fuß verstaucht

Ich hatte mir beim Lauftraining den Fuß verstaucht. Tja, wenn man im Dunkeln läuft, die Stirnlampe nicht richtig einstellt, dennoch meint, über einen Baumstamm hüpfen zu müssen, um dann in einem „Schlagloch“ zu landen und umzuknicken, dann… ja dann hat man wohl selbst Schuld und muss sich nicht wundern… Aber damit war es noch nicht genug.

Weitere Unfälle, die sich ereigneten

Ich hatte viel zu viel um die Ohren, beruflich und privat. Und das rächte sich wie so oft. Es sollte diese Woche kein Tag vergehen, an dem ich mich nicht in Hektik in den Finger schnitt, fast vor ein Auto in Hannovers City „lief“ (HUMPELTE!), mich am Wasserkocher verbrannte oder den SodaStream auf der Herdplatte zum Schmelzen brachte. So nahm die Woche ihren Lauf. Last but not least warfen mich auch der Morbus-Crohn-Schub und die Blutzuckerwerte aus der Bahn, vermutlich als Auslöser des Stresses.

Statt Marathon 42 HARIBOs und ein paar Zerquetschte

42,195 Gummibärchen statt Kilometer. Na ja... hat auch was.

42,195 Gummibärchen statt Kilometer. Na ja… hat auch was.

Heute wäre ich eigentlich in Bremen beim Marathon gestartet. Aber der Fuß ließ mich nicht. Statt 42,195 Kilometer Laufen gabs dann 42 Haribos und einen Zerquetschen… Mein Körper schrie förmlich danach. Eigenartigerweise brauchte ich für die HARIBOs weniger Insulin als gewohnt. Vermutlich war er einfach zufrieden, dass er sie bekam?

Wink des Schicksals?

Vielleicht waren die Sache mit dem Fuß und die weiteren Unfälle auch ein Wink des Schicksals? So konnte ich dieses Wochenende nicht wirklich viel reißen, sondern war mehr oder weniger gezwungen, zur Ruhe zu kommen. Nicht nur was das Laufen betrifft, sondern auch was meinen Kopf betrifft. Der wollte auch nicht so richtig arbeiten, wie ich mir das erhofft hatte. Der war mehr als voll, quoll schon über und ich schaffte es nicht, meine teils irrsinnigen Gedanken zu sortieren, eine innere Ordnung herzustellen. Stand völlig neben mir. So schwer es einem auch fällt, in solchen Momenten, ist es schlau, auf seinen Körper zu hören und ihm nachzugeben. Also… ENTSPANNUNG. Bitteschön :/.

Die Blutzuckerwerte und die innere Ordnung

Ich habe am Samstag völlig abgeschaltet, gelesen, meditiert und mich geordnet… Dabei bin ich echt „runtergekommen“. Wie von allein verschwanden Kopfschmerzen, Magenschmerzen, die miese Laune. Meine Insulin-Basalrate, die ich die Woche über hochschrauben musste, konnte ich wieder absenken. Damit bin ich nun gewappnet für eine neue, stressige Woche ;).

Ähhhm ja… Nee im Ernst, 15-30 Minuten Zeit am Tag, nur für einen selbst, in der man die Gedanken ordnet, sollten schon drin sein, sonst hilft das keinem weiter. Damit war die Woche dann doch nicht komplett für den Mülleimer! Hab ja draus gelernt: Denn komme, was wolle, die 15-30 Minuten Zeit pro Tag nehme ich mir künftig!

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  • Barbara Glaum

    so Wochen/Tage/Monate kenne ich auch… 🙁 Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft mich mit Meditation oder ähnlichem runter zu holen… Da arbeite ich noch dran… dein Blog macht mir richtig Mut es wieder und wieder neu zu versuchen….
    Danke dafür!

  • Hey Barbara, danke :). Viele vergessen, dass auch zu Regeneration ne große Portion Ehrgeiz gehört. Es ist tatsächlich so wie du es schreibst mit ner Menge Training verbunden, es zu schaffen, durch Meditation „runterzukommen“. Ich arbeite auch seit Jahren dran und schaffe es auch längst nicht immer. Aber teilweise klappt es schon ganz gut, nur denke ich mir manchmal „… leider heute keine Zeit dafür“, was natürlich Quatsch ist. Zeit hat man immer, nur mal wieder die falschen Prioritäten gesetzt.

  • Gerri

    Ich hab das schon in der Reha nach meinem Burnout, lange vor meiner DM-Diagnose eingeführt und ziehe das auch gnadenlos durch, immer… ähm… fast…häufig… ok, manchmal…
    Machmal reichen schon 5 Minuten ab vom „Schuss“ um runter zu kommen.

  • André

    Hi Staeff.
    Sehr interessant, wir waren ja mit den Kiddies auf Schulung und da konnten wir Eltern mal am Achtsamkeitstraining schnuppern. Holla die Faldfee. Wenn das etwas für einen ist, kann man da was machen. Das Einsehen, ja es ist so wie es ist und das kann ich jetzt nicht ändern, nimmt schon so viel Stess, das ist unglaublich.
    Wichtig ist halt, das man das Richtige für einen findet, da ja nicht jeder Deckel auf jeden Topf passt.
    Deswegen sind wir ja Individuen 🙂

  • Stefanie Blockus

    Hey André, wie gestaltete sich denn das Achtsamkeitstraining? Es gibt ja so verdammt viele Möglichkeiten, man muss halt das finden, was zu einem passt, du sagst es. In jedem Fall kann ich nur dazu raten. Hab ja auch schon auf „der Nase gelegen“… deswegen lieber vorher bremsen… Ziehe das auch gerade echt durch, egal wie wenig Zeit man hat in unsere leistungsorientierten Gesellschaft, die ständig unter Strom steht…

  • Stefanie Blockus

    Aha ;)… Und ja fünf Minuten reichen meistens…

    Ich hab den Mist auch hinter mir und nur jeder der das erlebt hat und weiß wie man sich fühlt, wenn man einfach keine Kraft mehr für gar nichts hat, weiß wie fies Burnout/Depressionen sein können… Oft trifft das leider auf Unverständnis… Nach dem Motto „…ach ja ich habe auch sehr viel Stress und in meinem Leben läufts gerade auch nicht so rund“…

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