Ein Blutzucker geht seinen Weg: von der Unterzuckerung zur Bewusstlosigkeit

Heute sollt ihr erfahren, wie sich ein Diabetiker (viel mehr ich) bei einer Hypoglykämie/Unterzuckerung fühlt. Außerdem schildere ich euch meinen chronologischen Verlauf der Symptome bei einer Unterzuckerung, wie sie sich bis hin zur Bewusstlosigkeit äußern.

Traubenzucker bei Unterzuckerung? Nein danke!

In 18 Jahren Diabetes-Karriere hatte ich etwa sechs Unterzuckerungen, die zur Bewusstlosigkeit geführt haben und bei denen leider ein Rettungsdiensteinsatz erforderlich war. Symptome und Verlauf der Hypoglykämie gestalteten sich dabei recht ähnlich, wobei diese mal schneller, mal langsamer zur Bewusstlosigkeit voran schreiteten.

Verlauf der Symptome: Von der Unterzuckerung zur Bewusstlosigkleit

  • Zunächst fühle ich mich schlaff, die Beine, die Arme hängen kraftlos herunter,
  • ich bin unkonzentriert,
  • spätestens dann bin ich auch schon gereizt und man sollte mich jetzt (zur eigenen Sicherheit 😉) besser nicht ansprechen,
  • die Lippen werden taub, ich stehe neben mir und
  • ich bekomme Sehstörungen/Wahrnehmungsschwierigkeiten,
  • als nächstes fangen meine Hände an zu zittern und mir wird schwindelig, und
  • um mir aus diesem Zustand raus zu helfen, schreit mein Körper automatisch nach Zucker: HEISSHUNGER!
  • Nehme ich in dem Fall keinen Zucker zu mir, fange ich spätestens jetzt an komisches Zeug zu erzählen,
  •  zu taumeln. Ich verhalte mich wie ein Besoffener.
  • Dann wird das Ganze problematisch: Ich fange an mit dem Kopf zu zucken,
  • es folgen Krämpfe in Füßen und Händen („Fäuste ballen“). Wobei die Krämpfe nur im Liegen (auch beim Schwimmen) auftreten, nicht etwa beim Gehen.
  • Danach wird mir schwarz vor Augen und
  • dann küsse ich auch schon den Boden.

Bis dato bin ich glücklicherweise immer recht schnell wieder „aufgewacht“/zu mir gekommen, meist steckte noch der Glukose-Tropf/Katheter in meinem Arm. Die Männer und/oder Frauen in orangefarbenen Westen blickten mich mit großen Augen an. Wie unangenehm ;/. Danach war ich glücklicherweise wieder schnell wohl auf, hab mich bei den Rettungssanitätern bedankt und deren freundliches Angebot mich mit ins Krankenhaus zu fahren dankend abgelehnt.

Nun wenn sich doch der Verlauf der Symptome von Hypo zu Hypo recht ähnlich gestaltet, man diese rechtzeitig bemerkt, so könnte man meinen, könnte man doch die Bewusstlosigkeit verhindern, in dem man rechtzeitig Zucker einwirft… Oder? Nun so einfach ist das leider nicht. Das Problem dabei ist, dass ich oft nicht mehr in der Lage war/bin, mir etwas zu Essen zu holen oder zuzuführen, geschweige denn noch irgendwelche Verpackungen aufzureißen. Dies bezüglich frage ich mich eh, warum ausgerechnet Traubenzucker wie etwa Dextro Energy so „kompliziert“/“anstrengend“ verpackt sein muss? Die werben doch damit, dass sich die Banane noch so krumlegen kann, Dextro Energy trotzdem schneller im Hirn ist. Blöd nur, wenn’s schon an der Verpackung scheitert ;).

Mal abgesehen davon, sorgt meine „unterzuckerte Verwirrtheit“ auch oft dafür, dass ich gar nicht weiß, was überhaupt mit mir los ist und ich deshalb auch den Zucker verweigere, auch gern mal sehr frech ;). Das können Moppi, Miaule bestätigen, oder? Die kommen dann beim nächsten Mal zu Wort… Ich bin gespannt, woran die beiden erkennen, dass ich unterzuckert bin. Du auch?

Dann bleib dran und berichte mir doch über deine Symptome im Hypo-Rausch.

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  • faru

    super beschrieben, habe nicht viel hinzuzufügen. bei mir verhält sich mein zucker ganz ähnlich, nur das ich außerdem ganz stark schwitze.

  • faru

    super beschrieben, habe nicht viel hinzuzufügen. bei mir verhält sich mein zucker ganz ähnlich, nur das ich außerdem ganz stark schwitze.

  • rebecca

    Bei mir verläuft es ähnlich, bis auf die letzten zwei Punkte.
    Nachdem die Krämpfe bei mir so stark werden, hilft die „zu zerkauende Dextrose“ bei mir nicht mehr. Der Zucker schafft es dann nicht mehr in die „Pushen“ zu kommen. Deswegen achte ich, dass flüssige KH z.B. Cola oder Säfte in solchen Situationen in greifbarer Nähe ist.

    Für unterwegs habe ich immer ein Fläschchen Rotbäcken (0,2l) aus dem Hause Rabenhorst dabei. Hat mich bisher immer vor dem schlimmsten bewahrt.

    • Stefanie Blockus

      Danke für deinen Beitrag :). Hast du Krämpfe im ganzen Körper oder auch verstärkt in Händen und Füßen? Ab welchen Wert merkst du eine Unterzuckerung?

      • rebecca

        Kommt es zu diesen Krämpfen, habe ich sie in der Regel im ganzen Körper aber auch vor allem in den Händen.

        In der Regel merke ich meine Werte meist bei 80mg/dl und kann somit das schlimmste verhindern. Messe ich aber einen Wert unter 60mg/dl darf ich keine Zeit verlieren. Andernfalls zieht der Zucker mich nach unten…

        Mit der Umstellung auf CSII musste ich leider feststellen, dass die Hypos schneller bzw. verstärkter kommen…

        Sorry, hatte im ersten Beitrag einen Tippfehler aufgrund von Eile: Ich meinte Rotbäckchen Saft Traube (0,125ml) oder Roter Rabenhorst (0,125ml) für unterwegs: 18KH auf 100ml…

        Diese Fläschchen sind wirklich goldwert.

  • rebecca

    Bei mir verläuft es ähnlich, bis auf die letzten zwei Punkte.
    Nachdem die Krämpfe bei mir so stark werden, hilft die „zu zerkauende Dextrose“ bei mir nicht mehr. Der Zucker schafft es dann nicht mehr in die „Pushen“ zu kommen. Deswegen achte ich, dass flüssige KH z.B. Cola oder Säfte in solchen Situationen in greifbarer Nähe ist.

    Für unterwegs habe ich immer ein Fläschchen Rotbäcken (0,2l) aus dem Hause Rabenhorst dabei. Hat mich bisher immer vor dem schlimmsten bewahrt.

  • Alena Balint

    Eine Unterzuckerung:
    Gestern gab es recht spät noch ein paar Nudeln,
    fein gegessen, Insulin gespritzt und müde hingelegt und am Rücken
    meines Heldens ( mein Freund) hinweg geschlummert.
    Nachts wache ich
    auf und überlege mir das gerade was nicht stimmen kann, mir ist heiß
    > also Decke weg umgedreht und Augen zu. Innerliche Unruhe (ich
    stelle mir dann immer vor wie die Horde von Insulin gerade mit den
    Zellen diskutiert ZELLE: Hey Alter, wo ist der Zucker, gib mal Stoff
    ran, Vorrat geht zu neige! INSULIN:
    keine Ahnung Mann, keine Lieferung bekommen, weiß auch nicht was los
    ist!) Wenn man sich das mal in jeder Zelle vorstellt kann man mit dem
    Begriff innere Unruhe vielleicht eher etwas anfangen.
    Dann kommt der
    Zeitpunkt in dem sich das Hirn einschaltet, es gibt den Oberbefehl
    jegliche Zuckerreserven mit sofortiger Wirkung an das Hirn
    weiterzuleiten ( das Hirn ist da sehr egoistisch und effektiv) von
    diesem Zeitpunkt an hat man nur noch Minuten um zu reagieren > TZ
    rein damit alle Zellen, incl.Hirn die Klappe halten.
    Greife zu
    meinem Messgerät > das zeigt aber schon keine Zahlen mehr, da
    leuchtet ein fettes LO ( low für nicht messbar, unter 40! ich persönlich
    hänge da noch ein L drann für LOL= ätsch zu spät !)
    Ich also
    aufgestanden und schwankend in die Küche, 4 kleine Tütchen Gummibärchen
    geholt (schmecken besser als TZ), schwankend zurück und plums aufs sofa
    >> zu spät!
    Meine Hände zittern schon und mir bricht der kalte Schweiß aus, Atmung wie ein Fisch auf dem trockenen.
    Als Erlärung:

    Wenn das Hirn den Egoisten raus hängen lässt bleiben sämtliche anderen
    Funktionen schlicht auf der Strecke, Hand-Augen Koordination futsch,
    laufen futsch, zusammenhängenden Satz bilden futsch der Körper fährt auf
    stand by bis die Lichter ausgehen und gestern merke ich das ich kurz
    davor stehe.
    Rufe meinen Helden (zumindest bin ich der Meinung das
    ich dies getan habe) aber erst ein beherzter rempler weckt ihn und er
    ist schlagartig wach als er mich sieht.
    Er mich also gefüttert> TZ, Schokolade, Brot mit Marmelade!!
    Ich meine das übrigens Wörtlich > ich hätte selbstständig nicht mal mehr eine Tafel Schokolade aufbekommen.
    Dann ist warten angesagt > die Zellen schreien nach Zucker, aber erst nimmt sich das Hirn was es braucht.
    liege da und warte bis mein Körper langsam wieder kommt.
    Schaue meinen Helden an und lalle : hey meine Zunge kribbelt, fühlt sich lustig an.

    (das Hirn hat wohl genug und beginnt zu teilen) Schatzi du hast weiße
    Punkte im Gesicht ( aha, der Zucker ist in den Augen angekommen), meine
    Atmung normalisiert sich ( Alarstufe rot sinkt von gelb langsam auf
    grün).
    Plötzlich friere ich, ein gutes Zeichen denn ich fühle wieder was und der kalte Schweiß ist weg.

    Eine Hypo die ich zu spät gemerkt habe ist überstanden und die nächste
    Hypo steht bestimmt schon bereit um wieder zu zu schlagen.

    • Stefanie Blockus

      Danke Alena, dass du deine Unterzuckerumg so ausführlich beschrieben hast. Und die „Atmung wie ein Fisch auf dem Trockenen“, hatte ich oben im Beitrag auch ganz vergessen. Herzrasen ist auch noch etwas, was noch dazu kommt.

      Du schreibst: „Plötzlich friere ich, ein gutes Zeichen denn ich fühle wieder was und der kalte Schweiß ist weg.“ Genauso ist das bei mir auch. Ich bin immer erleichtert, wenn ich anfange zu frieren, weil ich weiß, dass es jetzt überstanden ist.

      Derzeit bin ich froh, dass ich Hypos mit CGMS/FGM ganz gut abfangen kann. Hoffe, dass Diabetikern solche Systeme künftig bezahlt werden!

  • Alena Balint

    Eine Unterzuckerung:
    Gestern gab es recht spät noch ein paar Nudeln,
    fein gegessen, Insulin gespritzt und müde hingelegt und am Rücken
    meines Heldens ( mein Freund) hinweg geschlummert.
    Nachts wache ich
    auf und überlege mir das gerade was nicht stimmen kann, mir ist heiß
    > also Decke weg umgedreht und Augen zu. Innerliche Unruhe (ich
    stelle mir dann immer vor wie die Horde von Insulin gerade mit den
    Zellen diskutiert ZELLE: Hey Alter, wo ist der Zucker, gib mal Stoff
    ran, Vorrat geht zu neige! INSULIN:
    keine Ahnung Mann, keine Lieferung bekommen, weiß auch nicht was los
    ist!) Wenn man sich das mal in jeder Zelle vorstellt kann man mit dem
    Begriff innere Unruhe vielleicht eher etwas anfangen.
    Dann kommt der
    Zeitpunkt in dem sich das Hirn einschaltet, es gibt den Oberbefehl
    jegliche Zuckerreserven mit sofortiger Wirkung an das Hirn
    weiterzuleiten ( das Hirn ist da sehr egoistisch und effektiv) von
    diesem Zeitpunkt an hat man nur noch Minuten um zu reagieren > TZ
    rein damit alle Zellen, incl.Hirn die Klappe halten.
    Greife zu
    meinem Messgerät > das zeigt aber schon keine Zahlen mehr, da
    leuchtet ein fettes LO ( low für nicht messbar, unter 40! ich persönlich
    hänge da noch ein L drann für LOL= ätsch zu spät !)
    Ich also
    aufgestanden und schwankend in die Küche, 4 kleine Tütchen Gummibärchen
    geholt (schmecken besser als TZ), schwankend zurück und plums aufs sofa
    >> zu spät!
    Meine Hände zittern schon und mir bricht der kalte Schweiß aus, Atmung wie ein Fisch auf dem trockenen.
    Als Erlärung:

    Wenn das Hirn den Egoisten raus hängen lässt bleiben sämtliche anderen
    Funktionen schlicht auf der Strecke, Hand-Augen Koordination futsch,
    laufen futsch, zusammenhängenden Satz bilden futsch der Körper fährt auf
    stand by bis die Lichter ausgehen und gestern merke ich das ich kurz
    davor stehe.
    Rufe meinen Helden (zumindest bin ich der Meinung das
    ich dies getan habe) aber erst ein beherzter rempler weckt ihn und er
    ist schlagartig wach als er mich sieht.
    Er mich also gefüttert> TZ, Schokolade, Brot mit Marmelade!!
    Ich meine das übrigens Wörtlich > ich hätte selbstständig nicht mal mehr eine Tafel Schokolade aufbekommen.
    Dann ist warten angesagt > die Zellen schreien nach Zucker, aber erst nimmt sich das Hirn was es braucht.
    liege da und warte bis mein Körper langsam wieder kommt.
    Schaue meinen Helden an und lalle : hey meine Zunge kribbelt, fühlt sich lustig an.

    (das Hirn hat wohl genug und beginnt zu teilen) Schatzi du hast weiße
    Punkte im Gesicht ( aha, der Zucker ist in den Augen angekommen), meine
    Atmung normalisiert sich ( Alarstufe rot sinkt von gelb langsam auf
    grün).
    Plötzlich friere ich, ein gutes Zeichen denn ich fühle wieder was und der kalte Schweiß ist weg.

    Eine Hypo die ich zu spät gemerkt habe ist überstanden und die nächste
    Hypo steht bestimmt schon bereit um wieder zu zu schlagen.

  • Caro

    Hey Staeff,
    wenn ich in ne Hypo rutsche merke ich es meistens daran, dass ich zunächst erstmal nach und nach „matschiger“ in der Birne werde, danach kommt meistens nen leichtes Zittern in den Händen, ich bekomme Heißhunger auf Süßes und nen allgemeines Unruhegefühl.
    Bin ich dann immer noch so stur und ignoriere diese Warnzeichen, oder bekomme sie nicht mit, fällt mir die Koordination immer schwerer und ich muss mich bei so simplen
    Sachen wie Gehen auf jeden einzelnen Bewegungsablauf konzentrieren.
    Danach bzw. in diesem Stadium soll ich laut meinem Umfeld sehr gereizt sein oder nen wahnsinnigen Laberflash haben.
    Das ist der Punkt, an dem ich nicht mehr selbstständig auf die Idee komme Kohlenhydrate zu futtern, oder ich bin der Meinung keine zu brauchen und diese zu verweigern.
    Ab hier kann ich mich hinterher in den meisten Fällen an garnichts mehr erinnern was danach passiert.
    Laut Aussage meiner Freunde oder Bekannte, die ne schwere Hypo mitbekommen haben, soll ich anfangen verwaschen zu sprechen, werde wohl total depri ,heule rum, dämmere langsam weg und lege oder setze mich dann meist einfach stur irgendwo hin ….. da ist dann auch egal ob da ne Pfütze war, wo ich eigendlich gerade noch gestanden habe……
    Dann gehen langsam die Lichter aus, wenn ich nicht doch irgendwie noch von außen mit Kohlenhydraten/Gluose hoch gepuscht werde…..
    Bis zur tiefen Bewusstlosigkeit und Rettungsdiensteinsatz ist es Gott sei Dank erst 1 Mal gekommen.
    Mittlerweile hat mein näheres Umfeld (Partner, beste Freundin) so einige Tricks und Kniffe entwickelt mir doch noch irgendwie Traubenzucker oder Zuckerhaltiges reinzudrücken bevor es nicht mehr geht.
    Spätestens in der Depriphase bekommen sie mich dann doch meistens dazu Traubenzucker oder Ähnliches zu Schlucken.

    • Stefanie Blockus

      Danke Caro! Diesen Laberflash kenne ich, vielmehr mein Mann auch nur zu gut. Interessant ist auch deine Aussage, dass du Depri wirst. Als ich das eine Mal bewusstlos war, habe ich kurz vorher geschrien wie ein kleines Kind, was dazu geführt hat, dass meine Mutter mich (eine Etage unter meinem Zimmer) überhaupt gehört hat.

      Warst du allein „unterwegs“, als der Rettungsdienst kam? Oder war jemand bei dir, der Bescheid wusste, was zu tun ist?

      • Caro

        Huhu Staef,
        hab eben erst deinen Kommentar gelesen…..
        Ob man das als Depri bezeichnen kann weiß ich nicht so recht, habs einfach mal so benannt.
        Ich soll dann wohl plötzlich, wenn ne gewisse Grenze unterschritten ist, sehr weinerlich sein und immer stiller werden.
        Als ich bewusstlos geworden bin, war meine beste Freundin über Nacht bei mir zu Besuch, bin morgens etwas matschig aufgewacht, hatte den BZ noch nicht gemessen und wollte Frühstück vorbereiten.
        Kann mich nur noch daran erinnern, dass ich das Wasser für den Cafe aufgesetzt habe und auf dem Weg ins Bad war…. danach war Blackout bis mich die Rotjacken von der Feuerwehr anlächelten und mich wieder im hier und jetzt willkommen hießen……
        Braucht man nicht noch mal….. der Tag war gelaufen und ab da meine Freundin etwas übervorsichtig mit mir^^

  • Caro

    Hey Staeff,
    wenn ich in ne Hypo rutsche merke ich es meistens daran, dass ich zunächst erstmal nach und nach „matschiger“ in der Birne werde, danach kommt meistens nen leichtes Zittern in den Händen, ich bekomme Heißhunger auf Süßes und nen allgemeines Unruhegefühl.
    Bin ich dann immer noch so stur und ignoriere diese Warnzeichen, oder bekomme sie nicht mit, fällt mir die Koordination immer schwerer und ich muss mich bei so simplen
    Sachen wie Gehen auf jeden einzelnen Bewegungsablauf konzentrieren.
    Danach bzw. in diesem Stadium soll ich laut meinem Umfeld sehr gereizt sein oder nen wahnsinnigen Laberflash haben.
    Das ist der Punkt, an dem ich nicht mehr selbstständig auf die Idee komme Kohlenhydrate zu futtern, oder ich bin der Meinung keine zu brauchen und diese zu verweigern.
    Ab hier kann ich mich hinterher in den meisten Fällen an garnichts mehr erinnern was danach passiert.
    Laut Aussage meiner Freunde oder Bekannte, die ne schwere Hypo mitbekommen haben, soll ich anfangen verwaschen zu sprechen, werde wohl total depri ,heule rum, dämmere langsam weg und lege oder setze mich dann meist einfach stur irgendwo hin ….. da ist dann auch egal ob da ne Pfütze war, wo ich eigendlich gerade noch gestanden habe……
    Dann gehen langsam die Lichter aus, wenn ich nicht doch irgendwie noch von außen mit Kohlenhydraten/Gluose hoch gepuscht werde…..
    Bis zur tiefen Bewusstlosigkeit und Rettungsdiensteinsatz ist es Gott sei Dank erst 1 Mal gekommen.
    Mittlerweile hat mein näheres Umfeld (Partner, beste Freundin) so einige Tricks und Kniffe entwickelt mir doch noch irgendwie Traubenzucker oder Zuckerhaltiges reinzudrücken bevor es nicht mehr geht.
    Spätestens in der Depriphase bekommen sie mich dann doch meistens dazu Traubenzucker oder Ähnliches zu Schlucken.

  • Stefanie Blockus

    Danke Caro! Diesen Laberflash kenne ich, vielmehr mein Mann auch nur zu gut. Interessant ist auch deine Aussage, dass du Depri wirst. Als ich das eine Mal bewusstlos war, habe ich kurz vorher geschrien wie ein kleines Kind, was dazu geführt hat, dass meine Mutter mich (eine Etage unter meinem Zimmer) überhaupt gehört hat.

    Warst du allein „unterwegs“, als der Rettungsdienst kam? Oder war jemand bei dir, der Bescheid wusste, was zu tun ist?

  • Ivonne

    Zum Glückwar es bei mir mit der Hypo noch nicht so schlimm 😉 Mein Problem sind eher die Ketone.
    Bei mir zeigt sich die Hypo so, dass ich zitterig werde. Als Folge werd ich dann auch schwach und hab Mühe mich auf den Beinen zu halten (im Bett ist das zum Glück nicht so schlimm xD). Zusätzlich bekomm ich noch kalten Schweiß und eine riiiiieeesiiige Heißhungerattacke. Ich torkel dann in die Küche, weil ich die Getränkedose neben dem Bett nicht mehr aufbekomme und ich meinen Freund nicht mehr wach bekomme. In der Küche wird dann in Rekordzeit jeglicher Süßkram vernichtet, natürlich auf dem Küchenboden sitzend 😀 Irgendwann gehts dann wieder ab ins Bett und gut ist xD

  • Stefanie Blockus

    Danke für deinen Beitrag :). Hast du Krämpfe im ganzen Körper oder auch verstärkt in Händen und Füßen? Ab welchen Wert merkst du eine Unterzuckerung?

  • Ivonne

    Zum Glückwar es bei mir mit der Hypo noch nicht so schlimm 😉 Mein Problem sind eher die Ketone.
    Bei mir zeigt sich die Hypo so, dass ich zitterig werde. Als Folge werd ich dann auch schwach und hab Mühe mich auf den Beinen zu halten (im Bett ist das zum Glück nicht so schlimm xD). Zusätzlich bekomm ich noch kalten Schweiß und eine riiiiieeesiiige Heißhungerattacke. Ich torkel dann in die Küche, weil ich die Getränkedose neben dem Bett nicht mehr aufbekomme und ich meinen Freund nicht mehr wach bekomme. In der Küche wird dann in Rekordzeit jeglicher Süßkram vernichtet, natürlich auf dem Küchenboden sitzend 😀 Irgendwann gehts dann wieder ab ins Bett und gut ist xD

  • rebecca

    Kommt es zu diesen Krämpfen, habe ich sie in der Regel im ganzen Körper aber auch vor allem in den Händen.

    In der Regel merke ich meine Werte meist bei 80mg/dl und kann somit das schlimmste verhindern. Messe ich aber einen Wert unter 60mg/dl darf ich keine Zeit verlieren. Andernfalls zieht der Zucker mich nach unten…

    Mit der Umstellung auf CSII musste ich leider feststellen, dass die Hypos schneller bzw. verstärkter kommen…

    Sorry, hatte im ersten Beitrag einen Tippfehler aufgrund von Eile: Ich meinte Rotbäckchen Saft Traube (0,125ml) oder Roter Rabenhorst (0,125ml) für unterwegs: 18KH auf 100ml…

    Diese Fläschchen sind wirklich goldwert.

  • Oli

    Hallo Steffi,
    Man kann im Notfall Dextro Energy auch mit der Verpackung zerbeißen.
    Hat sich zumindest bei mir während drohendem Zucker beim Bergsteigen bewährt.
    Weiterhin Glück auf!
    Oli

  • Oli

    Hallo Steffi,
    Man kann im Notfall Dextro Energy auch mit der Verpackung zerbeißen.
    Hat sich zumindest bei mir während drohendem Zucker beim Bergsteigen bewährt.
    Weiterhin Glück auf!
    Oli

  • bimei

    Hallo Steff,

    ist zwar schon ein paar Tage her dieser Blogeintrag, aber nun schwallert bimei noch ein paar Hypo-Weisheiten. 😉

    Bei mir ist es unterschiedlich, ob der BZ schnell oder langsam sinkt und auch, von welchem Wert ich komme. Den langsam sinkenden BZ mal außen vor gelassen, bei dem man noch genug Zeit hat, sich zu entscheiden, welche Leckerei man möchte, mir machen vor allem die „Zack-Weg-Hypos“ Angst, die Angst vor der Bewusstlosig- und Hilflosigkeit.

    Viele Symptome, die Du hast, habe ich dann auch, einige nicht. Dazu das Gefühl, mir hat jemand eine Watteglocke über den Kopf gestülpt. Ich kann nicht mehr denken, lalle und die Ohren pfeifen. Das erste Mal mit Bewusstlosigkeit kam es von jetzt auf gleich, ich wollte so gerne um Hilfe bitten, aber es kam nichts raus. Plötzlich war ich eine lebende Pinata, torkeln, nichts hören, nicht sprechen können – wann kommt jemand und schlägt mir das Ding vom Kopf?. Das war in einem Drogeriemarkt, ich hab noch nach dem Ständer mit Schnick-Schnack-Schmuck zum Festhalten gegriffen und mich dann gemeinsam mit dem Ständer Richtung Boden begeben. Als ich wieder da war eine Traube Menschen um mich, lachend. Die bimei-Pinata hat wohl zur Freude beigetragen, weil lauter Schmuck aus ihr geplatzt ist? – Naja, so witzig war es nicht. Du weißt das. Hypo mit Bewusstlosigkeit wünsche ich wirklich niemandem.

    Bei den „normalen“ Hypos, da gibt es alles. Von „das kann ich noch eben erledigen, dann esse/trinke ich etwas“ bis zu Zickigkeit meinem Mann gegenüber oder eben bockigem „das mag/will ich jetzt aber nicht essen/trinken“ ist alles dabei. Meine armen Mitmenschen. Ich entschuldige mich in aller Form. 😉

    LG
    bimei

  • bimei

    Hallo Steff,

    ist zwar schon ein paar Tage her dieser Blogeintrag, aber nun schwallert bimei noch ein paar Hypo-Weisheiten. 😉

    Bei mir ist es unterschiedlich, ob der BZ schnell oder langsam sinkt und auch, von welchem Wert ich komme. Den langsam sinkenden BZ mal außen vor gelassen, bei dem man noch genug Zeit hat, sich zu entscheiden, welche Leckerei man möchte, mir machen vor allem die „Zack-Weg-Hypos“ Angst, die Angst vor der Bewusstlosig- und Hilflosigkeit.

    Viele Symptome, die Du hast, habe ich dann auch, einige nicht. Dazu das Gefühl, mir hat jemand eine Watteglocke über den Kopf gestülpt. Ich kann nicht mehr denken, lalle und die Ohren pfeifen. Das erste Mal mit Bewusstlosigkeit kam es von jetzt auf gleich, ich wollte so gerne um Hilfe bitten, aber es kam nichts raus. Plötzlich war ich eine lebende Pinata, torkeln, nichts hören, nicht sprechen können – wann kommt jemand und schlägt mir das Ding vom Kopf?. Das war in einem Drogeriemarkt, ich hab noch nach dem Ständer mit Schnick-Schnack-Schmuck zum Festhalten gegriffen und mich dann gemeinsam mit dem Ständer Richtung Boden begeben. Als ich wieder da war eine Traube Menschen um mich, lachend. Die bimei-Pinata hat wohl zur Freude beigetragen, weil lauter Schmuck aus ihr geplatzt ist? – Naja, so witzig war es nicht. Du weißt das. Hypo mit Bewusstlosigkeit wünsche ich wirklich niemandem.

    Bei den „normalen“ Hypos, da gibt es alles. Von „das kann ich noch eben erledigen, dann esse/trinke ich etwas“ bis zu Zickigkeit meinem Mann gegenüber oder eben bockigem „das mag/will ich jetzt aber nicht essen/trinken“ ist alles dabei. Meine armen Mitmenschen. Ich entschuldige mich in aller Form. 😉

    LG
    bimei

  • Thomas

    Genau, hier wollt ich noch etwas sagen, und zwar zu den Krämpfen. Ich denke das mit den Krämpfen und Ungleichgewicht des Stoffwechsels kann auch noch
    andere Ursachen haben als eine Hypo. Das nennt sich glaub ich Tetanie und kann z.B. von starkem Schwitzen kommen. Kalium oder Vitamin D Mangel – irgend etwas in die Richtung. Eigentlich leicht zu beheben – falls nicht von einer Hypo. (Ich hab solche Krämpfe eher im Zusammenhang mit Sport, und hab mein Dia Doc damit genervt, weil ich dem auf den Grund gehen wollte) Gruß thomas

  • Thomas

    Genau, hier wollt ich noch etwas sagen, und zwar zu den Krämpfen. Ich denke das mit den Krämpfen und Ungleichgewicht des Stoffwechsels kann auch noch
    andere Ursachen haben als eine Hypo. Das nennt sich glaub ich Tetanie. Aber soviel bekomme ich da jetzt auch nicht mehr zusammen. Gruß thomas

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