Low-Carb: eine Frage des Stoffwechsels und der Definition!

Bis dato habe ich mich ein bisschen zurückgehalten, was das Thema „Low-Carb“ betrifft. Liegt daran, dass für mich vieles einfach nicht Low-Carb ist, was als Low-Carb aufgetischt/deklariert/beworben/verkauft wird.

Während für den einen Möhren und Quark ganz klar Low-Carb-Lebensmittel sind, sind sie das für mich beispielsweise weniger. Auch rote Paprika, Nüsse, einige Fleisch- und Käsesorten und Kohlrabi zähle ich nicht zu Low-Carb-Lebensmitteln. (Gute) Öle, Wasser, Chia-Samen, Gurken, Blattgemüse, Harzer-Käse, Pilze… hingegen schon. Ach so ja und Schnaps auch ;).

Liegt daran, dass oben genannte Lebensmittel wie Quark, Nüsse, Möhren (auch roh), Kohlrabi (auch roh) und Co meinen Blutzucker einfach zu „stark“ ansteigen lassen, als dass sie der Bezeichnung „Low-Carb“ gerecht werden.

Diabetiker wissen genau, welche Lebensmittel Low-Carb sind, welche nicht!

Wir Diabetiker können mit Hilfe unserer gemessenen Blutzuckerwerte und der nötigen Insulinzufuhr sehr gut für uns selbst austesten, was wir individuell „Low-Carb“ nennen würden.

Ich kenne viele Diabetiker, die nicht für Fleisch, Fisch, Quark, Möhren spritzen müssen. Andere (für die gleiche Menge und gleichen Aggregatzustand) allerdings schon.

Low-Carb ist eine Frage der Definition und des individuellen Stoffwechsels

Insofern ist low carb nicht nur eine Frage der Definition, sondern auch des Stoffwechsels. Ich verlasse mich längst nicht mehr auf Angaben in den Tabellen (wie sie im Internet zu Genüge zu finden sind) zum Glykämischen Index (GI)/Glykämischer Last Index (GL), ihr? Zumal man ja seine eigenen Referenzwerte als Diabetiker im Kopf hat, oder?

Ich liebe Lotuswurzeln! Aber nicht low-carb... na und? Spritze ich eben mehr Insulin und/oder laufe eine Runde extra ;).

Ich liebe Lotuswurzeln! Aber nicht low-carb… na und? Spritze ich eben mehr Insulin und/oder laufe eine Runde extra ;).

Aber Low-Carb ist hipp?! Ich damit nicht 😉

In jedem Fall schleicht sich dieses Low-Carb in hippen Rezepten nahezu überall ein.

Ich ernähre mich nicht Low-Carb. Zumindest nicht nach meiner Definition und nach meinem weniger gut funktionierenden Stoffwechsel (Ausnahme Saltin-Diät vor Marathon). Denn dafür liebe ich beispielsweise viele kohlenhydratreiche Gemüsesorten viel zu sehr. Ich bin also nicht hipp ;).

(K)ein Low-Carb-Rezept: Oopsies

So und nun hab ich heute noch ein Rezept für euch, auf meiner Facebook-Seite habe ich es als Low-Carb ausgezeichnet, im Vergleich zu „echtem“ Brot ist es das vielleicht auch… für mich nicht.

Käse-Oopsies

  • 4 Eigelb mit
  • 170 Gramm Quark (Optional: Frischkäse/Hüttenkäse) verrühren,
  • 2 Esslöffel geriebenen Käse/Parmesan und
  • Kräuter, Gewürze, Samen nach belieben (ich verwende gern Knoblauch, Paprika, Chia-Samen) hinzumischen.
  • 4 Eiweiß mit dem Mixer zu Eischnee verarbeiten, den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. Teig mit dem Löffel als kleine Haufen auf dem mit Backpapier ausgelegten Backbleich verteilen. (Optional: den Teig auf das gesamte Backblech kippen, ergibt dann leckeren Pizza-Teig.) Ofen auf 160 Grad Umluft stellen und etwa 30-40 Minuten backen.

Tipp: Oopsies schmecken auch lecker mit Zimt, Kakao und Erytrith auch lecker: Käse und Kakao Kombi. Ausprobieren beim Backen macht Freude :). Bin gespannt auf eure Back-Ideen, gerne in den Kommentaren posten.

Guten low-carb-?-tit!

Oopsies mit Zimt, Kakao, Käse, Chia-Samen, ... als Brötchen, Fladen oder Pizza. Low-Carb? Von mir aus, klingt hipp.

Oopsies mit Zimt, Kakao, Käse, Chia-Samen, … als Brötchen, Fladen oder Pizza. Low-Carb? Von mir aus, klingt hipp ;).

 

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