Lauf gegen Depression

Am Sonntag, den 4. Oktober war der „Lauf gegen Depression“ (Teil der Welfare-Laufserie) Programm, welcher jährlich am Maschsee in Hannover stattfindet. Ziel des Laufes ist es, zu zeigen, dass Bewegung ein sehr wichtiges Element in der Prävention, aber auch bei der Behandlung von Depression sein kann. Bei dem Lauf simmer natürlich dabei – eigentlich… aber dazu später mehr.

Lauf gegen Depression 2015: Hannover Maschsee

Wie auch beim Diabetes sind im Zusammenhang mit Depression viel zu viele Irrtümer im Umlauf

Depression, übrigens eine häufige Begleit- und Folgeerkrankung des Diabetes, braucht mehr Aufmerksamkeit: Meiner Meinung nach ist die Bedeutung einer Depression vielen nicht klar und führt zu mangelndem Verständnis den betroffenen Menschen gegenüber (wie es eben auch beim Diabetes der Fall ist).

Eine Depression ist nicht etwa vergleichbar mit einem vorübergehenden Stimmungstief (#NotJustSad) oder tritt nicht etwa nur aus dem Grund auf, dass man mal überarbeitet, niedergeschlagen oder traurig ist. Viele denken: „Ich habe doch auch Schlimmes durchgemacht, muss damit auch klar kommen, warum kann ein Anderer das nicht?“. Genau hier liegt das Problem: Dieses falsche Denken führt dazu, das Depression oft nicht ernst genommen wird. Was wiederum dazu führt, dass sich die Betroffenen unverstanden fühlen, sich mit ihrer Krankheit verstecken/isolieren. Dabei ist es wichtig darüber zu reden, sich Hilfe zu holen, um zu wissen „Hey, ich bin nicht allein und mir kann durchaus geholfen werden“.

Nur derjenige, der selbst schon einmal unter Depression gelitten hat oder gar leidet, weiß was es bedeutet, damit zu leben. Wenn du nicht selbst betroffen bist, weißt du eben nicht, wie es sich anfühlt. Viel zu viele Irrtümer, sind wie im Zusammenhang mit Diabetes, auch über Depression im Umlauf, weil die Leute (falsche) Dinge „in die Welt schreien“, die sie nie selbst erfahren haben.

Außerdem wird auch zu viel pauschalisiert, nicht zwischen den verschiedenen Formen/Verläufen/Ursachen von Depressionen unterschieden. Genau das ist, wie wir das als Typ-1-Diabetiker wissen und uns drüber ärgern, auch bei Diabetes ein großes Problem: Die Medien vergessen, dass es etwa den Diabetes Typ 1, Typ 2, Typ 33.232-Schlag-mich-tot gibt, denen alle unterschiedliche Ursachen und Therapien zuzuschreiben sind. Eben jeder als Individuum angesehen werden sollte.

Lauf gegen Depression: Hannover Maschsee 2015

Lauf gegen Depression 2015: Hannover Maschsee

Warum wir den Lauf gegen Depression, sagen wir mal „auf ungewöhnliche Art und Weise“ unterstützt haben

Der Lauf gegen Depressionen, der Teil der Welfare-Laufserie ist und damit der fünfte Lauf von 7 in diesem Jahr sein sollte, den wir unterstützen wollten, haben Hendrik und ich am Sonntag jedenfalls auf etwas doch sehr ungewöhnliche Art und Weise unterstützt. Das hat einen „einfachen“ Grund: Es lag mitunter daran, dass wir BEIDE völlig verpeilt, dennoch nahezu hundertprozentig sicher waren, dass der „Lauf gegen Depression“ schon um 10:50 Uhr und nicht um 11:55 Uhr stattfinden sollte.

Na ja und ihr wisst ja selber wie das ist, die Sache mit der engen Zeitplanung und so… Deshalb hatten wir uns entschieden, damit wir dennoch unterstützen können, zu zweit einen Lauf gegen Depressionen, eben nur etwas zeitiger und mit weniger Leuten, zu starten ;). Dieser fand allerdings auch nicht ganz ohne „Hintergedanken“ zu Unterstützung und Spenden von Projekten statt. Darüber später mehr :).

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  • Thomas

    Verdampft Steaff, Du hast absolut recht! Vor allem wenn es fehlt, kann man in ein tiefes Loch fallen. Hehe, ja, das mit den Terminen kenne ich auch. Viele Grüße Thomas

    • Stefanie Blockus

      Verdampft Staeff :-OOO. Hilfe, Thomas ;).

      • Thomas

        Hi nochmal,

        ja okay, ich glaube ich habe etwas zu salopp geantwortet. Tut mir leid. Hehe, ich war gerade auf der Arbeit und breche meine Post ab und zu schnell ab. Dann kommt so ein Chaos raus.

        Also, ich meine Du hast vollkommen Recht, Depressionen zu haben, ist eine Krankheit, die ähnlich wie der Diabetes, gerne verniedlicht wird und vielfach auch nicht ernst genommen wird. Ich denke auch, dass sie eng mit dem Diabetes verbunden ist.

        Dann meine ich, dass es gut ist durch einen Lauf darauf aufmerksam zu machen. Aber das Laufen selbst hilft auch die Stimmung aufzuhellen. Das merkt man dann besonders,wenn man längere Zeit verhindert ist.

        Ich habe Deinen Post geteilt, weil ich wirklich gut finde, dass und wie Du dieses Thema ansprichst, und hoffe Du hast nichts dagegen.

        Viele Grüße Thomas

        • Andrea

          Hi Thomas,

          Stefanie heißt Staeff und nicht Steaff 😉 !!!

          Ansonsten stimme ich deinen Ausführungen zu. Auch deinem ersten Post ;).
          Liebe Grüße, Andrea

          • Thomas

            Hi, das mit dem verdampfen ist ganz modern – das nennt sich Autokorrektur. Die macht bei mir aus jedem Wort etwas anderes. Hey, Ihr seit nachtragend. Ich hätte meinen Kommentar ja schon längst gelöst, aber ich will Euch
            den Spaß ja nicht verderben, meinen Blödsinn schön heraus zuarbeiten. Viele Grüße Thomas

          • Stefanie Blockus

            Haha, gut gekontert ;-). Aber die meinen das gar nicht böse ;).

          • Thomas

            … das weiß ich Doch.

          • Stefanie Blockus

            Recht hast du ;). Sehr aufmerksam gelesen :).

        • Car-Sten

          Und verdamPFen wollte die Staeff auch nicht. 😉
          Auch wenn sie immer Volldampf durch die Gegend rennt. 😀

          • Stefanie Blockus

            ;-D

  • rebecca

    Depression ist ein Thema das in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabu ist. Insbesondere als Diabetiker muss man aufpassen, dass man aufgrund der aufwendigen Therapie nicht in Depressionen fällt. Aber ein falsches Umfeld, kann hier so einiges dazu beitragen. So gibt es Personen, die dies lediglich aus Ihrer Unwissenheit machen („Ja, du armes Kind…Das muss doch schlimm für dich sein….) und somit Ihren Trost spenden wollen.

    Vereinzelt trifft man aber auch richtig boshafte Menschen. Und von denen sollte man sich keinesfalls beeindrucken lassen. Leider musste ich persönlich schon miterleben, wie jemand meinen Diabetes „hintenrum“ ausschlachtete obwohl es hierzu (medizinisch/persönlich) keinen Anlass gab. Allerdings hatte sich diese Person irgendwie so in meinen „Diabetes“ verbissen, dass ich rechtlichen Beistand holte. Sogar mein RA, Gesellschafter von zwei Kanzleien, meinte nur: „Er hat in seiner Karriere schon viel erlebt, aber solch einen Fall an Boshaftigkeit hatte er bisher noch nicht.“

    Ich auch nicht. Und habe eiskalt meine Grenzen aufgezeigt. Zudem bin ich nicht verantwortlich, was einem anderen nicht gelingt oder vermag.

    • Stefanie Blockus

      Ui Rebecca, das klingt NICHT nach Spaß. Ich hoffe es hat sich aber alles zum Guten gewendet? Oft liegt im Schlechten das Gute verborgen :).