31 Diabetes-Fakten und eine alte Socke

HOLLA DIE WALDFEE… Ich habe mich im Monat Januar dokumentiert! Denn wie heißt es so schön: „Wer nicht schreibt, verliert!“. Na ja, kann man sich drüber streiten. Ich hatte nun jedenfalls beschlossen, mir mal die Mühe zu machen, über Monate hinweg meine Unter- (Hypos) und Überzuckerungen (Hypers), Insulinkorrekturen und Traubenzucker, BE-Schätzungen und Verschätzungen, Aktivitäten und Schlafstörungen, Wetter, Stress, Stimmung, körperliches Wohlbefinden, Sensoren- und OmniPod-Verbrauch, Kosten, etc. pp. und die alte Socke festzuhalten… WAHNSINN!

Diabetes-Fakten und die alte Socke zum Fixieren des OmniPods

Der erste Monat Januar ist nun vorbei, meine Diabetes-Fakten zeige ich an dieser Stelle für den ersten Monat (Januar) auf, jedenfalls diejenigen, die nicht unter „Privatsphäre“ fallen ;). Wenn euch meine Diabetes-Fakten weiterhin interessieren, auch für die kommenden Monate, mache ich gern ne Serie draus.

Nun gut… bevor ich nun zu den Fakten komme, schneide ich noch mal kurz mein größtes „Diabetes-Problem“ an: Ich habe seit geraumer Zeit Probleme damit, meine nächtlichen Blutzuckerschwankungen in den Griff zu bekommen, ein Rauf und Runter… Tagsüber glänzen die Werte dafür. Gerne würde ich mal meine Hormone dokumentiert sehen, hätte auch gerne eine Fernbedienung, um sie zu steuern. Dann könnte ich nachts vielleicht endlich mal nen gleichmäßigen Blutzuckerverlauf verzeichnen, sprich eine gerade Blutzuckerlinie auf dem Libre-Display statt heftige Mount-Everest-An- und Abstiege! Mindestens genauso gern würde ich wissen, wie viel von dem „gespritzten“ Insulin tatsächlich im Körper durchgesickert ist und wirklich so wirkt, wie man es erwartet. Nun gut… Das wäre vermutlich nicht zu realisieren und eine Wissenschaft, die nicht mal der Mediziner versteht.

Hier nun erst mal meine Diabetes-Fakten aus dem Monat Januar:

9 Diabetes-Fakten: Blutzuckerwerte, Schlaf, Stress und WohlbefindenDextro Liquid Gel

  • 3 Unterzuckerungen, eine mit Bewusstlosigkeit (seit Jahren nicht mehr erlebt)
  • 4 Dextro Liqid-Gels geschluckt
  • 15 Prozent über das Ziel hinausgeschossen (zu hohe Blutzuckerwerte gescannt, 13 Prozent davon im Zeitraum 1:00 Uhr – 6:00 Uhr)
  • 3 Mal Ketone gemessen
  • 8 Mal über meine Blutzuckerwerte „gewundert“, okay auch geärgert, einmal richtig verzweifelt
  • Schlafstörungen, mehrmaliges Aufwachen, schlechtes Einschlafen, täglich außer samstags
  • In der Früh am Aufnahme-fähigsten bis zum Abend hin, lässt es nach.
  • Stimmung zum Abend hin allerdings am besten
  • Stressfaktor insgesamt: sehr hoch!

6 Diabetes-Fakten: Essen und Aktivität

  • Zwei Mal zu hohe Werte nach dem Lauftraining, nie zu niedrige danach.
  • 7 Mal beim Laufen den wunderschönen Maschsee begegenet/mitgenommen, an dem wir uns am 6. November hoffentlich alle treffen werden.
  • 1 Mal mit dem Essen verschätzt (Blutzuckerwert hinterher zu hoch)
  • 1 Mal den Spritz-Ess-Abstand zu kurz gehalten, 2 Mal zu lang
  • Insgesamt 10 Mal Insulin-Korrektur gespritzt, darunter einmal füs Essen
  • 3 Basalratenänderungen für nachts vorgenommen

8 Diabetes-Fakten: Insunlinpumpe, Messgerät und Sensoren

  • Keinen OmniPod-Defekt
  • Einen OmniPod fast und einen Libre-Sensor beim Schwimmen verloren, da ich beide nicht richtig fixiert hatte (beide eh nur noch einen Tag benutzbar gewesen).
  • 2 Mal Hendrik den OmniPod füllen und setzen lassen
  • Early Bird Swimmer (Diabetes-Fakten und eine alte Socke)1 Mal Batterien des PDM (Fernsteuerung meiner Insulinpumpe) gewechselt (nur etwa alle drei Monate nötig)
  • 0 Mal die Lanzette gewechselt
  • 4 Mal das Blutzuckermessgerät benutzt
  • 1 Mal das FreeStyle libre aufgeladen (Akku)
  • 2 Libre-Sensoren benutzt
    • davon einen fixiert, da ich kein Tape mehr hatte, habe ich mir beim Schwimmen die Socken zerschnitten und als Armbinde benutzt. Man muss sich nur zu helfen wissen ;).
    • 4 Mal den Glukosewert, den das Libre misst, mit dem Blutzuckermessgerät gegen gemessen, alle Werte stimmten in etwa überein

8 Diabetes-Fakten: Verbrauch und Kosten

  • 3 Libre Sensoren à 60 Euro + Versand 6 Euro, insgesamt 186 Euro (reicht bis in den Februar)
  • 5 Insulinflaschen (reichen weit über den Januar hinaus): 10 Euro
  • Jahresquartal OmniPod, übernimmt die Krankenkasse
  • Eine Packung Traubenzucker am Kiosk geholt, 2 Euro
  • 3 Mal Dextro Liquid Gel, etwa 6 Euro
  • Eine neue Diabetes-Utensilien-Tasche: etwa 20 Euro
  • 4er Packung Batterien, etwa 7 Euro
  • Eine Rolle RockTape, etwa 15 Euro

Ich würde natürlich nun auch gern wissen, ob es euch ähnlich ergeht. Macht euch mal den Spaß und dokumentiert es. Am besten gleich der Krankenkasse vorlegen, damit die guten Herrschaften dort mal sehen, was es bedeutet, mit Diabetes zu leben und warum Systeme wie das CGMS oder gar „Closed-loop“ von SEHR großer Bedeutung für uns sind! Und beim dokumentieren dürft ihr bloß nicht nicht die Blutstropfen/-verschmierungen im Tagebuch vergessen und den Stift/die Stiftfarbe wechseln, sonst glauben sie euch nicht… (Sorry liebe Krankenkassen, aber dieses Unterstellungen, dass man die Werte zu ordentlich in das Blutzuckertagebuch geschrieben hätte und sie deshalb nicht glaubwürdig sind, waren echt daneben!)…

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  • Tina

    Super Artikel! Ich schreibe im März meine Daten auch mal mit. Finde ich spannend, denn man sieht wie viel Zeit der Diabetes einen kostet. Eine Frage zum Omni Pod: Wie oft musst du den austauschen? Sitzt der 3 Tage an der gleichen Stelle? Ich spiele mit dem Gedanken auf eine schlauchlose Insulinpumpe zu wechseln. LG Tina

    • Stefanie Blockus

      Oh ja, cool mach‘ das mal. Einige hatten mir auch per Mail geschrieben, dass sie das auch dokumentieren wollen.

      OmniPod kann ich nur empfehlen, sitzt bei mir 3 Tage und 8 Stunden problemlos an der gleichen Stelle, dann muss man wechseln.