Henning hat mich auf’n OmniPod gesetzt

Wer Henning ist? Typ-1-Diabetiker? Richtig! Vertreter des Außendiensts von Yposmed/mylife ;)? Nein! Obwohl, damit hätte er wohl auch gute Karriere-Chancen, denn er hat mich vom OmniPod überzeugt, voll und ganz. Die Entscheidung ist gefallen, der OmniPod wird mein neuer Wegbegleiter werden, wenn mir die Krankenkasse keinen Strich mehr durch die Rechnung macht. Toi, toi, toi… Aber dazu später mehr. Erst mal hatten Henning und ich „wichtigeres“ als Diabetes zu besprechen ;). Denn wir haben ein gemeinsames Hobby: Sport. Wobei er fuchs war und diesen gleich zum Beruf gemacht und Sport studiert hat.

Henning (29) mit CGMS und OmniPod

Henning (29) mit CGMS und OmniPod

Seine Examensarbeit hat er kürzlich abgegeben, Thema „Einfluss von regelmäßiger sportlicher Aktivität auf den Surrogat-Parameter HbA1c bei Typ 1 Diabetes mellitus“. Auf das Ergebnis bin ich mal sehr gespannt ;). Mein HbA1c-Wert hat sich ja leider nicht durch (Leistungs-)Sport verbessert. Wenn ich ehrlich bin; je intensiver ich Sport betreibe, desto schlechter die Blutzuckerwerte.

Na ja jedenfalls hat der gute Henning mir erzählt, dass er keineswegs so langweilig wie ich unterwegs ist und nur regelmäßig läuft, schwimmt, Spinning und Kraft trainiert, sondern im Prinzip schon alle Sportarten – na ja fast ;), Zwergenwerfen war nicht dabei, ausprobiert hat: Kajakpolo, Segeln, Trampolin, Windsurfen, Rettungsschwimmen, Rennrad, Badminton, Krafttraining, Tennis (auch Turniere), Golf, Turnen, Skifahren, Tauchen, Fallschirmspringen… Tauchen und Fallschirmspringen? Ja auch Tauchen und Fallschirmspringen! Sportarten, die laut Leitlinie der DDG ein Risiko für Diabetiker darstellen. Aber mit richtiger Vorbereitung und Durchführung ist auch das kein Problem, so Henning. Hey, aber immerhin habe ich ihm EMS voraus ;). Habe den Fitness-Trainer jedenfalls erst mal nach seinem Blutzuckerverhalten im Sport befragt und erfahren, dass auch „Golf ordentlich Zucker bei ihm zieht“ (man sollte das Hochschleppen des Bags auf den Berg nicht unterschätzen). Beim Tauchen (Padi OWD) nimmt Henning sicherheitshalber lieber etwas höhere Werte in Kauf und trinkt nicht nur deshalb  besonders viel, sondern auch um damit den zusätzlichen Flüssigkeitsverlust durch trockene Luft aus der Flasche und Taucherdiruese auszugleichen. Die Basalrate beim Krafttraining senkt er genau wie ich nicht ab. Mein Blutzuckerverhalten ähnelt seinem schon bei einigen Sportarten, allerdings konnten wir auch unterschiedliches Verhalten feststellen und somit leider kein Regelwerk über das Blutzuckerverhalten im Sport aufstellen ;).

Aber zum OmniPod: Seit 2011 hat er den OmniPod und nutzt diesen in Kombi mit einem CGMS. Warum er keines der beiden Systeme mehr aufgeben wird, hat er bereits in der Diabetes-Journal-Ausgabe 10/2012 verraten. Ich hatte ja auch bereits die Vor- und Nachteile vom Pod im Vergleich zur „Kabelpumpe“ für mich abgewägt, nur noch etwas Bedenken, ob denn das Pflaster wirklich gut hält, insbesondere auch beim Sport und im Wasser. Außerdem habe ich mit meinem derzeitigen Wegbegleiter ständige Verstopfungsmeldungen und die Katheter wollen nicht so richtig sitzen. Diese Probleme hat Henning eher selten.

Henning beim Fallschirmspringen mit OmniPod und CGMS

Henning beim Fallschirmspringen mit OmniPod und CGMS

Er hat mir zudem auch schon mal ein paar Tipps und Tricks zum Pod verraten, über die ich demnächst bestimmt auch noch bloggen werde. Jetzt hoffe ich erstmal, dass die Krankenkasse mir die WLAN-Pumpe auch genehmigt und ich mich dann künftig nicht mehr über den zeit- und nervraubenden (bis zu dreifach täglichen) Katheterwechsel ärgern muss, weil die Biester mal wieder nicht sitzen wollen. Aber sicherlich wird auch der Pod seine „Eigenheiten“ haben… über den lasse ich dann hier bestimmt auch meinen Frust ab ;).

Zurück zu Henning: Im April 2013 plant der Wahnsinnige 😉 weitere Fallschirmsprünge in Madrid, diesmal im Dreier-Team: Henning, OmniPod und Navigator. Henning wird das auf einem Video festhalten. Wir dürfen also gespannt sein. Na mal sehen, ob der Navigator auch so viel Spaß dabei hat wie er? Aber Henning ist zuversichtlich. Beim Skifahren auf dem Gletscher Saas Fee (3000 Meter Höhe) sind ihm Pod und CGMS ja auch treu geblieben… halt euch auf dem Laufenden ;).

Geteilte Freude ist doppelte Freude!Share on Google+Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on Pinterest
  • Na, dann viel Glück!

    • :/ Na das klingt ja überzeugt und freundlich ;). Ich kenne deine Einstellung dazu aber hattest du den auch getestet?

  • Anonymous

    wie ist denn seine einstellung dazu

  • Erst einmal: Ich habe das nicht ironisch gemeint! Eine neue Pumpe ist wie eine Ehe für vier lange Jahre, das muss schon irgendwie passen.

    Bei mir ist es halt so: Nach einem langen Lauf (> 30 km) muss ich den Katheter wechseln, da die Stelle wohl durch die Bewegung in ihrer Resorptionsfähigkeit nachgelassen hat. Das ist bei mir ein Problem des Laufens und tritt beim Fahrradfahren oder Skifahren nicht auf. Ich bin mir halt nicht sicher, ob ich dann auch immer das Patchteil wegwerfen würde, z. B. wenn ich das ganze erst zwei Stunden vorher gesetzt hätte (bei dem Gedanken an die Kosten würde mir übel werden). Und auch sonst, würde ich – vorsorglich – das Patchteil wechseln, wenn die Insulinwirkung nicht wie gewünscht ist?

    Ich kenne zwei laufende Sportler, die das ähnlich beurteilen. Der eine trägt seit drei Jahren eine Omnipod, die andere, eine in unserer Szene bekannte Buchautorin ;-), hat den Omnipod mehrere Wochen Probe getragen. Der eine freut sich darauf, dass er bald eine „normale“ Pumpe tragen darf, die andere hat sich gegen ein Weitertragen entschieden.
    Henning ist der erste ernstzunehmende Sportler, von dem ich lese, dass er überhaupt einen Omnipod trägt – aber ist er auch schon einen Marathon damit gelaufen?

    Auch muss ich beim Laufen das Bedienteil mit mir rumschleppen, denn ich passe durchaus zwischendurch meine Basalrate an. 🙁

    Daneben ist das gesamte Konzept mit Blick auf unsere Umwelt (alle Recyclingversprechen der Firma in Ehren) ein Unding. Allein schon dieser Grund reicht für mich, um gerne auf eventuelle Bequemlichkeiten zu verzichten. Bei all dem Müll, den ich mit meiner Therapie bisher schon produziere, wird mir schlecht (auch darum benutze ich Reservoire und Katheterschläuche doppelt, wechsle den Navigator-Sensor, obwohl er bezahlt wird, so selten wie möglich).

    Jetzt schalte ich aber den Papageien-Modus aus und wünsche nur noch einen schönen Abend!

  • Danke du Papagei ;D. Ja, ich tue mich auch schon seit langem sehr schwer mit der Entscheidung, wie du ja weißt und ich bin hin- und hergerissen. Es ist eine wichtige Entscheidung fürs Leben, ich weiß! Leider ist es bei mir so, dass ich den Katheter momentan bis zu dreimal täglich wechseln muss. Nach dem Sport habe ich ständig Blut im Katheter, egal ob Spinning, Laufen, Schwimmen oder Kraft und egal ob eine Stunde oder vier. Mittlerweile nervt es echt und es bringt mich in Rage! Wir finden keine Lösung… ständig auch im Sitzen/Stehen/Liegen Verstopfung, blutig oder es kommt kein Insulin an. Deshalb hatte ich von Teflon- auf Stahlkatheter gewechselt. Lief zumindest etwas besser, weil die immerhin nicht abknicken. Habe sämtliche Katheter und Spritzbereich ausprobiert (ja neben dem Oberarm sogar die Wade)… es läuft vorne und hinten nicht.

    Ich bin auch geizig mit Teststreifen/Insulin und co und eigentlich auch mit Kathetern… aber wenn kein Insulin ankommt und die Werte in die Höhe gehen, muss ich nun mal wechseln. Weiß mir langsam keinen Rat mehr! Hab nun etwas mit Wärme gearbeitet, sprich Wärmflasche auf den Katheter gelegt… klingt bescheuert, aber hatte das Gefühl, es hilft ein wenig und das Insulin wirkt besser… Na ja und dahingehend setze ich auch ein bisschen auf den OmniPod. Mit dem CGM-Sensor komme ich auch besser klar als mit Kathetern, obwohl der ein riesiges Monster ist. Es wärmt irgendwie die Einstichstelle, meine Durchblutung funktioniert vielleicht auch nicht mehr so richtig? Beim Schwimmen und nach dem Schwimmen habe ich Top-Werte. Ebenso nach der EMS oder nach Massagen.

    Wenn du Tipps für mich hast, bin ich für diese wie immer sehr dankbar. Weißt ja, dass mir deine Erfahrung bisher immer sehr viel weitergeholfen hat (beispielsweise TBR-Absenkung vorm langen Lauf/Wettkampf und co…).

    Ich habe bisher von positiven als auch negativen Erfahrungen mit dem Pod gehört… Ach man… ich weiß überhaupt nichts mehr… vielleicht bleibt doch nur noch der Port? Lieben Gruß und DANKE!!!

  • Hi Steff.

    Um das Pflaster auf der Haut würde ich mir keine Sorgen machen, das Zeug hält. Was beim alten Pod ( Dummypod ) nicht gehalten hat war die Verbklebung Pod-Pflaster. Das hat kein Maxine-Zertifikat bekommen. Beim neuen Pod ist das gelasert. Ob das besser ist kann ich nicht beantworten.

    Was man bevorzugt ist eigentlich egal, jeder hat seine Existenzberechtigung. Das ist wie bei den Smartphones.
    Was mir persönlich zu denken geben würde, ist der Umstand deiner Katetherproblematik denn den Pod gibt es nur mit 6mm Teflonkanüle.
    Bei einem Kabelsystem wird die Kanüe gewechselt, beim Pod ist der Pod weg.
    Und je nach Zeitraum auch entsprechend Insulin. Denn den Pod kann man nun mal kein zweites Mal setzen.
    Meine 5 Cent 🙂

    Setzt Dich doch einfach mit mylife in Verbindung und klär das. Ich bin mir sicher, das Dir eine adäquate Menge an Pods für Real-Life-Tests zur verfügung gestellt werden.

    Gruß

    André

    • Hi André,
      ich stehe bereits in Kontakt mit mylife/Ypsomed und bin auch über die 6mm-Teflon-Kanüle informiert. Mir bereitet das Ganze auch etwas Bauchschmerzen ;/… Es muss sich aber definitiv was ändern, denn momentan läuft die CSII mal gar nicht rund… Eigentlich kann man schon von einer CSII+ICT-Misch-Therapie sprechen. Es nervt nur noch. Nun gut, hab mich entschieden und letztendlich bleibt mir keine Wahl… Zur Animas gibt es auch keine Zauberkatheter. Bin ratlos und hoffe nur, dass das Ganze nicht doch noch zum Insulinport führt… Lieben Gruß und Danke für deine hilfreichen Worte!
      Lieben Gruß
      Steff

  • Anonymous

    Ganz schön rege die Diabetes Community : ) Finde ich sehr gut. Sowohl den Artikel als auch den Kommentar von Andreas. Du hast definitiv recht, Andreas, gar keine Frage. Das sind alles Punkte, die ich tatsächlich genauso sehe. Aber ich habe mich trotzdem dafür entschieden, weil das System zu mir passt und mir keine Probleme bereitet. Ich trage die Pods außer in Ausnahmefällen immer die kompletten 3 Tage+ 8 Stunden. Sie einfach leichtfertig mal kurz abzumachen, ohne einen triftigen Grund, und einen Neuen zu benutzen kommt für mich nicht in Frage. Sowohl auf Grund der Kosten, als auch auf Grund der Umweltproblematik. Ich schicke alle Pods zum Recyclen. In welchem Umfang das tatsächlich geschieht weiß ich natürlich auch nicht genau.

    Was das Laufen betrifft steht ganz klar fest: Vollkommen richtig, ich bin kein Marathonläufer und verfüge hier über keinerlei Erfahrungen. Laufe nicht länger als 10-15 Kilometer, vielleicht kommt das noch. Auch wie der Pod sich bei Marathonläufen verhält, kann ich nicht beurteilen. Dazu kommt, dass ich ja erst seit etwa 6 Jahren Diabetes habe und deshalb auch nicht über die Erfahrungen von vielen von euch anderen Sportlern mit Diabetes verfüge, die ihr über viele Jahre hinweg gesammelt habt.

    Da ich kein Vertreter von Ypsomed bin, hehe, steht ganz klar fest, dass das System für MICH gut funktioniert, ich aber keinem leichtfertig einfach rate, dass er den Pod verwenden soll. Das liegt schon in der Verantwortung eines jeden Einzelnen, sich ausführlich zu informieren und zu testen, welche Pumpe für ihn am besten ist. Das habe ich auch jedem, der mich angeschrieben hat, so geantwortet. Insofern finde ich den Beitrag von Andreas hier sehr gut, da er meinen nicht gewollten „Podhype“ relativiert, indem er anmerkt, dass der Pod vielleicht für Leistungssportler nicht unbedingt geeignet ist.

    Trotz allem hat natürlich das Sportstudium mit Diabetes dazu geführt, dass ich sehr viele unterschiedliche Sportarten ausprobiert habe, die alle ihre ganz eigenen Einflüsse auf den Blutzucker haben. Insofern stellt mein Erfahrungsbericht nur meine persönliche Situation dar.

    Für mich persönlich passt der Pod, weil ich kaum Probleme mit verstopften Podkathetern habe, und ich ihn tatsächlich auch fast immer die vollen drei Tage tragen kann. Er klebt halt einfach auf Bein oder Arm, und ich vergesse ihn die meiste Zeit des Tages. Das empfinde ich als sehr angenehm. Wie auch den Umstand, dass wenn man in der Schule mal was vormachen muss, z. B. Reckturnen oder Sonstiges, er mich halt einfach nicht stört und ich nichts an – oder abkoppeln muss.

    Das Fazit daraus: Für meine Sportarten und Lebenssituation habe ich gute Erfahrungen mit dem Omnipod gemacht. Ob das in 3 Jahren immer noch so ist, darüber werde ich weiter berichten.
    Andreas: Finde ich super, dass du relativierst und auf mögliche Probleme und Eigenheiten, insbesondere auch bei Leistungssport, hinweist!
    Steff: Ich bin ja nicht die einzige Quelle, die du bei deiner Entscheidung einbezogen hast. Aber da du ja mit den anderen Pumpen, sprich deine extrem häufigen, benötigten Katheterwechsel, ohnehin schon Probleme hast, dann kann es doch eigentlich nur besser werden, oder?! Also ist es, denke ich, keine schlechte Idee, ein anderes System auszuprobieren. Den Pod dreimal am Tag zu wechseln, ist natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Du hast den Pod doch schonmal getestet. Wie war da denn die Kathetersituation??

    Hoffen wir mal, dass möglichst viele Leute die unterschiedlichen Perspektiven hier lesen, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen…
    Liebe Grüße an euch alle!

    Henning

    • Hi Henning,
      danke auch dir für den Kommentar, bin froh über JEDEN einzelnen, auch wenn die Kommentare mir teilweise Bauchschmerzen bereiten, weil ich eventuell doch die falsche Entscheidung getroffen habe? Es wird sich zeigen. Halte die Animas und den OmniPod für die besten Pumpen, die derzeit auf dem Markt verfügbar sind. Postitives und Negatives habe ich über beide Modelle gehört. Der Pod ist etwas neues für mich und hat den Test gut bestanden. Allerdings habe ich die Animas nie getestet und habe somit keinen Vergleichswert. Natürlich habe ich Bedenken und Sorge, dass der Pod nicht richtig sitzt, ich diesen ständig neu setzen muss… das geht natürlich GAR NICHT! Dann muss ich sehen wies weiter geht :/. Niemand kann mich zu irgendetwas überreden, das hast du nicht getan Henning. Du kannst nur aus deiner Erfahrung sprechen, so wie Andreas aus seiner und ich aus meiner… also „nor risk no fun“… oder wie war das?
      Nur blöd, dass es so eine verdammt wichtige Entscheidung fürs Leben ist…
      Lieben Gruß
      Steffi

  • DU solltest unbedingt die Möglichkeit bekommen, den Pod zu testen. Da stimme ich Henning zu. Wenn’s funktioniert: fantastisch! Du hast das mehr als verdient.

    Nur ohne ausgiebigen Test solltest Du Dich nicht auf vier Jahre festlegen. Denn, ganz naiv gesagt, was ist denn der Pod letztlich anderes – natürlich nur hinsichtlich der Verstopfungsproblematik! – als ein Teflon-Katheter, der mit einer Setzhilfe platziert wird?
    Ein einmonatiges Leihsystem mit Pods sollte doch in Deiner Situation drin sein, das geht bei „normalen“ Pumpen doch auch …

    Henning, vielen Dank für Deine verständnisvollen Beiträge! Dein Diskussionsstil ist vorbildlich, da kann ich was lernen!

    Liebe Grüße,
    Andreas

    • Hi Andreas, du schreibst hier etwas von vier Jahren, meine Ärztin und andere Betroffene meinen, dass man sich „neuerdings“ für viel längere Zeit auf eine Punpe festlegen muss, eigentlich bis sie nicht mehr funktioniert/“ein Leben lang“.
      LG Steff

  • Anonymous

    Danke : ) Das ist nett. Würde euch gerne mal alle persönlich kennenlernen. Kann leider nicht am Diabetestag in Hannover. Hole ich nach! Finde ich auch, dass sollten sie dir auf jeden Fall zugestehen, es einen Monat lang auszuprobieren. Das muss doch möglich sein?!
    Habe gerade im DJ (S. 6) das ultimative System für dich entdeckt, Steff. Mit Ultraschall. Wo kein Katheter da kein verstopfter Katheter. Schade, dass es noch nicht auf dem Markt ist. Aber die Tests sind wohl vielversprechend. Es gibt also immer einen Hoffnungsschimmer…
    Lg Henning

    • Ihr Lieben, ich danke euch. Einen Pod-Dummy hatte ich ja bereits getestet. Leider bleibt mir keine Zeit mehr für einen Test über 1-2 Monate. Also toi, toi, toi… Von dem „ultimativem System“ habe ich auch gelesen ;), muss ich mir, wenn ich zu Hause bin noch mal genauer anschauen, hatte es bisher nur überflogen. Aber bis das wieder auf dem Markt ist, haben wir bestimmt mindestens noch 10x Weltdiabetestag gefeiert. Na ja klar Hoffnung gibts schon noch. Zur Not Diaport. Aber a pro pos Weltdiabetestag: Ist denn jemand von euch in Berlin dabei, wenn nicht in Hannover? Lieben Gruß Steff

  • Huhu Steff,

    ich habe jetzt auch mal den OmniPod beantragt. Bin ja bisher keine Pumpenträgerin, hab also noch keine Erfahrung, würde aber ein System mit Schlauch kategorisch für mich ablehnen.
    Bin mal gespannt ob ich´s genehmigt kriege. Beim Probetragen hat das Teil bei mir keine 3 Tage gehalten. Nach dem zweiten Vollbad hat das Pflaster nicht mehr mitgemacht und hängen geblieben bin ich auch ständig (hatte es am Bauch). Aber ich denke ich könnte mich an den Umgang damit gewöhnen. Wir werden sehn.
    Ich drück Dir die Daumen! 😉

    Liebe Grüße Shiva

    • Liebe Shiva, ich drücke die Daumen, dass dir der Pod genehmigt wird! Bei welcher Krankenkasse bist du denn? Und du hast dich trotz der Probleme dafür entschieden?

      Kann dir auf jeden Fall Fixomull-Pflaster empfehlen, die du über den Pod kleben kannst. Die verwende ich auch für den CGM-Sensor, nur damit hält der bei mir bombenfest.

      Drücke die Daumen, dass der MDK dir kein Strich durch die Rechnung macht. Ich habe gerade die Tagebücher reisefertig gemacht.,,, jetzt heißt es wieder Beten…

      Lieben Gruß und danke
      Steff

    • Warum ich mich trotzdem dafür entschieden hab? Ich habe keine wirklichen Alternativen. Bei meinem Arzt gibt es bisher noch keinen Patchpumpenträger, erst durch meine Initiative ist da überhaupt mal ein Vertreter gekommen und auch der Arzt hat das zum ersten Mal gesehen. Es war schon schwierig genug das anzuleiern. Bis ich jetzt noch andere Firmen durchprobiert hätte, dauert es zu lange, bei mir drängt die Zeit. Eine Pumpe mit Schlauch habe ich immer abgelehnt, das käme also gar nicht in Frage und ICT kann ich immer noch machen wenns nicht funktioniert mit dem Pod.
      Ich möchte die Pumpe eigentlich nur im Hinblick auf noch eine Schwangerschaft, und damit möchte ich eben nicht allzu lange warten und die neue Therapie sollte ja dann schon ein Weilchen gut laufen bevor ich „ansetze“. Ansonsten komm ich ja mit der ICT gut klar. Vielleicht seh ich das anders wenn ich mal ein Weilchen eine Pumpe hatte, aber im Moment vermiss ich nichts. 😉
      Ich denke die Pflastergeschichte ist ne Kleinigkeit, daran sollte es nicht scheitern, zum Beispiel mit Deinem Fixomull. (Danke für den Tipp!)
      Da ich noch nie eine Pumpe hatte geh ich halt wesentlich freier an die Sache ran, das ist schon anders als bei Dir. Dann kann ich vielleicht bald mitmeckern. *g*

      LG Shiva

    • Achso, vergessen zu erwähnen, ich bin bei der AOK Plus.

    • Ah ja okay, meine Frage war auch blöd gestellt. Besser so: Warum möchtest du keine Pumpe mit Schlauch? Wahrscheinlich auch, weil man sich so „gefangen“ fühlt? Mir war auch wichtig, dass die neue Pumpe wasserdicht ist. Mit ICT lief bei mir alles quer, weil ich dieses Dawn-Phänomen habe. Außerdem möchte ich meinen Sport nie wieder unter ICT durchführen! Man ist so unflexibel mit der Basalrate. Mit Pumpe kann ich die spontan absenken. Das liebe ich an der CSII-Therapie.

      Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass alles rund läuft mit der Verordnung, damit wir dann gemeinsam meckern können ;). Bin auch bei der AOK und eigentlich waren die bisher immer ganz fair… Fühl mich dort ganz gut aufgehoben. Aber wollen wir nicht zu früh loben ;).

      Lieben Gruß
      Steff

  • bimei

    Liebe Steff,

    jetzt muss ich doch glatt mal eben per Handy hier eine Nachricht hinterlassen, auch wenn es mir vielleicht die Finger bricht oder verknotet. 😉

    Zu Pod oder nicht Pod, Verunsicherung und Euphorie. Das ist schwierig, klar. Aber eine Entscheidung fürs Leben, ach nein.

    Deine Leidensgeschichte mit der jetzigen Pumpenart und den Kathetersorten ist doch recht ausgereizt, Du kannst jedenfalls nicht behaupten, nicht alles probiert zu haben. Also, was tun, wenn der Drops gelutscht ist? Genau, ins Glas greifen und einen neuen nehmen. Wie sich das für einen unängstlichen, aufgeschlossenen, probierfreudigen Diabetiker gehört. 😉 Wenn Du jetzt aber den gleichen Drops nochmal nimmst, obwohl andere im Bonbon-Glas sind, dann wärst Du doch blöd. Du könntest etwas verpassen. Wie der Schlauch-Drops am Ende schmeckt, weißt Du doch schon. Den noch nicht probierten Drops hast Du noch gar nicht in seiner Gänze geschmeckt, von Anfang bis Ende. Ausspucken kannste immernoch.

    Oder anders gesagt, Du hast das doch bestimmt schonmal gehört: ein Tatort, 5 Zeugen, 7 Täterbeschreibungen. Bei Schlauchpumpe oder Pod ist das doch ähnlich. 2 Pumpenarten, 5 Pumpenträger, 8 Meinungen. – Upps.

    Nur Mut und lass Dich nicht verunsichern. Wer nichts probiert, hat schon verloren. Wer etwas probiert, kann verlieren, aber auch gewinnen.

    LG
    bimei

    • Liebe/r bimei, freu mich immer von dir zu lesen und über deinen Humor. Genau aus deinen oben genannten Gründen hatte ich mich letztendlich auch endgültig für das Pod-System entschieden. Es bleibt mir irgendwie keine Wahl. Mir ist das Risiko durchaus bewusst. Natürlich bleibt die Angst, was tun, wenn die Pods nicht richtig sitzen? Ich kann die nicht so häufig wechseln wie Katheter.

      Möchte aber nicht zurück zur ICT :/. Meine Ärztin meinte, dass sie mir zur Not eine Leihpumpe aushändigt. Die Pharmaindustrie ist mir da nicht so entgegen gekommen. Aber mal ehrlich, was soll man denn machen?

      Bleibt mir nur die neuen Drops zu testen ;).
      LG Steff

  • Pingback: So ein Quatsch: Deutscher Diabetiker Tag 2012 | Staeffs (er)Leben mit Diabetes()

  • Pingback: Pump it up/ab: Störenfried Insulinpumpe?()

  • Pingback: Unio™ – Gastbeitrag über das neue Blutzuckermesssystem von Ypsomed()

  • Pingback: Pods im Postkasten: Patch-Pumpe genehmigt?()