Zu Halloween lehrt das FreeStyle Libre Blutzuckerteststreifen das Fürchten

In aller Diabetiker-Munde ist wohl derzeit das Glukose Messsystem FreeStyle Libre® von Abbott. Auch gestern im Wartezimmer im Diabetes Zentrum Hannover Nord war es das Gesprächsthema Nummer 1. Überall wo man seine Ohren hatte, hörte man: „Kennst du schon das FGM, das FreeStyle Libre?“ und „Ist das wirklich so toll?“.

Gerade vorgestern hat ja der Onlineshop von Abbott „eröffnet“, über den man das FGM beziehen kann. Hinweis: NEIN ES IST NICHT BEI MIR BESTELLBAR… Ich habe bereits einige (Bestell-)Mails von Lesern erhalten ;-D. Diese Internetseite hier ist allerdings kein (Pharma-)Unternehmen ;), sondern ein, kleiner, feiner, privater Blog, in dem kein Geld fließt, aber ganz viel „Liebe“ drinsteckt.

Jedenfalls kam auch ich gestern im Wartezimmer meines Diabetologen mit einem Typ-1-Diabetiker über das Libre ins Gespräch…

  • „Steff? Schreibst du diesen Diabetes-Blog ‚www.diabetes-leben.com‘?“
  • „Huch… Ja genau, den ’schreibe‘ ich, ja ;).“

Hab mich natürlich tierisch gefreut, dass mich besagter Typ-1-Diabetiker als Diabetes-Bloggerin erkannte und direkt ansprach. Und wie das dann halt so ist, sind wir ins „klischeehafte“;) Diabetes-Gespräch eingestiegen:

  • „Wie lange hast du schon Diabetes?“
  • „Hast du eine Insulinpumpe oder spritzt du mit Pen?“
  • „Welche Insulinpumpe trägst du und kannst du diese empfehlen“?
  • „Welches Blutzuckermessgerät nutzt du?“

Eine kleine Diabetes-Revolution? Das FreeStyle Libre von Abbott (FGM)

Bli bla blubb ;-P. Diabetiker unter sich, halt, hehe. Schon bald kam auch sie auf, DIE Frage, die zur Zeit voll angesagt ist: „Hast du schon das Freestyle Libre von Abbott getestet, bist du begeistert und bestellst du es dir?“ Ja ja ja… und ja ja ja habe ich schon bestellt. Hoffentlich kommt es bald an Land ;).

Sicher ist mein Dexcom (DexStar) derzeit noch meine Nummer eins, ABER das FGM ist wohl, wie bereits drüber berichtet, die günstigere „Alternative“ für ALLE Diabetiker. Mhh, Stopp, für Kinder NOCH nicht zugelassen, naja okay… ähm ja. Verstehe die Bedenken nicht. Mehr sag ich lieber nicht dazu. Sorry, aber ich würde es meinem Kind kaufen.

Nachdem ich dann ins Sprechzimmer von meiner Ärztin aufgerufen wurde, ging die Diskussion mit ihr weiter: Wird sich FGM etablieren? Ist das eine kleine „Diabetes-Revolution“? Ich bin mir sicher, das dem so ist. Genauso, wie ich mir ziemlich sicher bin, dass die Krankenkassen auch die Sensoren künftig zahlen werden. Denn im Verhältnis ist es deutlich kostengünstiger als Teststreifen (wir haben das in der Praxis durchgerechnet)! Und auch als „CGMS Light“ macht es sich gut. Wer nämlich auf die Alarmfunktion und die permanente Anzeige des Blutzuckerwerts auf dem Display verzichten kann (beides echten CGMS vorbehalten), bekommt für weniger als 10% des CGMS-Preises eine äußerst günstige Alternative geboten. Preisverfall ick hör dir trapsen ;).

Die Schlüsselmerkmale von FreeStyle Libre® im Überblick:

  • Das System erfordert keine Kalibrierung durch Fingerstechen
  • Der wasserdichte Einweg-Sensor kann bis zu 14 Tage an der Rückseite des Oberarms getragen werden
  • Mit einem schnellen Scan kann das Ablesen der Glukose-Messwerte so oft wie nötig oder gewünscht erfolgen
  • Jeder Scan zeigt den aktuellen Glukosewert an, einen 8-Stunden-Verlauf und die Richtung, in die sich der Glukosewert bewegt
  • Die vom System erzeugten Daten bilden die Basis, um nützliche Trends und Muster abzuleiten. Auf dieser Grundlage können Menschen mit Diabetes notwendige Änderungen in ihrer Ernährung und anderen Verhaltensweisen erkennen, um ihren Diabetes in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Diabetes-Team besser  zu behandeln

FreeStyle Libre® ist unter www.FreeStyleLibre.de bestellbar und unter der Hotline 008000 2255 232 UND NICHT BEI MIR ;-D.

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  • Stimme dir absolut zu. Tolles Teil. Werde in Zukunft sicher den ein oder andern Euro in Sensoren investieren. Hier mein Erfahrungsbericht für die die es interessiert: http://sugartweaks.de/who-wanst-to-prick-for-ever-freestyle-libre-erfahrungsbericht/

    • Stefanie Blockus

      Hey Sascha, danke für dein Link. Der Bericht ist echt ausführlich.
      @all: BITTE UNBEDINGT LESEN!

  • Stimme dir absolut zu. Tolles Teil. Werde in Zukunft sicher den ein oder andern Euro in Sensoren investieren. Hier mein Erfahrungsbericht für die die es interessiert: http://sugartweaks.de/who-wanst-to-prick-for-ever-freestyle-libre-erfahrungsbericht/

  • Barbara Glaum

    was mir gerade mal so beim Lesen auffällt – kann man die Daten auch auf PC überspielen als Dokumentation? Und um später noch mal zu kontrollieren wie man auf die Sporteinheit x bzw. den Brunch y reagiert hat und evtl. die Einstellung verbessern kann? Und hast du schon eine Ahnung, wie die Batterieleistung ist? Auf jeden Fall werde ich dir weiter „unauffällig“ folgen hier auf deinem Blog, der echt Spitze ist! 🙂

    • Stefanie Blockus

      Liebe Barbara, mein Erfahrungsbericht folgt. Mein Mann meinte, dass Freestyle Libre heute eingetrudelt ist. Morgen ist es endlich MEIN :).Bin gespannt :).

  • Barbara Glaum

    was mir gerade mal so beim Lesen auffällt – kann man die Daten auch auf PC überspielen als Dokumentation? Und um später noch mal zu kontrollieren wie man auf die Sporteinheit x bzw. den Brunch y reagiert hat und evtl. die Einstellung verbessern kann? Und hast du schon eine Ahnung, wie die Batterieleistung ist? Auf jeden Fall werde ich dir weiter „unauffällig“ folgen hier auf deinem Blog, der echt Spitze ist! 🙂

  • Jürgen Langrock

    Und trotzdem ist es ein Spielzeug, ab 300 mg/dl wird nur HI angezeigt, da bedarf es eines zweiten Gerätes, also für alle die schon mal über die 300er Grenze abschiessen, ein Teil ohne Funktion und obe die 14 Tage für den Sensor realistisch sind bezweifle ich. Von den Kosten ganz zu schweigen bei 60 Messungen in 10 Tage sind die Kosten das 1,75 fache. Erst bei 100 Messungen in 10 Tagen sind die Systeme auf einem Level. Was die Kalibrierung angeht bestehen auch Zweifel, ob die zelluäre Glukose wirklich die richtigen Werte angibt. Wer gewohnt ist auf seinem Arm zu schlafen, wird sich wundern über die „falschen“ Werte.

    • Stefanie Blockus

      Aber selbst wenn du richtig gerechnet hast: 100 Messungen in 10 Tagen, schaffe ich locker! Bin auch froh, dass der lästige Zeitaufwand für die Piekserei entfällt. Für die, die sich kein CGMS leisten können/wollen ist das FGM doch ne gute Alternative. Ich finde nämlich, dass der Trend des BZ-/Glukosewertes die BESTE Funktion am CGMS/FGMS ist. Insbesondere bei Sport-Wettkämpfen EIN TRAUM! Ich würde NIE wieder einen Marathon ohne CGMS (ohne den BZ-Lauf/Trend zu kennen) laufen wollen, habe das einmal gemacht und nie wieder! Ich weiß auch, dass ein FGMS kein CGMS ist, aber eben auch kein BZ-Messgerät… Letzteres ist übrigens auch kein Labor! Und genaugenommen weißt du ja nicht mal, ob du dich auf letzteres 100 pro verlassen kannst. Auch schon vorgekommen…

      • Stefanie Blockus

        Das „auf dem Arm schlafen“ werde ich natürlich testen :). Danke für den Hinweis.

  • Jürgen Langrock

    Und trotzdem ist es ein Spielzeug, ab 300 mg/dl wird nur HI angezeigt, da bedarf es eines zweiten Gerätes, also für alle die schon mal über die 300er Grenze abschiessen, ein Teil ohne Funktion und obe die 14 Tage für den Sensor realistisch sind bezweifle ich. Von den Kosten ganz zu schweigen bei 60 Messungen in 10 Tage sind die Kosten das 1,75 fache. Erst bei 100 Messungen in 10 Tagen sind die Systeme auf einem Level. Was die Kalibrierung angeht bestehen auch Zweifel, ob die zelluäre Glukose wirklich die richtigen Werte angibt. Wer gewohnt ist auf seinem Arm zu schlafen, wird sich wundern über die „falschen“ Werte.

  • bea

    Ich hoffe, dass dies der Anstoß ist und weitere Geräte von verschiedenen herstellern folgen werden…das erste seiner Reihe hat sicher „Kinderkrankheiten“ – bleibt nicht aus…aber für mich ist es der Beginn einer kleinen revolution…wenn die fingerchen von meinen kleinen nach so vielen Jahren stechen zur ruhe kommen könnten

    • Stefanie Blockus

      Hey Bea, sehe ich ganz genauso, bin auch gespannt, was da noch kommt und bin mir auch sehr sicher, dass da noch was kommt. Die Mitbewerber müssen nachziehen oder die CGMS günstiger werden.

  • bea

    Ich hoffe, dass dies der Anstoß ist und weitere Geräte von verschiedenen herstellern folgen werden…das erste seiner Reihe hat sicher „Kinderkrankheiten“ – bleibt nicht aus…aber für mich ist es der Beginn einer kleinen revolution…wenn die fingerchen von meinen kleinen nach so vielen Jahren stechen zur ruhe kommen könnten 😊

  • rebecca

    Das sind ja wirklich erfreuliche Nachrichten für Diabetiker.
    Könntest du zum späteren Zeitpunkt mitteilen, ob dieses neuartige Mess-System mit den gängigen CGMS-Systemen mithalten kann? Etwas skeptisch bin ich ehrlich gesagt schon noch, nachdem die Kalibrierung wegfällt…Aber wenn dies möglich ist: gigantisch.
    Mit Sicherheit wird im Laufe der Zeit die Kostenübernahme – bei Typ-I Diabetikern- von Teststreifen auf Sensoren übergehen.
    Bin auf jeden Fall gespannt auf dein Feedback.
    LG

    • Stefanie Blockus

      Hey Rebecca, die Unterschiede hatte ich erklärt: http://www.diabetes-leben.com/2014/08/flash-glucose-monitoring-von-abbott-das.html (Link hatte ich dir glaube ich auch geschickt). Es ist halt kein CGMS, ich bezeichne es gern als „Light-Variante“. Aber ich werde nun erst mal ausgiebig testen und dann weitersehen. Sorge macht mir das Pflaster, Sascha hatte ja in seinem Erfahrungsbericht (siehe unten) dazu schon berichtet. Bin aber in erster Linie auf die Genauigkeit gespannt. Zu starke Abweichungen vom Labor sind Mist. Werde Messgerät, Libre und Labor gegenchecken lassen. Liebe Grüße Steff

  • rebecca

    Das sind ja wirklich erfreuliche Nachrichten für Diabetiker.
    Könntest du zum späteren Zeitpunkt mitteilen, ob dieses neuartige Mess-System mit den gängigen CGMS-Systemen mithalten kann? Etwas skeptisch bin ich ehrlich gesagt schon noch, nachdem die Kalibrierung wegfällt…Aber wenn dies möglich ist: gigantisch.
    Mit Sicherheit wird im Laufe der Zeit die Kostenübernahme – bei Typ-I Diabetikern- von Teststreifen auf Sensoren übergehen.
    Bin auf jeden Fall gespannt auf dein Feedback.
    LG

  • Rainer Stichweh

    Hi Steff,
    auf dem „Pumpenabend“ deiner Diabetespraxis (Du warst nicht da?) neulich kam das Freestyle libre leider etwas zu kurz. Da ich noch nicht in einen CGM-Genuss komme, bin stark am libre interessiert. Habe mir auch gerade Sascha’s ersten Erfahrungsbericht durchgelesen, klingt gut.
    Aber habe ich dann eigentlich 2 verschiedene Softwares auf meinem PC, eine für die Pumpe (Combo) mit den Insulinabgaben und eine für das Freestyle mit den Blutzuckerwerten?
    Außerdem müsste ich dann ja auch wieder den Bolusrechner, der jetzt noch bequem gespeichert ist, selbst auswendig lernen, damit ich die richtigen Korrektureinheiten abgebe. Aber das habe ich ja vor der Pumpe auch leisten müssen, könnte ich also wieder lernen können.
    Sport, schwitzen, Abkühlung im See etc. scheint ja alles easy zu sein. Nur die Sauna hat ja mehr als die angegebenen 45 °C, also nach dem Sport Kühlwaschlappen mitnehmen.
    Werde das alles mal weiter interessiert verfolgen und dann beim nächsten Besuch im Diabeteszentrum ansprechen. Die Zeit halte ich noch aus, hoffentlich.
    Heute habe ich auch einen Newsletter zur neuen AccuCheck Insight bekommen. Werde ich auch mal weiter verfolgen. Es gibt doch gute Nachrichten für uns.
    LG

    • Stefanie Blockus

      Lieber Rainer, eigentlich wäre ich da gewesen (war am Stand von Nintamed eingeplant), aber hatte leider einen MC-Schub :/, zudem einen verstauchten Fuß. Die Kombi ist fies ;). Wie das mit dem Auslesen/der Software funktioniert weiß ich noch nicht, … . Aber klar bei der Combo hast du das alles schön zusammen, wie ich das auch beim OmniPod der Fall ist. Messgerät=Steuerung der Insulinpumpe. Aber mir reicht ehrlich gesagt die Übersicht der Messwerte. Den Bolusrechner benutze ich nicht.

      Ja und die Accu-Chek Insight… NL hatte ich auch schon von gelesen. Aber ich möchte gern schlauchlos bleiben. Na ja aber das Wort „schlauchlos“ darf man gegenüber AC nicht erwähnen. Bei mir ist das Insulin im Schlauch immer „hängen geblieben“ das lief nicht durch. Hört sich komisch an, ist aber so ;). Seit OmniPod viel bessere Werte!

      Liebe Grüße
      Steff

  • Rainer Stichweh

    Hi Steff,
    auf dem „Pumpenabend“ deiner Diabetespraxis (Du warst nicht da?) neulich kam das Freestyle libre leider etwas zu kurz. Da ich noch nicht in einen CGM-Genuss komme, bin stark am libre interessiert. Habe mir auch gerade Sascha’s ersten Erfahrungsbericht durchgelesen, klingt gut.
    Aber habe ich dann eigentlich 2 verschiedene Softwares auf meinem PC, eine für die Pumpe (Combo) mit den Insulinabgaben und eine für das Freestyle mit den Blutzuckerwerten?
    Außerdem müsste ich dann ja auch wieder den Bolusrechner, der jetzt noch bequem gespeichert ist, selbst auswendig lernen, damit ich die richtigen Korrektureinheiten abgebe. Aber das habe ich ja vor der Pumpe auch leisten müssen, könnte ich also wieder lernen können.
    Sport, schwitzen, Abkühlung im See etc. scheint ja alles easy zu sein. Nur die Sauna hat ja mehr als die angegebenen 45 °C, also nach dem Sport Kühlwaschlappen mitnehmen.
    Werde das alles mal weiter interessiert verfolgen und dann beim nächsten Besuch im Diabeteszentrum ansprechen. Die Zeit halte ich noch aus, hoffentlich.
    Heute habe ich auch einen Newsletter zur neuen AccuCheck Insight bekommen. Werde ich auch mal weiter verfolgen. Es gibt doch gute Nachrichten für uns.
    LG

  • Stefanie Blockus

    Hey Sascha, danke für dein Link. Der Bericht ist echt ausführlich.
    @all: BITTE UNBEDINGT LESEN!

  • Stefanie Blockus

    Liebe Barbara, mein Erfahrungsbericht folgt. Mein Mann meinte, dass Freestyle Libre heute eingetrudelt ist. Morgen ist es endlich MEIN :).Bin gespannt :).

  • Stefanie Blockus

    Aber selbst wenn du richtig gerechnet hast: 100 Messungen in 10 Tagen, schaffe ich locker! Bin auch froh, dass der lästige Zeitaufwand für die Piekserei entfällt. Für die, die sich kein CGMS leisten können/wollen ist das FGM doch ne gute Alternative. Ich finde nämlich, dass der Trend des BZ-/Glukosewertes die BESTE Funktion am CGMS/FGMS ist. Insbesondere bei Sport-Wettkämpfen EIN TRAUM! Ich würde NIE wieder einen Marathon ohne CGMS (ohne den BZ-Lauf/Trend zu kennen) laufen wollen, habe das einmal gemacht und nie wieder! Ich weiß auch, dass ein FGMS kein CGMS ist, aber eben auch kein BZ-Messgerät… Letzteres ist übrigens auch kein Labor! Und genaugenommen weißt du ja nicht mal, ob du dich auf letzteres 100 pro verlassen kannst. Auch schon vorgekommen…

  • Stefanie Blockus

    Das „auf dem Arm schlafen“ werde ich natürlich testen :). Danke für den Hinweis.

  • Stefanie Blockus

    Hey Bea, sehe ich ganz genauso, bin auch gespannt, was da noch kommt und bin mir auch sehr sicher, dass da noch was kommt. Die Mitbewerber müssen nachziehen oder die CGMS günstiger werden.

  • Stefanie Blockus

    Hey Rebecca, die Unterschiede hatte ich erklärt: http://www.diabetes-leben.com/2014/08/flash-glucose-monitoring-von-abbott-das.html (Link hatte ich dir glaube ich auch geschickt). Es ist halt kein CGMS, ich bezeichne es gern als „Light-Variante“. Aber ich werde nun erst mal ausgiebig testen und dann weitersehen. Sorge macht mir das Pflaster, Sascha hatte ja in seinem Erfahrungsbericht (siehe unten) dazu schon berichtet. Bin aber in erster Linie auf die Genauigkeit gespannt. Zu starke Abweichungen vom Labor sind Mist. Werde Messgerät, Libre und Labor gegenchecken lassen. Liebe Grüße Steff

  • Stefanie Blockus

    Lieber Rainer, eigentlich wäre ich da gewesen (war am Stand von Nintamed eingeplant), aber hatte leider einen MC-Schub :/, zudem einen verstauchten Fuß. Die Kombi ist fies ;). Wie das mit dem Auslesen/der Software funktioniert weiß ich noch nicht, … . Aber klar bei der Combo hast du das alles schön zusammen, wie ich das auch beim OmniPod der Fall ist. Messgerät=Steuerung der Insulinpumpe. Aber mir reicht ehrlich gesagt die Übersicht der Messwerte. Den Bolusrechner benutze ich nicht.

    Ja und die Accu-Chek Insight… NL hatte ich auch schon von gelesen. Aber ich möchte gern schlauchlos bleiben. Na ja aber das Wort „schlauchlos“ darf man gegenüber AC nicht erwähnen. Bei mir ist das Insulin im Schlauch immer „hängen geblieben“ das lief nicht durch. Hört sich komisch an, ist aber so ;). Seit OmniPod viel bessere Werte!

    Liebe Grüße
    Steff

  • Jörg

    Hallo Steff,
    bin gespannt auf deine Erfahrungen mit dem neuen Sensor. Z.Zt kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass er ohne Kalibrierung 2 Wochen genau anzeigt.

    Gruss Jörg

    • Stefanie Blockus

      Huhu Jörg, also bisher bin ich über die Messgenauigkeit (Abgleich auch zweimal mit Labor) sehr zufrieden :). Aber, ich teste noch weiter. Liebe Grüße Steff

      • Barbara Glaum

        Ich habe den Sensor jetzt seit Donnerstag abend liegen und bei mir funktioniert es nicht wirklich mit der messgenauigkeit… Bin ganz traurig, aber Abweichungen von über 100mg/dl sind absolut indiskutabel für ein einigermaßen akzeptables Diabetesmanagement. Von den „falschen“ Werten abgesehen ist das Teil ein Traum – auch wenn ich als alleinlebender Typ1 die Alarme eines CGM und die Kommunikation mit der Pumpe bevorzugen würde…

        • Stefanie Blockus

          Mhh Schade, also bei mir passt das super, nur etwa 30-40 mg/dl Abweichungen. Hab aber auch von anderen gehört, dass sie ebenfalls Probleme hatten. Hast du mit dem Labor „kalibriert“ oder mit einem extra Blutzuckermessgerät? Und mit dem Libre mal nen Blutzuckertest mit Kontrolllösung gemacht? Was kam dabei raus? ich hatte diese starken Abweichungen damals mit dem ersten Freestyle Navigator. Deswegen ist das nicht mein Gerät und war froh über das Dexcom. Man muss halt schauen, was zu einem „passt“.

        • Helmut

          Habe das Gerät seit 2 Wochen:
          Die Sensormessung ergibt bei mir zwischen 10 und 40 mg/dl weniger als mit Blut/Teststreifen (mit dem selben Gerät), wohlbemerkt 10 Min später gemessen zwecks Vergleichbarkeit Zwischenzellflüssigkeit/Kapillarblut.
          Die Überprüfung mit Kontrolllösung ergab keinen Gerätefehler, wobei in der Anleitung Messzielbereiche genannt werden, die m.E. recht breit sind (toleriert werden rund +/- 25% um einen Mittelwert!).
          Sind alle Messmethoden/geräte so großzügig bzw. ungenau? Fühle mich jetzt doch etwas verunsichert.

  • Jörg

    Hallo Steff,
    bin gespannt auf deine Erfahrungen mit dem neuen Sensor. Z.Zt kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass er ohne Kalibrierung 2 Wochen genau anzeigt.

    Gruss Jörg

  • Michael Kober

    Hallo miteinander..
    Ich habe das Freestyle Libre jetzt 2 Tage.
    Und ich halte es wirklich für eine Revolution.
    Ich hatte schon an Studien mit dem Urahn aller CGM’s der Ulmer Zuckeruhr als Testproband teilgenommen und viele Jahre später an einer Langzeitstudie mit dem Freestyle Navigator. Ich habe mich dann aber leider wieder in den Finger pieksen müssen.
    Das Freestyle libre ist kein CGM.
    Es aber nur als „Ersatz“ für arme Leute zu sehen wird dem Libre nicht gerecht. Es hat nämlich im Vergleich zu CGM’s nicht nur ein Minus wegen fehlender Alarmfunktion, nicht permanenter Sichtbarkeit des BZ-Wertes und mangelnder Anbindung an Pumpen. Es hat gegenüber CGM’s eine ganze Reihe Vorteile:
    – Der Preis
    – Hoffentlich wird es auf Sicht von allen Kassen wegen des Preises auch verschrieben
    – hoffentlich steht es damit nicht nur einzelnen sondern wirklich einer breiten Masse zur Verfügng
    – Der Aufwand, der zu treiben ist, ist im Vergleich zum CGM minimal:
    Kein ständiges kalibrieren, das dann auch noch in irgendwelchen unmöglichen Zeitfenstern stattfinden muss
    Keine Alarme oder Fehlalarme wegen abgebrochener Verbindungen oder sonstiges
    Kein Zwang, den Empfänger ständig bei sich zu haben, ohne Aufzeichnungslücken riskieren zu müssen
    Keine Dreiteiliung Sensor – Sender – Empfänger. Der Sensor ist gleichzeitig Sender. Ich sehe das als wichtig, denn ich habe schon den Sender des Navigators verloren und wiedergefunfen. Wenn Sender und Empfänger relativ teuer sind, kann man sich einen Verlust nicht leisten. Oder wenn der eingebaute nicht auswechselbare Akku kapputt ist, brauche ich ein neues Gerät. ….Unbezahlbar. Aber wenn das Libre gerade mal 65,- Euro kostet, ist eine Neuanschaffung verwundbar.

    Für wichtig halte ich es im Libre den Bolusrechner zu aktivieren, auch wenn man ihn nicht benutzen kann (ohne sich wieder in den Finger stechen zu müssen) (Code CAA1C, wie beim Insulinx), denn nur so kann noch aktiv wirkendes Insulin angezeigt werden.
    Schade find ich, dass beim Langzeitinsulin die Dosis nicht gespeichert und angezeigt wird.

    Die Funktion Ereignisse einzutragen, finde ich sehr gut gelöst und sehr praktikabel.

    Das Libre wird andere Denkmuster in der Behandlung des Diabetes hervorbringen, frühere, schnellere aber auch geringere Korrekturen, Denken in Kurven nicht in einzelnen Werten, …

    Für mich ist das Libre die Sensation in der Diabetesbehandlung dieses Jahr.
    Jetzt warte ich nur noch auf das „smarte Insulin“. dann bin ich vollständig glücklich 😉

    Liebe Grüße
    Michael.

    • Stefanie Blockus

      Hey Michael, vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht hier im Blog und deine „Geheimtipps“, beispielsweise der mit dem Bolusrechner. Sehe das recht ähnlich wie du. Möchte allerdings noch ein paar Tage weiter testen, bevor ich meinen Erfahrungsbericht schreibe und meine Schlüsse ziehe.

      Bin definitiv sehr positiv überrascht. Momentan vergleiche ich das Libre (FGMS) direkt mit dem Dexcom (CGMS). Ich habe sogar die Zeit gestoppt, wie lange ich fürs Sensor setzen der Systeme brauche ;). Für mich st es wichtig, dass es auch schnell geht. Auch hierbei liegt das Libre vorn. Dennoch hat es auch den ein oder anderen entscheidenden Nachteil, den ich aber erst noch ein paar Tage testen möchte.

      In Kürze werde ich auf jeden Fall meine Meinung hier im Blog veröffentlichen.

      Hattest du jetzt nach den Studien kein CGMS mehr? Warst du zufällig auch Proband der Freestyle-Navigator.Studie an der Charité Berlin? Haaa… und wie cool die „Ulmer Zuckeruhr“ ;)… Eigentlich finde ich die Idee das ganze in Form einer Uhr zu gestalten sehr cool.

      Liebe Grüße
      Steffi

      • Michael Kober

        Hallo Steffi,

        – nein keine CGMS nach der Studie, nur pieksen ;-(
        – und nein, nicht Berlin, sondern hier in Ulm,
        am IDT in Ulm, siehe z.B. http://www.idt-ulm.de/institut/geschichte/

        Prof Pfeiffer ist schon viele Jahre tot. Er war ein Unikum.
        Schau Dir mal den Kasten der Ulmer Zuckeruhr an, der für die Messung verantwortlich ist, ein Monstrum in Größe und Gewicht. Da hat noch Gewebsflüssigkeit angesaugt und gepumpt werden müssen, die Batterien/Akkus waren irre schwer und haben nur bis einen Tag lang gehalten. Die Verzögerungszeit war noch einmal länger als heute, da die Gewebsflüssigkeit erst über einen Schlauch in den „Messkasten“ hat gepumpt werden müssen, also noch einmal 15 Minuten mehr Verzögerung. Die ersten drei Stunden haben die gemessenen Werte noch gestimmt und dann ging es mit den Werten ab in die Pampa.
        Ich habe dann im Institut auch geschlafen. Ich habe Probleme mit Schnarchen und Atemaussetzern und schlafe deshalb jetzt immer auf der Seite.Aber damals im Institut da hatte ich zusätzlich noch Schnupfen und konnte nicht durch die Nase atmen. Wenn Du Dir die Apparatur und die nötigen Schläuche und Kabel anschaust, kannst Du Dir vorstellen, das man da im Schlaf sich nicht viel bewegen konnte und ich bin wie gefesselt im Bett gelegen, auf dem Rücken, mit verstopfter Nase! Das Ende vom Lied war, dass ich noch relativ früh in der Nacht aufgewacht bin, als sich mein armer Zimmernachbar hat in ein anderes Zimmer verlegen lassen weil ich so laut geschnarcht habe, dass die Wände gewackelt haben.
        Wenn ich jetzt dann lese, ob der kleine Sensor des Libre beim Schlafen auf der Seite stört, muss ich immer ein Bisschen lachen.
        Das war noch echte Pionierarbeit !
        Es gab dann noch eine Kombinations-Studie Ulmer Zuckeruhr zusammen mit dem damals noch nicht eingeführtem Humalog. Damals hieß es noch Lispro oder Lyspro, da die beiden Aminosäuren Lysin und Prolin vertauscht sind.
        Alles war streng geheim. Und Lyspro war so etwas wie eine im Safe verwahrte Wunderwaffe. Am Ende der Studie, als alle Probanden Ihre streng geheimen Lyspro-Vorräte zurückgeben sollten, waren diese oh Wunder alle verbraucht 😉 und jeder wusste Bescheid. Mir war klar, dass ich nie mehr normales Insulin spritzen wollte und meine Lyspro-Vorräte reichten gerade soweit bis ich in eine Anschluss-Studie gefunden hatte, die mich aufnahm, mit Hilfe des Diabetesinstituts. Ich erinnere mich noch, dass ich am ersten Tag der Anschlussstudie nichts gegessen habe, da ich kein Lyspro mehr hatte und einfach kein Altinsulin mehr spritzen wollte. Die Anschlussstudie war mein Glück. Ich hatte dann ca. zwei Jahre (ich weiß es nicht mehr genau) vor Markteinführung mein heißgeliebtes Humalog.

        Die Sache mit der Freestyle-Navigator-Studie war auch sehr witzig.
        Es kam zuerst ein verblindetes Wochenende zu Hause zum ausprobieren, der Navigator zeigte nichts an Danach wurden wir per Los in mehrere Gruppen eingeteilt. Die einen bekamen alles freigeschaltet, die anderen einen Teil und die dritte Gruppe gar nichts. Du erräts es richtig, ich habe die A.Karte gezogen und war in der dritten Gruppe. Als Bonbon gab es aber eine zweimonatig Zeit nach der Studie, in der wir den Navigator völlig frei und freigeschaltet nutzen konnten.
        Der Witz ist nur:
        Ich habe noch vor Beginn der Studie bei Abbott das Kabel zur Verbindung zum PC bestellt. Ich habe dort angegeben, dass ich an einer Studie teilnehme, habe die Studien.Nummer angegeben und gesagt, ich bräuchte nur das Kabel, da ich die Software mir schon runtergeladen hätte und das Gerät über die Studie bekommen würde. Der Mitarbeiter hat sich alles aufgeschrieben, seinen Vorgesetzten gefragt und mir dann das Kabel zugeschickt. Es gab von Seiten Abbotts keine Anweisungen, dass Kabel an Probanden nicht verschickt werden dürften.
        D.h. ich habe als verblindeter Teilnehmer meine Werte am PC noch vor allen anderen Probanden gesehen.
        Als ich dann hoffnungsvoll zur Los-Ziehung gegangen bin und die A.Karte gezogen habe, war ich natürlich sehr frustriert Und habe das dann erzählt mit dem Kabel. Jetzt war das IDT natürlich in einer schwierigen Situation. Ich war sozusagen die Versuchsratte oder der Versuchsaffe, der die Versuchsanordnung auseindergeschraubt hat, um an seine Erdnüsse zu kommen. Das IDT hat dann alles in den Akten vermerkt und bei Abbott nachgefragt, wie es mit mir weitergehen sollte. Von Abbott kam dann das o.k., dass ich an der Studie bis zum Ende teilnehmen kann. Ich sollte dann halt nach Möglichkeit nicht in meinen Computer schauen 😉 .
        Durch weiteres Probieren bin ich dann auch sehr schnell auf das Verlängern der Sensoren gekommen, macht alles viel Spaß? 😉

        So, ich hoffe es war nicht langweilig
        Liebe Grüße
        Michael.

        • Stefanie Blockus

          Hui, SEHR spannend, was du schreibst! Insbesondere, dass du drei Jahre vor Markteinführung bereits Humalog hattest :). Wow!

          Die Abbott-Studie an der Charité für den Freestyle Navigator in Berlin, an der ich teilgenommen hatte lief bei mir genauso ab, wie du es schon schreibst. Ich habe glücklicherweise den Joker gezogen und nicht die A-Karte. Das war echt dieser WOW-Effekt und mein HbA1c-Wert war plötzlich super! Ich konnte Blutzuckerspitzen endlich vorher abfangen. Ein Traum :).

      • Michael Kober

        Hallo Steffi,
        noch eine Rückmeldung zum Libre:

        Ich denke im Endeffekt ist ein CGMS „besser“ als das Freestyle Libre. Die Frage ist nur, was heißt besser ? Technisch besser, genauer, Alarmfunktionen, Anbindung an eine Pumpe, der Traum vom Closed Loop, der künstliche Pankreas.
        Oder heißt besser, dass es billiger ist, dass es hoffentlich irgendwann die Krankassen bezahlen, dass sich auch Menschen damit anfreunden können, die weder technikafin sind, noch Lust haben sich mit Ihrer Krankheit mehr als nötig auseinandersetzen zu wollen, sprich dass es sowohl ein großes Angebot als auch eine große Nachfrage gibt..

        Unter dem Gesichtspunkt kann ich mir vorstellen, dass der „Zweite“ (FGMS) „als erstes ins Ziel geht“.

  • Michael Kober

    Hallo miteinander..
    Ich habe das Freestyle Libre jetzt 2 Tage.
    Und ich halte es wirklich für eine Revolution.
    Ich hatte schon an Studien mit dem Urahn aller CGM’s der Ulmer Zuckeruhr als Testproband teilgenommen und viele Jahre später an einer Langzeitstudie mit dem Freestyle Navigator. Ich habe mich dann aber leider wieder in den Finger pieksen müssen.
    Das Freestyle libre ist kein CGM.
    Es aber nur als „Ersatz“ für arme Leute zu sehen wird dem Libre nicht gerecht. Es hat nämlich im Vergleich zu CGM’s nicht nur ein Minus wegen fehlender Alarmfunktion, nicht permanenter Sichtbarkeit des BZ-Wertes und mangelnder Anbindung an Pumpen. Es hat gegenüber CGM’s eine ganze Reihe Vorteile:
    – Der Preis
    – Hoffentlich wird es auf Sicht von allen Kassen wegen des Preises auch verschrieben
    – hoffentlich steht es damit nicht nur einzelnen sondern wirklich einer breiten Masse zur Verfügng
    – Der Aufwand, der zu treiben ist, ist im Vergleich zum CGM minimal:
    Kein ständiges kalibrieren, das dann auch noch in irgendwelchen unmöglichen Zeitfenstern stattfinden muss
    Keine Alarme oder Fehlalarme wegen abgebrochener Verbindungen oder sonstiges
    Kein Zwang, den Empfänger ständig bei sich zu haben, ohne Aufzeichnungslücken riskieren zu müssen
    Keine Dreiteiliung Sensor – Sender – Empfänger. Der Sensor ist gleichzeitig Sender. Ich sehe das als wichtig, denn ich habe schon den Sender des Navigators verloren und wiedergefunfen. Wenn Sender und Empfänger relativ teuer sind, kann man sich einen Verlust nicht leisten. Oder wenn der eingebaute nicht auswechselbare Akku kapputt ist, brauche ich ein neues Gerät. ….Unbezahlbar. Aber wenn das Libre gerade mal 65,- Euro kostet, ist eine Neuanschaffung verwundbar.

    Für wichtig halte ich es im Libre den Bolusrechner zu aktivieren, auch wenn man ihn nicht benutzen kann (ohne sich wieder in den Finger stechen zu müssen) (Code CAA1C, wie beim Insulinx), denn nur so kann noch aktiv wirkendes Insulin angezeigt werden.
    Schade find ich, dass beim Langzeitinsulin die Dosis nicht gespeichert und angezeigt wird.

    Die Funktion Ereignisse einzutragen, finde ich sehr gut gelöst und sehr praktikabel.

    Das Libre wird andere Denkmuster in der Behandlung des Diabetes hervorbringen, frühere, schnellere aber auch geringere Korrekturen, Denken in Kurven nicht in einzelnen Werten, …

    Für mich ist das Libre die Sensation in der Diabetesbehandlung dieses Jahr.
    Jetzt warte ich nur noch auf das „smarte Insulin“. dann bin ich vollständig glücklich 😉

    Liebe Grüße
    Michael.

  • Stefanie Blockus

    Hey Michael, vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht hier im Blog und deine „Geheimtipps“, beispielsweise der mit dem Bolusrechner. Sehe das recht ähnlich wie du. Möchte allerdings noch ein paar Tage weiter testen, bevor ich meinen Erfahrungsbericht schreibe und meine Schlüsse ziehe.

    Bin definitiv sehr positiv überrascht. Momentan vergleiche ich das Libre (FGMS) direkt mit dem Dexcom (CGMS). Ich habe sogar die Zeit gestoppt, wie lange ich fürs Sensor setzen der Systeme brauche ;). Für mich st es wichtig, dass es auch schnell geht. Auch hierbei liegt das Libre vorn. Dennoch hat es auch den ein oder anderen entscheidenden Nachteil, den ich aber erst noch ein paar Tage testen möchte.

    In Kürze werde ich auf jeden Fall meine Meinung hier im Blog veröffentlichen.

    Hattest du jetzt nach den Studien kein CGMS mehr? Warst du zufällig auch Proband der Freestyle-Navigator.Studie an der Charité Berlin? Haaa… und wie cool die „Ulmer Zuckeruhr“ ;)… Eigentlich finde ich die Idee das ganze in Form einer Uhr zu gestalten sehr cool.

    Liebe Grüße
    Steffi

  • Stefanie Blockus

    Huhu Jörg, also bisher bin ich über die Messgenauigkeit (Abgleich auch zweimal mit Labor) sehr zufrieden :). Aber, ich teste noch weiter. Liebe Grüße Steff

  • Michael Kober

    Hallo Steffi,
    noch eine Rückmeldung zum Libre:

    Ich denke im Endeffekt ist ein CGMS „besser“ als das Freestyle Libre. Die Frage ist nur, was heißt besser ? Technisch besser, genauer, Alarmfunktionen, Anbindung an eine Pumpe, der Traum vom Closed Loop, der künstliche Pankreas.
    Oder heißt besser, dass es billiger ist, dass es hoffentlich irgendwann die Krankassen bezahlen, dass sich auch Menschen damit anfreunden können, die weder technikafin sind, noch Lust haben sich mit Ihrer Krankheit mehr als nötig auseinandersetzen zu wollen, sprich dass es sowohl ein großes Angebot als auch eine große Nachfrage gibt..

    Unter dem Gesichtspunkt kann ich mir vorstellen, dass der „Zweite“ (FGMS) „als erstes ins Ziel geht“.

  • Michael Kober

    Zur Nicht-Erstattung durch die Krankenkassen:
    Ich glaube, auf Sicht werden die Kassen das Libre bezahlen, weil
    a) fast gleich teuer wie Teststreifen,
    b) gesetzlicher Auftrag und
    c) irgendwann werden wir Diabetiker auf die Barrikaden steigen, vor Gericht ziehen und gewinnen.

    Im Moment sehe ich nur ein Problem.
    FGMS sind (noch) nicht im Heil- und Hilfsmittelkatalog und müssen (noch) nicht bezahlt werden. Wir Diabetiker sind nicht unbedingt die Lieblingskinder der Krankenkassen, weil zu teuer und das auf lange Sicht.
    Sagt jetzt Kasse A „wir übernehmen die Kosten“ was wird dann der Diabetiker aus Kasse B machen, die die Kosten nicht übernimmt ??? Richtig und Kasse A geht Pleite.

    Ich sehe den Hauptgrund für die Übernahme der Kosten nicht im medizinischen sondern in der Bekämpfung von Behinderung (SGB IX, EU-Menschenrechtskonvention, usw.). Das medizinische kommt dann oben drauf.

    Ich stelle hier mal meinen Brief an meine Krankenkasse rein. Bedient Euch bei Bedarf und sagt was Ihr davon haltet, wenn Ihr wollt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich beziehe mich auf mein Telefonat mit Ihnen, heute 06.11.2014.

    Wie Sie mir mitgeteilt haben, werden von Ihnen weder das Gerät selber

    noch die zugehörigen Sensoren Freestyle Libre der Firma

    Abbott-Diabetes-Care übernommen. Es sei hierüber bei Ihnen – nach einem

    Gespräch mit der Firma Abbott – eine entsprechende ablehnende

    Entscheidung gefallen, da es angeblich keinen medizinischen Zusatznutzen

    im Vergleich zur herkömmlichen Blutzuckermessung mit Teststreifen gäbe.

    Ich bin fassungslos und verärgert.

    Diabetes (insbesondere insulinpflichtiger Typ 1-Diabetes) ist nicht nur

    eine Krankheit, sondern auch eine Behinderung (nach SGB IX) (auf Antrag

    mit Anerkennung eines Grades der Behinderung je nach Schweregrad und

    Folgeerkrankungen), wobei Behinderung als Behinderung an der Teilhabe an

    der Gesellschaft zu verstehen ist.

    Deutschland hat die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben, die

    besagt, dass Behinderung vorgebeugt werden muss und dass Menschen mit

    Behinderung integriert und inkludiert werden müssen (im privaten wie im

    beruflichen Bereich) und entsprechende Hemmnisse abgebaut werden müssen.

    Das Freestyle Libre ist ein adäquates Mittel nicht nur für eine

    medizinisch notwendige und meist auch hinreichende Versorgung, sondern

    auch um der Behinderung vorzubeugen und eine Teilhabe an der

    Gesellschaft zu ermöglichen.

    Die real erlebte Behinderung beim Diabetes liegt in erster Linie darin,

    dass ein Diabetiker Angst vor schweren Hypoglykämien hat, verbunden mit

    Kontrollverlust bis zur Bewusstlosigkeit. In der Regel schränkt er sein

    Leben dann so ein, dass keine gefährlichen Situationen entstehen. Er

    wird bestimmte Berufe nicht ergreifen können (Busfahrer, Pilot,

    Betätigung bestimmter Maschinen, … und wird seine Freizeit und sein

    Privatleben einschränken: Schwimmen nur ganz dicht am Ufer,

    „gefährliche“ Sportarten gar nicht, Autofahren ?? … )

    Dies alles allen Menschen zu ermöglichen, auch Diabetikern und anderen

    Menschen mit Behinderung, ist aber Auftrag des Gesetzgebers in Form des

    SGB IX, SGB V, der UN-Behindertenrechtskonvention usw.

    Mit der Weigerung eine adäquate und zeitgemäße Behandlung

    sicherzustellen, verstoßen Sie nicht nur gegen die Grundsätze des SGB V,

    SGB IX und der UN-Behindertenrechtskonvention, sie handeln auch

    wirtschaftlich unsinnig. Während ein CGM im Vergleich zur Behandlung mit

    Teststreifen teurer war, liegt das Freestyle Libre in seinen

    Anschaffungs- und Folgekosten ungefähr bei dem, was eine Behandlung mit

    Teststreifen auch kostet. Das Freestyle Libre würde die Behandlung mit

    Teststreifen ersetzen und nicht wie beim CGM ergänzen.

    Mancher teure Krankenhausaufenthalt hätte mit dem Freestyle Libre

    vermieden werden können, z.B. als ich zweimal mit einem Noro-Virus ins

    Krankenhaus eingeliefert wurde, da dort mein entgleister Blutzucker

    besser kontrolliert werden konnte.

    Und die Blutzuckereinstellung kann ich mit einer permanenten Überwachung

    auch besser regeln als mit sporadischen Einzelmessungen und damit

    Hypoglykämien und Folgeerkrankungen besser vorbeugen. Ich hoffe Sie

    beleidigen nicht meine Intelligenz, indem Sie mir hier etwas Anderes

    einreden möchten.

    Gerade vor dem Hintergrund unserer entsetzlichen Geschichte mit Menschen

    mit Behinderung in den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts sollten wir

    die Fehler von damals nicht wiederholen und chronisch kranken Menschen

    und Menschen mit Behinderung das zukommen lassen, was sie benötigen.

    Deutschland sähe in einem erneuten braunen Licht schlecht aus.

    Ich bitte Sie daher obige Entscheidung noch einmal zu überdenken.

    Sollten Sie wieder zum gleichen Ergebnis kommen, so bitte ich Sie mir

    mitzuteilen, wie Ihre Ablehnung mit geltendem Recht zu vereinbaren ist,

    wie ich mit der Behandlung von einzelnen Teststreifen sowohl meinen

    Blutzucker so gut kontrollieren kann, wie mit einer quasi

    kontinuierlichen Messung mit dem Freestyle Libre (medizinischer Aspekt /

    SGB V) und wie ich mit Einzelmessungen trotzdem so an der Gesellschaft

    teilhaben kann, wie es mir das Freestyle Libre ermöglichen würde (SGB

    IX, UN-Menschenrechtskonvention).

    Teilen Sie mir bitte außerdem mit, wie das Procedere ist, wenn ich ein

    Freestyle Libre und die zugehörigen Sensoren erstattet bekommen will

    (Antrag bei der Kasse, Rechtsweg, Petition, usw.)

    Alternativ bitte ich Sie, mir den Antragsweg und Voraussetzungen für ein

    CGM aufzuzeigen, nachdem das IQWiG endlich zu einer positiven

    Beurteilung von CGM’s gekommen ist und eine entsprechende Empfehlung des

    G-BA zu erwarten ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Kober.

    • Michi

      Hallo Michael, dieser Inhalt deiner Eingebung an die Krankenkasse sollte unbedingt überdacht werden. Darin spiegelt sich vor allem persönlicher Frust wieder, den ich zwar nachvollziehen kann-dies wird aber nicht zum Erfolg führen. Die Sachebene ist hier total verlassen worden, es wird hier nur noch über die Beziehungsebene argumentiert. Vergleiche mit dem Nationalsozialismus sind nicht zielführende Argumente, sie werden auf der Gegenseite nur zu Verletzungen führen-und das dann wohl zu Recht!
      Also immer schön sachlich bleiben und vielleicht nach Kompromissen suchen-Kostenteilung oder zeitliche Beschränkungen sind hier immer gute Vorschläge ohne die Tür für immer zuzuschlagen.
      Bei mir hat dies zur Kostenübernahme ohne feste Zusage geführt.
      Beste Grüße
      Micha

      • Stefanie Blockus

        Danke für euren Input, echt super! Ich kenne nun drei Diabetiker, bei denen das FGM und die Folgekosten von der (g)KK erstattet wurden (siehe oben). In besagten Fällen wurde über den Kostenfaktor argumentiert. In einem Fall auch mit Folgeschäden. Die Briefe sind im Zusammenarbeit mit den jeweiligen Diabetologen aufgesetzt wurden.

      • Michael Kober

        Hallo Michi,

        ich stimme Dir da nicht zu.
        Selbstverständlich Frust. Wir Diabetiker werden doch schon seit Jahren verarscht Selbst im ehemaligen Ostblock gibt es modernere Insuline als bei uns, Teststreifen müssen abgezählt werden, einerseits ganz wenige Teststreifen, andereseits aber zu jeder Zeit messen, vor dem Autofahren usw. wie soll das zusammengehen…, und dan uns bei der „Eigenverantwortung“ packen wollen. Herrgott wir wollen doch gerade Handwerkszeuge für soviel Eigenverantwortung, wie möglich. Und das wird uns verwehrt mit dem Hinweis auf unsere Eigenverantwortung. Wenn das nicht zynisch ist (ähnlich wie z.B. „Arbeit macht frei“ über den KZ’s zynisch ist).
        Dann wurde z.B.- soviel ich weiß im Stern – berichtet, wir Diabetier wollten nur unsere teuren Analoga, weil uns die bösen Pharmavertreter so schöne Bildchen gezeigt hätten und wir zu trottelig seien das nicht zu kapieren. Jetzt haben wir also nicht nur ein körperliches Gebrechen, nein wir sind auch noch geistig behindert. Faule Kuchenfresser, die an ihrer Krankheit sowieso schuld sind, sind wir sowieso.
        Von daher gebe ich Dir Recht: jede Menge Emotion.
        Und diplomatisch ist mein Brief bestimmt auch nicht.

        Aber:
        Deine Krankenkasse hat Dir eine Kostenzusage gegeben, meine hat sie abgelehnt (vor dem Brief!), mit dem Pseudoargument „Kein medizinischer Zusatznutzen“. Wieso soll ich dann freundlich zu jemanden sein, der mir sagt „Nö Du kriegst nichts“? Der Zug ist doch schon abgefahren.
        Ich will die Kosten erstattet bekommen. Richtig. Aber ich will sie nicht alleine bekommen. Jeder Diabetiker soll sie bekommen und nicht aus Großmut, sondern weil wir einen rechtlichen Anspruch darauf haben.

        Und wir werden nie zu unserem Recht kommen, wenn wir immer bloß sagen „Bitte, bitte“ und „ich bin auch ganz lieb“.
        Meiner Meinung nach geht es nur über den Weg: „Diabetes ist eine Behnderung und deshalb haben wir einen Rechtsanspruch“. Solange weder wir noch der DDB den Arsch in der Hose haben, das so klar und deutlich auszusprechen, werden wir immer bloß die lieben aber blöden Bittsteller bleiben. Und das mag ich wirklich nicht mehr machen.

        Ich gebe Dir Recht, dass der Brief emotional ist.
        Aber zu sagen ich hätte die Sachebene verlassen und „nur“ auf der Beziehungsebene argumentiert ist schlicht und ergreifend falsch.
        Meine ganzen rechtlichen Darstellungen sind erstens sachlich und zweitens inhaltlich korrekt und haben mit der persönlichen Ebene nicht das Geringste zu tun. Das Gleiche gilt für die real erlebte Behinderung. Dies hätte man noch weiter ausbauen können, die Angst vor epileptischen Anfällen ausgelöst durch Unterzuckerungen, Probleme, dass meine Frau in der Nacht hochschreckt, wenn ich mich im Schlaf komisch bewege, aus Angst usw.

        Ich gebe Dir auf der Persönlichen Ebene nur in zwei Punkten rechT:

        Beim Punkt: „Nicht meine Intelligenz beleidigen“, aber ich kann es auf den Tod nicht ab, wenn mir irgendein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin mir etwas über meine Krankheit und mein Empfinden oder Erleben die Story vom Pferd erzählt und nicht den Hauch eines Schimmers einer Ahnng hat.

        Und das „braune Licht“ ist natürlich auch Beziehungsebene.
        Der Hinweis auf das dritte Reich ist aber insofern sachlich begründet, als es sich beim Diabetes um eine Behinderung handelt (was unter „Behinderung“ genau zu verstehen ist, darüber können wir gerne diskutieren) , Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben hat und Diabetiker als Behinderte jetzt wieder diskriminiert werden. Soviel (sachliche!!) Kritik muss ein geistig und seelisch gesunder Mensch aushalten können ohne ins apathische Beleidigtsein abzudriften.
        Ach ja richtig, ich habe noch geschrieben, dass ich fassungslos und verärgert bin. Das wird als „Ich-Botschaft“ trotz persönlicher Ebene wohl noch erlaubt sein.

        Wenn Du meinen Brief noch einmal liest, wirst Du feststellen, dass ich sehr wohl, bis auf obige 2 Punkte, gänzlich auf der Sachebene bin.

        Ich will Dir noch ein Beispiel über schlechte Diabetes PR geben:
        Stelle Dir einmal vor Du würdest zu einem an HIV erkrankten Menschen sagen: „Was wollt Ihr eigentlich, Ihr seid doch an Eurer Krankheit selber schuld, hättet Ihr nicht soviel gevögelt …“ Ein Aufschrei ginge durch Welt (obwohl die Aussage je nach Einzelfall vielleicht gar nicht so falsch ist).
        Sag aber zu einem (Typ-I-)-Diabetiker: Selber schuld, hättest nicht soviel Kuchen gefressen…, nichts würde passieren.

        Da läuft doch etwas grundlegend falsch. Und das liegt nicht am Außen, sondern an uns, an uns Diabetikern, an unseren Interessenvertretungen, an uns.

        Ich würde mich über eine Antwort oder Diskussion freuen

        Michael.

      • Michael Kober

        Hallo Michi,

        noch eine Anmerkung zum unten geschriebenen.
        Mein Weg war folgender:
        1.) Libre Starter-Set selber gekauft, sofort nachdem es m shop zu bestellen war

        2.) Bei KK nachgefragt wg Kostenübernahme.
        3.) keine Antwort bekommen
        4.) noch einmal nachgefragt und generell ablehnenende Auskunft bekommen also nicht auf den Einzelfall sondern überhaupt.
        5.) den bitterbösen Brief geschrieben.
        6.) Es kam sofort ein Rückruf:
        Ergebnis: Sachlage unverändert,
        aber der Weg wurde aufgezeigt:
        a) Abbott hat Aufnahme als Hilfsmittel in die entspr. Liste des GKV-Spitzenverbandes beantragt: abwarten, was passiert.
        b) ich habe ja noch keinen Antrag gestellt sondern vorab gefragt.
        Antrag über Arzt stellen und schauen was passiert.

        Und ich hatte durchaus den Eindruck, dass ich mein Gegenüber rechtlich schon in die Enge getrieben habe, denn gerade mit Behindertenrecht, Teilhabe an der Gesellschaft, und wie sich die Krankheit konkret auswirkt kennen sich die meisten KK-Schreibtischtäter nicht so gut aus, zumindest nicht so gut,wie ich.

        LG Michael.

  • Michi

    Hallo Michael, dieser Inhalt deiner Eingebung an die Krankenkasse sollte unbedingt überdacht werden. Darin spiegelt sich vor allem persönlicher Frust wieder, den ich zwar nachvollziehen kann-dies wird aber nicht zum Erfolg führen. Die Sachebene ist hier total verlassen worden, es wird hier nur noch über die Beziehungsebene argumentiert. Vergleiche mit dem Nationalsozialismus sind nicht zielführende Argumente, sie werden auf der Gegenseite nur zu Verletzungen führen-und das dann wohl zu Recht!
    Also immer schön sachlich bleiben und vielleicht nach Kompromissen suchen-Kostenteilung oder zeitliche Beschränkungen sind hier immer gute Vorschläge ohne die Tür für immer zuzuschlagen.
    Bei mir hat dies zur Kostenübernahme ohne feste Zusage geführt.
    Beste Grüße
    Micha

  • Helmut

    Habe heute (als Beamter mit Typ2) die Zusage bekommen, dass die Free Style Libre Sensoren für mich ‚dem Grunde nach‘ als beihilfefähig anerkannt werden.
    Den Antrag hatte ich vor allem finanziell begründet, also damit, dass die Teststreifen (7 Stück/Tag) letztlich genau so viel kosten wie die Sensoren.
    Ich denke, die private Krankenversicherung wird ähnlich entscheiden.

    Ansonsten bin ich nach 8 Tagen vollends begeistert vom Gerät, das ist v.a. auch für die oft älteren Typ2-Patienten ein echter Quantensprung, die nicht mit CGM oder sogar Insulinpumpen ausgestattet leben.

    • Stefanie Blockus

      Danke für die Info, ich habe mittlerweile auch schon mit drei Diabetikern gesprochen, deren KK das System bezahlt :). So sollte es auch sein.

    • blabla bla

      Hör ich zum ersten Mal, dass das so leicht geht! Ich bin Typ 1 (also viel schlimmer als Typ 2, ncihts für ungut aber Typ 2 ist heilbar im Gegensatz zu Typ 1!!), messe im Schnitt 11 mal am Tag und mir wurde nichts genehmigt. habe Zudem einen Handwerklichen Beruf, bei dem meine Hände oft schmutzig werden oder ich Handschuhe trage, also nichts da mal eben die Maus beiseite schubsen und pieksen. Sondern: Badezimmer aufsuchen, Hände waschen, dann erst messen und dann hoffen dass es nicht zu sehr blutet. Intressiert Kasse nicht. Naja egal, dafür verdien ich so viel dass ich mir das Libre auch locker so leisten kann.

      • Helmut

        Sorry, dass ich nur der ‚heilbare‘ Typ 2 bin, wahrscheinlich eh selbst verschuldet, ich weiß.
        Sorry auch, dass ich als verbeamteter Mausschubser nicht dauernd schmutzige Hände habe.
        Mann oh Mann! Ich kann doch auch nichts dafür, dass Ihre Kasse nicht rechnen kann, bei 11 Teststreifen pro Tag käme sie mit 120 Euro pro Monat für die Sensoren billiger weg.
        Übrigens ist der Sensoren-Lieferengpass inzwischen wohl beseitigt, aufgrund dessen sich bei ebay so mancher Wiederverkäufer dumm und dämlich verdient hat.

  • Helmut

    Habe heute (als Beamter) die Zusage bekommen, dass die Free Style Libre Sensoren für mich als beihilfefähig anerkannt werden.
    Den Antrag hatte ich vor allem finanziell begründet, also damit, dass die Teststreifen (7 Stück/Tag) letztlich genau so viel kosten wie die Free Style Libre Sensoren.
    Ich denke, die private Versicherung wird ähnlich entscheiden.

  • Stefanie Blockus

    Danke für die Info, ich habe mittlerweile auch schon mit drei Diabetikern gesprochen, deren KK das System bezahlt :). So sollte es auch sein.

  • Stefanie Blockus

    Danke für euren Input, echt super! Ich kenne nun drei Diabetiker, bei denen das FGM und die Folgekosten von der (g)KK erstattet wurden (siehe oben). In besagten Fällen wurde über den Kostenfaktor argumentiert. In einem Fall auch mit Folgeschäden. Die Briefe sind im Zusammenarbeit mit den jeweiligen Diabetologen aufgesetzt wurden.

  • Stefanie Blockus

    Hui, SEHR spannend, was du schreibst! Insbesondere, dass du drei Jahre vor Markteinführung bereits Humalog hattest :). Wow!

    Die Abbott-Studie an der Charité für den Freestyle Navigator in Berlin, an der ich teilgenommen hatte lief bei mir genauso ab, wie du es schon schreibst. Ich habe glücklicherweise den Joker gezogen und nicht die A-Karte. Das war echt dieser WOW-Effekt und mein HbA1c-Wert war plötzlich super! Ich konnte Blutzuckerspitzen endlich vorher abfangen. Ein Traum :).

  • Barbara Glaum

    Ich habe den Sensor jetzt seit Donnerstag abend liegen und bei mir funktioniert es nicht wirklich mit der messgenauigkeit… Bin ganz traurig, aber Abweichungen von über 100mg/dl sind absolut indiskutabel für ein einigermaßen akzeptables Diabetesmanagement. Von den „falschen“ Werten abgesehen ist das Teil ein Traum – auch wenn ich als alleinlebender Typ1 die Alarme eines CGM und die Kommunikation mit der Pumpe bevorzugen würde…

  • Stefanie Blockus

    Mhh Schade, also bei mir passt das super, nur etwa 30-40 mg/dl Abweichungen. Hab aber auch von anderen gehört, dass sie ebenfalls Probleme hatten. Hast du mit dem Labor „kalibriert“ oder mit einem extra Blutzuckermessgerät? Und mit dem Libre mal nen Blutzuckertest mit Kontrolllösung gemacht? Was kam dabei raus? ich hatte diese starken Abweichungen damals mit dem ersten Freestyle Navigator. Deswegen ist das nicht mein Gerät und war froh über das Dexcom. Man muss halt schauen, was zu einem „passt“.

  • Helmut

    Habe das Gerät seit 2 Wochen:
    Die Sensormessung ergibt bei mir zwischen 10 und 40 mg/dl weniger als mit Blut/Teststreifen (mit dem selben Gerät), wohlbemerkt 10 Min später gemessen zwecks Vergleichbarkeit Zwischenzellflüssigkeit/Kapillarblut.
    Die Überprüfung mit Kontrolllösung ergab keinen Gerätefehler, wobei in der Anleitung Messzielbereiche genannt werden, die m.E. recht breit sind (toleriert werden rund +/- 25% um einen Mittelwert!).
    Sind Messmethoden/geräte so großzügig bzw. ungenau? Fühle mich jetzt doch etwas verunsichert.

  • Stefanie Blockus

    Hab jetzt mal mein Urteil über das Libre gefällt, Vor- und Nachteile zusammengefasst, „kurz“ 😉 und prägnant: http://www.diabetes-leben.com/2014/11/freestyle-libre-glukosekurven-scannen.html

  • Stefanie Blockus

    Hab jetzt mal mein Urteil über das Libre gefällt, Vor- und Nachteile zusammengefasst, „kurz“ 😉 und prägnant: http://www.diabetes-leben.com/2014/11/freestyle-libre-glukosekurven-scannen.html

  • Michael Kober

    Hallo Michi,

    noch eine Anmerkung zum unten geschriebenen.
    Mein Weg war folgender:
    1.) Libre Starter-Set selber gekauft, sofort nachdem es m shop zu bestellen war

    2.) Bei KK nachgefragt wg Kostenübernahme.
    3.) keine Antwort bekommen
    4.) noch einmal nachgefragt und generell ablehnenende Auskunft bekommen also nicht auf den Einzelfall sondern überhaupt.
    5.) den bitterbösen Brief geschrieben.
    6.) Es kam sofort ein Rückruf:
    Ergebnis: Sachlage unverändert,
    aber der Weg wurde aufgezeigt:
    a) Abbott hat Aufnahme als Hilfsmittel in die entspr. Liste des GKV-Spitzenverbandes beantragt: abwarten, was passiert.
    b) ich habe ja noch keinen Antrag gestellt sondern vorab gefragt.
    Antrag über Arzt stellen und schauen was passiert.

    Und ich hatte durchaus den Eindruck, dass ich mein Gegenüber rechtlich schon in die Enge getrieben habe, denn gerade mit Behindertenrecht, Teilhabe an der Gesellschaft, und wie sich die Krankheit konkret auswirkt kennen sich die meisten KK-Schreibtischtäter nicht so gut aus, zumindest nicht so gut,wie ich.

    LG Michael.

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