Bodyforming: EMS mit Blick auf Blutzucker

Bodyforming Kröpcke Hannover EMS-Training

Bodyforming Kröpcke Hannover EMS-Training

Hatte ja kürzlich erst berichtet, dass ich elektrische Muskelstimulation, kurz EMS, getestet hatte, siehe „EMS- nur was für Faule?„. Nach diesem einem Testdurchgang kann ich allerdings noch nicht sagen, ob es mir wirklich zusagt, bzw. ob es überhaupt effektiv ist. Sicherlich hatte ich ein wenig 😉 Muskelkater (zugegeben den wahrscheinlich schlimmsten meines Lebens) davongetragen, aber das muss ja noch nix heißen.

Vielleicht sind mir die Stromschläge auch einfach zu sehr aufs Gemüt geschlagen ;). Vermute aber eher, dass durch das EMS-Training die Muskulatur, die sich in den tiefsten Schichten „versteckt“, zu doll „geärgert“ wurde. Na ja ungewohnter Sport verursacht immer erst mal Muskelkater. Aber dieser war echt höllisch ;).

Blutzuckerverhalten während der EMS

Auf jeden Fall hat mich bereits bei diesem ersten Test der EMS in der Body Street mein Blutzucker erstaunt: in den gerade mal 20 Minuten EMS-Training ist dieser enorm gesunken. Bedeutet: Da tut sich was! Der Körper verbraucht Energie und das scheinbar nicht zu knapp. Stoffwechsel und Fettverbrennung werden definitiv aktiviert. Neben dem Spaßfaktor ist das natürlich auch ein ausschlaggebender Grund, warum mich EMS so neugierig macht und ich es weiterhin testen möchte. Spaßfaktor? Ja! Ich mag halt das Gefühl, wenn die Muskeln arbeiten, durch Strom stimuliert werden. Verrückt? Vielleicht…. sollte man auf jeden Fall selbst erlebt haben :).

EMS-Training bei Bodyforming

EMS-Training

EMS-Training

Gestern bin ich dann deshalb auch noch mal zur EMS hin. Diesmal hatte ich ein anderes Studio aufgesucht: Bodyforming (am Kröpcke in Hannover). Das Stuido an sich hat mir auf Anhieb besser gefallen als Body Street Lister Meile, weil man nicht im Schaufenster trainiert (ich persönlich mag das nicht sonderlich, ist aber Ansichtssache). Eine Freundin (Jael) hatte ich gleich im Schlepptau, was den Spaßfaktor erhöht hat. Der Trainer, sorry die Trainer (ja jeder hatte nen eigenen ;)), hatten schon alles vorbereitet, sie versorgten uns mit Getränken, wiesen uns ordnungsgemäß ein, klärten alle Gesundheitsfragen mit uns und gingen auf all unsere Wünsche ein. Studioleiter Daniel Römermann hat sich bestens um uns gekümmert und ließ keine Frage unbeantwortet. Ein Mann vom Fach.

Wir wurden in (waschbare!) Elektrodenanzüge gesteckt und dann ging es auch schon los. Jael und ich hatten sichtlich Spaß, auch unter den strengen Blicken unserer Trainer, die haargenau aufpassten, dass wir alle Kraftübungen auch ordnungsgemäß durchführten. Schummeln war also nicht drin… Zu niedrige Impulse wurden sofort gesichtet und (vorsichtig) erhöht. Der absolute Clou war für mich als kröhnender Abschluss die Cardio-Variante des EMS-Trainings: bedeute im Elektrodenanzug mit Dauerimpuls auf dem Crosstrainer zu trainieren (siehe Foto). Der Unterschied zum Cross-Training ohne Impuls ist enorm. Ich durfte den direkten Vergleich erfahren.

EMS-Training mit Diabetes: Insulinpumpe hatte ich abgekoppelt

Cardio-Variante des EMS-Trainings

Cardio-Variante des EMS-Trainings

Update (April 2015): ZU diesem Zeitpunkt hatte ich noch eine Schlauchpumpe, den OmniPod lasse ich beim EMS-Training dran!

Nach 20 Minuten war dann (nur) zur Freude meines Blutzuckers 😉 das Training beendet. Der Blutzucker hat mir wieder die Effektivität der EMS bestätigt: Vor dem Training 190 mg/dl, nach dem Training 64 mg/dl. Vor dem Training hatte ich meine temporäre Basalrate meiner Insulinpumpe bereits eine Stunde auf 10% abgesenkt und die Insulinpumpe während des Trainings abgekoppelt. Nach dem Training war ich weitere drei Stunden mit gesenkter temporärer Basalrate (40%) unterwegs, um meine Blutzuckerwerte im Normbereich halten zu können. Auch heute macht sich der „Nachbrenneffekt“ noch an meinem Blutzuckerwerten bemerkbar. Na und der Muskelkater ist auch wieder da ;).

Mein Fazit: Ich werde weiterhin mit EMS trainieren als Ergänzung zum Laufen, Spinning, Bulgarian-Bag-Training und Schwimmen, weil ich mir damit erhoffe auch die Tiefen-Muskulatur aufzubauen, die Fettverbrennung und den Stoffwechsel zu aktivieren, muskuläre Dysbalancen ausgleichen und Fehlhaltungen korrigieren zu können. Ich werde individuell mit meinem eigenen persönlichen 😉 Trainer meine Trainingsziele festlegen. Na ja und außerdem mag ich ja dieses Kribbeln in der Muskulatur ;)… Der nächste Termin ist bereits im Kalender eingetragen.

Auf Wiedersehen. ich komm' wieder zum EMS-Training keine Frage ;)

Auf Wiedersehen. ich komm‘ wieder zum EMS-Training keine Frage 😉

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  • Anonymous

    Moin Steff,
    das klingt ja echt erfolgsversprechend. Naja, ist ja physiologisch auch logisch 😉 Vielleicht sollte ich das auch mal probieren… Werd mal schuaen, wo es das hier in Berlin gibt. Wird ja hoffentlich leichter sein, als den Eistee sparkling Zero zu finden…. das hat von deinem Beitrag bis Anfang August gebraucht….. Soviel zum Thema „Provinz“ und Hauptstadt…. 😉
    Hoffentlich bis bald in Berlin Grüsse Katja

  • Elisa

    Wo gibt es das Studio Bodyforming noch außer in Hannover und Hamburg? Ich wohne in Köln, kannst du da auch ein Studio empfehlen?

    Steffi: Der Bericht hat mich überzeugt. Gute Arbeit ;-). Ich würde das nun auch gerne einmal testen.

    • http://www.blogger.com/profile/12069689399769506488 Steff

      Hi Elisa, ich glaube Bodyforming gibt es nur in Hannover und Hamburg. Aber ich habe mal gegooglet und in Köln wird EMS gar nicht mal so selten angeboten. Musst mal schauen, welches Studio in deiner Nähe ist.

      Freut mich zu hören, dass dich der Bericht überzeugt hat. Habe ja nur geschrieben, wie es mir gefallen hat. Ich fands super und hab auch bald meinen nächsten Termin :). Das muss natürlich nicht heißen, dass es andere begeistert. Lieben Gruß Steff

  • http://www.bodyforming.de/ Jan

    Hallo, unser komplettes EMS-Bodyforming Konzept gibt es aktuell erst in Hamburg / Hannover / Ibiza.
    Unseren Kompetenten Partner Vormat in Berlin.
    Aber auch in Köln, Aachen, Krefeld, München kann mit dem Bodyformer trainiert werden.
    Unser größerer Mitbewerber Bodystreet verzichtet auf die Ergänzungen für den Bewegungsapparat ist aber dafür schon flächendeckend vertreten.

  • http://www.blogger.com/profile/06330088326627056769 gymprof

    So ein unspezifischer Schwachsinn – die muskuläre Anspannung wäre auch ohne EMS Anzug jedoch mit höherer Leistung möglich. Gezielter Muskelaufbau kann so aus sportwissenschaftlicher Sicht nicht stattfinden. Das EMS Training allein ist in seiner Wirkung auf Hypertrophie, also dem erwünschten Effekt, sehr begrenzt.

    Ich habe den Selbstversuch gemacht: 8 Wochen lang statt konventionellem Ganzkörper-Krafttraining 2x wöchentlich nur EMS – Maximalkraftwerte und Umfänge gemessen. Beides um ca. 15% gesunken.

    EMS ist reines Marketing. Die Effekte sind sehr begrenzt – vom sportlichen Wert ganz zu schweigen. Wer als Anbieter verspricht, EMS ersetze 5 Std. herkömmliches Training, ist schlichtweg als unseriös zu bezeichnen.

    • http://www.blogger.com/profile/12069689399769506488 Steff

      Wie gesagt, ich teste es derzeit als Ergänzung(zu 14 Stunden wöchentlichem Ausdauer- und etwas zu wenig Kraftsport). Werde ja sehen, ob ich meine persönlichen Ziele, die ich mir damit gesteckt habe, erreiche (dazu gehört auch Dysbalancen ausgleichen, Verspannungen lösen,…)

      Es hatte bisher enorme Auswirkungen auf meine Blutzuckerwerte, auch noch den Tag danach (siehe Artikel)… weiteres wird sich zeigen. Inwelchem Studio warst du denn?

      Lass mich gern eines besseren belehren. Danke für deinen Kommentar.

    • Daniel

      Hi gymprof,
      also wenn die Studie an der du teilgenommen hast, so ausgeführt wurde, wie in deinem späteren Link beschrieben, dann konnte ja auch garkeine Hypertrophie stattfinden. In deinem Link ist von Kniebeugen mit 60% Reizintensität die Rede. Für ein Hypertrophietraining mittels EMS sind natürlich höhere Reizintensitäten notwendig, genau wie im konventionellen Krafttraining auch. Wenn das gesamte Versuchssetting nicht auf Hypertrophie ausgelegt ist, kann man ja wohl auch keine Hypertrophie erwarten 😉
      Darüber hinaus finde ich deine eigenen Messwerte etwas fragwürdig! Selbst wenn du 8 Wochen garkein Training durchgeführt hättest, finde ich die von dir angegebenen Werte bei normalen Alltagsverhalten etwas unrealistisch. Du warst ja nicht zwischendurch Bettlegerig vermute ich.
      Ich persönlich arbeite nun mittlerweile seit 4 Jahren mit EMS und ich hatte ettliche Kunden, die nach nur 10 EMS-Trainingseinheiten mehr erreicht haben, als in mehreren Jahren Fitnessstudio zuvor. Da finde ich die von dir angesprochene Werbeaussage nicht unseriös, sondern sogar untertrieben.
      LG Daniel

  • http://www.blogger.com/profile/06330088326627056769 gymprof

    Also, ich arbeite als Personal Trainer in Köln und habe das im Rahmen der Sporthochschule mit 20 anderen Trainern getestet. Das System war ein Bodytransformer, jedoch ist von der Funktion und der muskulären Ansteuerung nahezu identisch. Der Versuch ging wie beschrieben über 8 Wochen – ein wirklicher Vorteil des EMS Trainings: Es ist kürzer – leider kommen andere Komponenten wie die Koordination und Propriozeption (Körperwahrnehmung) sehr zu kurz – ebenso werden nicht alle Muskelgruppen angesprochen (Waden, Unterarme, Schulter), was dazu führte, daß fast alle Probanten nach dem ersten konventionellen Training nach den 8 Wochen einen nicht unerheblichen Muskelkater in den beschriebenen Muskelgruppen hatten, obwohl diese nicht isoliert trainiert wurden.

    Ich würde allen Diabetikern empfehlen, dieses Training, wenn überhaupt nur als Ergänzung zu betreiben. Um die Wirklung des Insulins an den Muskelzellen zu verbessern und zu erhalten, bedarf es gezieltes Muskelaufbautraining, was nach dem jetzigen Stand der Sportwissenschaft nur mit recht intensivem Krafttraining mit hohen Gewichten zu erreichen ist. Die Effekte des EMS sind auf den Muskelaufbau sehr begrenzt und fokussieren eher die Kraftausdauer – dies ist auch in diversen Studien belegt, wird von den Herstellern natürlich gern verschwiegen, weil die Mehrheit mit dem fachspezifischen Vokabular nicht s anzufangen weiß.

    Deine Blutzuckerwerte sind nach einem intensiven konventionellen Training ebenso reduziert. – die Kombination von EMS und Crosstrainer ist großer Blödsinn und völlig unspezifisch. Spar dir den Anzug und mach in deinem Fitnesstudio lieber ein gutes Intervallcardiotraining – die Wirkungen auf Kraft und Muskulatur sind signifikant höher – vor allem erhältst du deine Muskelmasse, ein enorm wichtiger Faktor bei Insulinresistenz.

    Ich hoffe, meine Ausführungen helfen dir weiter.

    • http://www.blogger.com/profile/06330088326627056769 gymprof
    • http://www.blogger.com/profile/12069689399769506488 Steff

      Hmm… also erst mal danke für deinen Kommentar und den Link. Wie mehrfach erwähnt, betreibe ich derzeit EMS-Training zusätzlich zum „normalen“ Trainingm als Ergänzung. Ich denke natürlich nicht, dass ich allein durch einmaliges wöchentliches EMS-Training in der Lage wäre nen Marathon zu bestreiten. Ohne regelmäßiges Lauftraining funktioniert das ganz sicher nicht. Hoffe eher, dass ich mit EMS Muskeldybalancen, Verspannungen und Fehlhaltungen korrigieren kann. Sicherlich hoffe ich auch auf Muskelzuwachs. Wäre ein netter „Nebeneffekt“. Meine BZ-Werte haben mir aber auch bewiesen, dass EMS auch den Stoffwechsel anregt… Also irgendwas passiert da schon und das nicht zu wenig… Ich brauchte viel weniger Insulin als gewöhnlich. Muskelwachstum? Wäre eine Erklärung.

      Vor Jahren habe ich mal eine kleine EMS-Gerätschaft (Hitop) für den gesundheitlichen Nutzen bekommen, weil mir eine Nervenschädigung in den Beinen quälende Schmerzen bereitete. Ich konnte damals auf Grund der Schmerzen und Medikamente keinen Sport betreiben. Mir ist allerdings aufgefallen, dass meine Meuskeln an den Beinen dennoch, durch die tägliche EMS, „gewachsen“ sind. Als Nebenwirkung war „Muskelwachstum“ auch angegeben. Wie erklärt sich das?

      Sorry, wenn ich es dir nicht so einfach mache und das alles hinterfrage, aber mich interessiert das Thema sehr und hätte gern einen Beweis, dass es als ERGÄNZUNG und zeitsparendes Training sinnvoll ist oder eben nicht. Den wird es aber wohl nie geben… Würdest du denn älteren Leuten oder Leuten, die Gelenkprobleme oder ähnliche gesundheitliche Beschwerden haben und nicht mehr in der Lage sind, ein solches Training empfehlen?

      Danke dir!

    • Daniel

      Hi gymprof,
      also das mit der Koordination ist doch von der Übungsauswahl in einem Ems-Training und nicht von EMS an sich abhängig?! Klar ist der koordinative Anspruch bei einem rein statischen EMS-Training als gering einzuschätzen. Bei einem aktiv dynamischen EMS-Training mit verschiedenen Ausgangspositionen, verschiedensten Übungen, mitunter labilen Untestützungsflächen usw. ist dieser jedoch als sehr hoch einzuschätzen und aufgrund der verstärkten Tiefensensibilät höher, als wenn man die gleichen Übungen ohne EMS ausführt. Ein großer Vorteil von EMS-Training ist ja gerade die hohe Anzahl an verschiedensten Übungsvariationen mitunter auch mit hoher Relevanz für die Aktivitäten des täglichen Lebens. Ein professionelles EMS-Training hat definitiv höherer Auswirkungen auf die Koordination als ein völlig eindimensionales Krafttraining an konventionellen Geräten!
      Das mit der fehlenden Stimulation der Waden usw. ist ein spezifisches Problem einzelner EMS-Geräte und wiederum nicht von EMS allgemein! Das EMS-Gerät von Physo-M hat z.B. durchaus die Möglichkeit alle bereiche mittels Zusatzelektroden abzudecken, an denen der Elektrodenanzug nicht sitzt!
      Crosser+EMS Blödsinn und unspezifisch? Also wenn Steff´s Blutzuckerwerte nach 10 Minuten EMS+Crosstrainer einen höheren Effekt verdeutlichen, als nach 30 Minuten Cardiointervalltraining, dann spricht das wohl für sich und bedarf eigentlich keines weiteren Kommentars 😉
      LG Daniel

  • http://www.blogger.com/profile/06330088326627056769 gymprof

    Die besten Effekte sind mit EMS bei untrainierten Menschen und in der Reha zu erwarten. Da funktioniert aber fast jede Trainingsmethode und ruft ein schnelles Muskelwachstum hervor. Das Muskelwachstum ist jedoch nachfolgend sehr begrenzt aufgrund der immer gleichen Beanspruchung und externen Ansteuerung. Mach am Besten deine eigenen Erfahrung – ich denke, du wirst in spätestens 2 Monaten ein Plateau im Muskelwachstum erreichen, das man beim normalen Krafttraining durch etliche Trainingsparameter mehr vermeiden kann – wer lernt, richtig mit seinem Körper umzugehen und gut zu trainieren, macht sich unabhängig von solchen Geräten und Kosten – ein tolles Erfolgserlebnis garantiert.

    Menschen mit Gelenkproblemen können sehr wohl davon profitieren, jedoch auch nur anfangs. Gelenkprobleme lassen sich nicht beseitigen, indem man Bewegungen vermeidet, ganz im Gegenteil – Gelenke müssen über den maximalen Winkel regelmäßig bewegt werden, um Gesund zu bleiben. ich würde denjenigen raten, die atrophierte Muskulatur anfangs mit EMS aufzubauen, dann jedoch ein gutes Trainingsprogramm in einem hochwertigen Fitnessstudio anzufangen – für seine Gesundheit sollte einem das Wert sein, also kein McFit, Kieser und Co – dort ist die Trainingsbetreuung mangelhaft. Durch die gute Trainingsbetreuung und Lerneffekt spart man im Endeffekt viel Geld und ist nicht auf Trainingsmethoden angewiesen, bei denen der Mehrwert auf lange Sicht gering ist.

  • http://www.blogger.com/profile/12069689399769506488 Steff

    Danke dir für deinen ausführlichen Kommentar! Mich lässt das Thema nicht locker: Du schreibst von immer gleicher Beanspruchung. Also das kann ich nicht bestätigen, im Gegenteil: Gerade heute wurden gezielt die Beine und der Po trainiert, weil ich mir das so „gewünscht“ hatte. Dazu gab es dann die speziellen Kraftübungen. Leztes Mal war Ganzkörper angesagt…

    Nächstes Mal will ich mir Pads für Waden, Schultern/Nacken/Unterarme geben lassen, auch das ist möglich!

    Ich hatte vor dem Training heute noch Schmerzen im unteren Rücken, weil ich am Sonntag mit doch recht schweren Rucksack 25 Kilometer Pilgern war. Nach dem EMS-Training heute waren die Schmerzen wie weggeblasen. Das spricht auch dafür!

    Natürlich ist man auf EMS nicht angewiesen und mit „normalen“ und disziplinierten Krafttraining kann man natürlich viel erreichen. Das würde ich NIE in Frage stellen! Ich bin allerdings auch von der Betreuung im Bodyforming begeistert. Ich bin ja auch regelmäßig in meinem „normalen“ Fitnessstudio anzutreffen, wo ich an den Kraftgeräten und beim Bankdrücken längere Zeit sehr aktiv war. Leider war die Betreuung miserabel. Kein Trainer vor Ort. Die Mitglieder und das Internet haben mir die Übungen Näher gebracht, als ich damals damit angefangen habe… Aber das ist natürlich Studio-abhängig.

    Du schreibst ja auch selbst vom „hochwertigen“ Studio. Bin allerdings nicht bei McFit-, Kieser oder Fitness Future/First-Kette… dennoch bitter enttäuscht. In kaum einen Studio konnte sich der Trainer Zeit nehmen. Bei Bodyforming habe ich das KOMPLETT anders erlebt. Im Prinzip kann man dann ja auch zu Hause viel mit eigenem Körpergewicht arbeiten. Mache auch Übungen mit dem Bulgarian Bag.

    Wie gesagt, ich teste noch ein wenig und dann werde ich sehen, wie mir das bekommt. Mein Blutzucker scheint es bisher zu „mögen“ 😉 und der Rückenschmerz ist erst mal weg… Schauen wir mal wies weiter geht ;). Danke, dass du mir hier deine ehrliche Meinung dazu schreibst!

    • Daniel

      Hi gymprof,
      dein letzter Kommentar zeigt leider, dass du anscheinend völlig falsche Vorstellungen von EMS-Training hast. In einem EMS-Training wird sich nicht bewegt und die Gelenke nicht in ihrem vollen Bewegungsausmaß bewegt? Also bei mir durchaus!!! und in den meisten EMS-Studios ebenfalls.
      Entgegen eines konventionellen Krafttrainings lässt sich bei einem EMS-Training nicht nur durch Intensität und Übungsauswahl einer Reizgewöhnung entgegen wirken, sondern darüber hinaus auch durch Frequenz, Impulsbreite usw. des Reizstroms. Daher tritt die Reizgewöhnung und ein Trainingplateau sogar später auf, als bei einem konventionellen Krafttraining.
      Die meisten EMS-Studios, die jetzt nicht unbedingt zu einer Frachisekette gehören, sind von Sportwissenschaftlern, Physiotherapeuten oder Ex-Personaltrainern geführt. Hier hat man immer eine kompetente Rundumbetreunung und immer einen Trainer an der Seite. Nenn mir mal bitte ein einziges Fitnessstudio, welches dies leisten kann und jedem Kunden immer einen Trainer an die Seite stellt. Da stimmt dann auch das Preis-Leistungsverhältnis der meisten EMS-Anbieter.
      Natürlich gíbt es auch schlechte EMS-Studios, aber die sind zur Zeit noch eher die Ausnahme und nicht die Regel.
      LG Daniel

    • Daniel

      „Electromyostimulation Training Effects on Neural Drive and Muscle Architecture.“
      Gondin et al. Medicine & Science in Sports & Exercise, 2005, Volume 37(8) pp. 1291-1299.

      Während die elektrische Muskelstimulation im Wesentlichen als Krafttrainingsmethode eingesetzt wird, haben die Autoren dieser französischen Studie die Adaptionen untersucht, die in den Muskel- und Nervenfasern auftreten, die einer Elektrostimulation unterzogen werden.
      Aus diesem Grund wurden 20 Probanden in eine Gruppe mit Elektrostimulation und in eine Kontrollgruppe aufgeteilt. Die EMS-Gruppe absolvierte ein achtwöchiges EMS-Trainingsprogramm der Quadrizepsmuskeln mit einem Compex Sport-Gerät.

      • Die Muskelkraft wurde nach acht Wochen EMS-Training maximal um 27 % erhöht, während in der Kontrollgruppe keine Zunahme der Muskelkraft festgestellt wurde.
      • Auf neuronaler Ebene verzeichneten die Autoren, dass das EMS-Training die Aktivität des stimulierten Muskels insgesamt verbesserte: Die motorischen Nerven konnten mit EMS mehr Muskelfasern aktivieren.
      • Auf muskulärer Ebene führte das EMS-Training zu einer Verbesserung der Quadrizeps-Muskelmasse (gemessen am Muskelquerschnitt) und zu Veränderungen hinsichtlich einer effizienteren Muskelarchitektur.
      • Neuronale Adaptionen traten im Wesentlichen während den ersten vier Trainingswochen auf, während Muskeladaptionen zwischen der 4. und 8. Trainingswoche an Signifikanz gewannen.

      Es wurde geschlussfolgert, dass die Zunahme in der Muskelkraft mit EMS-Training mit neuronalen und muskulären Adaptionen in Zusammenhang steht.

    • Daniel

      „Is high-frequency neuromuscular electrical stimulation a suitable tool for muscle performance improvement in both healthy humans and athletes?“
      Gondin et al., European Journal of Applied Physiology, Oct 2011, Vol. 111(10), pp. 2473-87.

      In dieser französischen Studie werteten die Autoren die Literatur aus, um einen Überblick über die Vorteile und Grenzen der elektrischen Muskelstimulation (EMS) bei gesunden Menschen sowie bei Freizeit- und Leistungssportlern zu geben.

      • Das EMS-Training führt zu einer wesentlichen Verbesserung der Muskelkraft.
      • Durch Kombination der EMS mit fakultativen dynamischen Bewegungsübungen können bestimmte sportliche Fähigkeiten und Leistungen wie z. B. die Sprungleistung und Sprintfähigkeit verbessert werden.
      • Die EMS ist ein interessantes Trainingsinstrument für Sportler, da die Fast-Twitch-Fasern der Muskulatur während der elektrischen Stimulation bei geringerer Belastung einfacher aktiviert werden können, während diese Fasern bei fakultativen Bewegungen in der Regel höheren Belastungen vorbehalten sind.
      • Die EMS scheint die Methode der Wahl zu sein, wenn die für eine Muskelkräftigung verbleibende Zeit begrenzt ist. Sie bringt zudem Vielseitigkeit und Abwechslung in das Trainingsprogramm, was wiederum zu einer Förderung der Motivation des Sportlers führen kann.

      Die Autoren schließen, dass es überzeugende Nachweise gibt, dass die elektrische Stimulation eine relevante und wirksame Ergänzung fakultativer Widerstandstrainingsprotokolle zur Verbesserung der Muskelkraft darstellt. Zudem handelt es sich hierbei im Gegensatz zu Doping um eine legale Methode für Sportler.

  • Anonymous
    • http://www.blogger.com/profile/12069689399769506488 Steff

      Danke dafür!

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  • Cleantop

    Hallo,

    Ist das EMS Training ohne Probleme mit dem Ypsomed Pod möglich?

    • Stefanie Blockus

      Definitiv, setze den Pod am besten dort, wo keine Impulse gesetzt werden.

      • Cleantop

        Danke Stefanie für Deine Info, im Moment möchte mich bodystreet nicht trainieren, eben weil ich ein Pad bzw. eine Pumpe trage, sie möchte eine Bescheinigung vom Arzt haben. Wie konntest Du am Training teilnehmen?

        • Stefanie Blockus

          Ach was? Das ist ja ein schlechter Witz. Bei Bodyforming war das überhaupt kein Problem. Mit Bodyforming habe ich aber generell auch bessere Erfahrungen gemacht.