Kurvendiskussion: Messen, Analysieren und Korrigieren mit dem Dexcom und FreeStyle libre

Seit geraumer Zeit messe und dokumentiere ich meine Blutzuckerwerte nicht mehr. Nicht etwa weil ich faul bin, sondern weil das Dank Dexcom (CGMS) und FreeStyle libre (FGMS) nicht mehr nötig ist.  Der „Spaß“ mit den kontinuierlichen Glukosemesssystemen CGMS und FGMS ist natürlich nicht ganz billig, ABER damit finanziere ich mir bessere Blutzuckerwerte und mehr Lebensqualität. Die Zinsen rechnen sich also definitiv! Auch wenn das Gesundheitssystem das noch nicht ganz wahrhaben möchte(!), die Krankenkassen die Kosten bis dato nur vereinzelt übernehmen.

FGMS und CGMS: Kurvendiskussion für mehr Lebensqualität mit Diabetes

Was nutzt mir ein einzelner Blutzuckerwert?

Beim Blutzuckermessen hat mich weniger das „In-den-Finger-Piksen“ gestört, als der fehlende Blutzuckertrend. Was nutzt mir ein punktueller, einzelner Blutzuckerwert? Eine Momentaufnahme? Nicht sonderlich viel. Der Verlauf der Blutzuckerwerte über den gesamten Tag, die Kurve und vor allem der vorausschauende Blick auf den Blutzucker (Glukosetrend, Pfeil auf dem Display) ist doch entscheidend.

Denn nur so kann ich „Blutzuckerkatastrophen“ sprich Hypo- und Hyperglykämien rechtzeitig vorbeugen und bereits bestehende Therapiefehler erkennen und ausbügeln.

Kurvendiskussion… I LIKE!

Kurvendiskussion kennt man aus der Mathematik und darunter versteht man die Untersuchung des Graphen einer Funktion. Das reicht, ich war nie ein Mathe-Genie, Mathe ist ein Arschloch, deshalb übersetze ich auf Diabetisch: Die Blutzuckerwerte bzw. Glukosewerte werden im Minutentakt gemessen, als Graph skizziert und dieser kann auf dem Display des CGMS/FGMS abgelesen werden. Zudem können wir den Werten aus der Situation heraus oder auch im Nachhinein Parameter wie etwa „Essen“, „Sportliche Aktivität“, „Stress“… zuweisen und anhand des Graphen und der „Notizen“ die Werte analysieren und korrigieren. Perfekt! Natürlich sind die Werte mit dem PC auslesbar und mit Software analysierbar/auswertbar..

Ich erkenne beispielsweise, dass ich nachts meine Basalrate umdisponieren muss, dass ich weniger oder mehr Bolus für mein Lieblingsessen benötige als bisher angenommen, dass allerdings nur wenn ich es abends esse, nicht etwa mittags. Es sind die Dinge, mit denen man nicht rechnet, die nicht immer selbsterklärend sind und die man nun endlich aufdecken kann und die plötzlich so logisch erscheinen… Der AHA-Effekt!

Außerdem kann ich meine Blutzuckerwerte im Sport optimal anpassen. Kann vorausschauend agieren, Unterzuckerungen mit Kohlenhydraten rechtzeitig abfangen, gleichgültig in welchen Situationen. Ob Stress, Wetter, Hormone, Infekte, Sport, Wettkämpfe, Arbeit, Vorträge, Party oder Urlaub… all das sind Faktoren die sich auf den Blutzucker auswirken und die sich nicht oder nur sehr schwer mit punktuellen Messungen erkennen, einschätzen und korrigieren lassen. Es sei denn, ich messe 20 Mal und mehr am Tag meinen Blutzucker, dokumentiere mir alle Blutzuckerwerte in den unterschiedlichsten Situationen, auch nachts versteht sich … und habe kein Leben mehr neben dem Diabetes PLUS kaputte Finger.

Dank der Glukosemesssysteme habe ich bessere Blutzuckerwerte im Alltag, es geht mir damit natürlich deutlich besser, ich habe viel mehr Energie und lebe intensiver, ich senke das Risiko Folgeerkankungen zu bekommen und mein HbA1c-Wert (für diesen nahezu nichts-aussagenden Durchschnittswert(!!!) sich das Gesundheitssystem ja leider immer noch immens interessiert) hat sich entsprechend deutlich verbessert.

Was geht in den „Köpfen“ der „Krankenkassen“ vor?

Und nun bleiben noch zwei Fragen: Warum verdammt müssen wir als Diabetiker Extraschichten schieben, um uns die Sensoren leisten, die kontinuierlchen Glukosemesssysteme finanzieren zu können? Damit wir mehr arbeiten und damit mehr Stress haben? Die Auswirkungen von Stress sollten den Kassen eigentlich bekannt sein. Ich hoffe nur, dass sich nicht darauf „ausgeruht“ wird, dass wir Selbstzahler, derzeit nur wenig Blutzuckerteststreifen rezeptieren lassen, die Kosten für bessere Blutzuckerwerte und mehr Lebensqualität selbst tragen.

Davon abgesehen: Was ist wirklich teurer für die Krankenkassen? 450 Teststreifen (mehr werden nicht bewilligt) + schlechte Blutzuckerwerte (und dessen Folgen) oder sechs Sensoren + gute Blutzuckerwerte pro Quartal?

Ich bin vielleicht ein kleiner Wurm, der hier nicht ernstgenommen wird, aber: ICH WILL EINE ERKLÄRUNG, EINE PLAUSIBLE BEGÜNDUNG FÜR DEN MIST DER HIER VERZAPFT WIRD, FÜR DAS, WAS HIER GEWALTIG SCHIEFLÄUFT!

Geteilte Freude ist doppelte Freude!Share on Google+Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on Pinterest
  • Barbara Glaum

    Also ersteinmal liebe Steff – HIER wirst du sehr ernst genommen und bist weit entfernt davon ein kleiner Wurm zu sein!!!
    Leider ist es den Kassen total egal, ob wir Diabetiker ein entspanntes, halbwegs normales Leben führen können oder wie die doofen krücken um uns die aktuellen technischen Hilfsmittel leisten zu können. (nebenbei – es gibt keine Obergrenze für Teststreifen, die Empfehlung liegt bei 600 St./Quartal und die wird von den Ärzten gerne als gesetzt dargestellt)
    Leider ist es für die Kassen aktuell (also ohne Einrechnung von Folgeschäden) günstiger, die Teststreifen zu übernehmen, so hoffen sie einfach, dass viele Folgeschäden nicht entstehen, weil die Diabetiker die ein oder andere lebensbedrohliche Situation (Vorraussetzung für die Übernahme CGM) einfach nicht überleben…. traurig aber wahr….
    das alles gespickt mit Kommentaren wie „sie müssen auch mal was selber zahlen und nicht immer nur auf Kostenerstattung hoffen“, „sie haben bisher ja auch überlebt“, „es ist nicht alles gut, was neu auf den Markt kommt“ und ähnlichen Platitüden von Nicht-Diabetikern….
    Fehlt eigentlich nur noch das Argument – seien sie doch froh, dass sie eine Pumpe tragen dürfen und nicht mehr ihr Spritzbesteck auskochen müssen wie früher…. ggggrrrrr merkt man, dass ich gerade im Kampf mit der Kasse bin?

    • Stefanie Blockus

      Liebe Barbara, danke für deinen Kommentar, die hilfreichen Ergänzungen. Du bist voll im Bilde, kein Wunder! Ja man könnte meinen, dass du gerade mitten im Kampf mit deiner KK steckst ;). Ich drücke dir in jedem Fall kräftig die Daumen. Diese neunmal klugen Killerphrasen „es ist nicht alles gut, was neu auf dem Markt kommt“… BOAH, da könnte ich schon wieder an die Decke gehen. Als wüssten wir es nicht selbst am besten, was gut für uns ist. Aber die KKs haben natürlich auch ihre Erfahrungen mit Menschen gemacht, die nicht ansatzweise so informiert über ihre Krankheit wie wir sind, und alle neuen Systeme ihr Eigen nennen möchten, auch die,die ihnen nicht wirklich einen Nutzen bringen… In dem Fall liegt der Nutzen allerdings auf der Hand, aber EINDEUTIG!

  • Barbara Glaum

    Also ersteinmal liebe Steff – HIER wirst du sehr ernst genommen und bist weit entfernt davon ein kleiner Wurm zu sein!!!
    Leider ist es den Kassen total egal, ob wir Diabetiker ein entspanntes, halbwegs normales Leben führen können oder wie die doofen krücken um uns die aktuellen technischen Hilfsmittel leisten zu können. (nebenbei – es gibt keine Obergrenze für Teststreifen, die Empfehlung liegt bei 600 St./Quartal und die wird von den Ärzten gerne als gesetzt dargestellt)
    Leider ist es für die Kassen aktuell (also ohne Einrechnung von Folgeschäden) günstiger, die Teststreifen zu übernehmen, so hoffen sie einfach, dass viele Folgeschäden nicht entstehen, weil die Diabetiker die ein oder andere lebensbedrohliche Situation (Vorraussetzung für die Übernahme CGM) einfach nicht überleben…. traurig aber wahr….
    das alles gespickt mit Kommentaren wie „sie müssen auch mal was selber zahlen und nicht immer nur auf Kostenerstattung hoffen“, „sie haben bisher ja auch überlebt“, „es ist nicht alles gut, was neu auf den Markt kommt“ und ähnlichen Platitüden von Nicht-Diabetikern….
    Fehlt eigentlich nur noch das Argument – seien sie doch froh, dass sie eine Pumpe tragen dürfen und nicht mehr ihr Spritzbesteck auskochen müssen wie früher…. ggggrrrrr merkt man, dass ich gerade im Kampf mit der Kasse bin?

  • Anonym

    benutzt du beides? dexcom und freestyle libre? oder welches der beiden ist dein standard-gerät im moment?

    • Stefanie Blockus

      Ich nutze beide (nicht gleichzeitig). Dexcom läuft bei Wettkämpfen mit, da es mich rechtzeitig bei Unterzuckerung warnt.

  • Anonym

    benutzt du beides? dexcom und freestyle libre? oder welches der beiden ist dein standard-gerät im moment?

  • Guest

    450 Messstreifen ist schon arg wenig. Man könnte meinen Du gehst hier in Rheinland-Pfalz zu einem Dia-Doc. Die sind nämlich bei uns hier so knausrig. Aber Spaß bei Seite. Ich denke auch, dass zur Zeit viel schief läuft.
    Vor allen sind viele Diabetiker in Einzelkämpfe mit ihrer Krankenkasse verstrickt. Und irgend wie hab‘ ich das Gefühl, dass politisch sehr viel passiert, was wir Diabetiker gar nicht so mitbekommen und was auch nicht unbedingt zu unserem Vorteil sein muss. So will die TK den Libre irgendwie ersetzen aber doch nicht richtig und nur in Verbindung mit einer App. Es gibt ja die nationale
    Diabetes Strategie der Bundesregierung, nach der mehr Daten erhoben
    werden sollen, und diese Daten beim Robert-Koch-Institut für die Gesundheitsbeobachtung zusammengeführt werden. Da ist so ’ne App der
    TK sicher geeignet und wird wohl auch vom Gesundheitsministerium gefördert. Auch die DAK hat ja bis jetzt nur Tests des Libre im Programm.

    Dass die Blutzuckermessstreifen zulassungsfrei zur Verfügung gestellt werden,
    haben wir Diabetikern einer SHG aus dem fränkischen zu verdanken. Damals als ich gerade mit dem Abi fertig war, glaub ich, wurden die Messstreifen aus dem Hilfsmittelverzeichnis gestrichen. Der Gesundheitsminister wurde damals von der Gruppe aus seinem Wahlkreis eingeladen, diese hat ihn so beeindruckt, dass er die Messstreifen in einem Gesetz frei zur Verfügung gestellt hat. Mein ganzer Dank gilt den Diabetikern aus der Gruppe von damals. Es wäre leicht möglich dieses Gesetz zu ergänzen um die Möglichkeit
    seinen Blutzucker kontinuierlich zu messen. Dazu müsste aber der Wille unserer Politiker da sein. ( Gesetz, § 31 SGB V Arznei- und Verbandmittel,
    Satz (1), Satz (3) Harn- und Blutteststreifen um die Möglichkeit kontinuierlicher Messmethoden zu erweitern.)

    Ich denke alle Diabetiker sollten gemeinsam für eine politische Lösung kämpfen!

    Ich hoffe, ich geh Dir mit meinen langen Posts nicht auf den Keks. Sag’s einfach.

    • Stefanie Blockus

      Danke dafür und schreib gerne ausführlich, hilft uns allen doch nur weiter. Ich bekomme schon mehr als 450 Teststreifen, aber ich habe von vielen erfahren, dass sie eben nicht so viele bekommen, wie sie eigentlich benötigen, eben die besagten 450.

      „Alle gemeinsam für eine politische Lösung kämpfen“… tja, wenn es nur funktionieren würde. Tut es aber leider nicht. Ich habe eher das Gefühl politisch passiert nichts. Aber ich bin da vermutlich auch nicht so informiert wie du. Sollte ich aber sein.

  • Thomas

    450 Messstreifen ist schon arg wenig. Man könnte meinen Du gehst hier in Rheinland-Pfalz zu einem Dia-Doc. Die sind nämlich bei uns hier so knausrig. Aber Spaß bei Seite. Ich denke auch, dass zur Zeit viel schief läuft.
    Vor allen sind viele Diabetiker in Einzelkämpfe mit ihrer Krankenkasse verstrickt. Und irgend wie hab‘ ich das Gefühl, dass politisch sehr viel passiert, was wir Diabetiker gar nicht so mitbekommen und was auch nicht unbedingt zu unserem Vorteil sein muss. So will die TK den Libre irgendwie ersetzen aber doch nicht richtig und nur in Verbindung mit einer App. Es gibt ja die nationale
    Diabetes Strategie der Bundesregierung, nach der mehr Daten erhoben
    werden sollen, und diese Daten beim Robert-Koch-Institut für die Gesundheitsbeobachtung zusammengeführt werden. Da ist so ’ne App der
    TK sicher geeignet und wird wohl auch vom Gesundheitsministerium gefördert. Auch die DAK hat ja bis jetzt nur Tests des Libre im Programm.

    Dass die Blutzuckermessstreifen zulassungsfrei zur Verfügung gestellt werden,
    haben wir Diabetikern einer SHG aus dem fränkischen zu verdanken. Damals als ich gerade mit dem Abi fertig war, glaub ich, wurden die Messstreifen aus dem Hilfsmittelverzeichnis gestrichen. Der Gesundheitsminister wurde damals von der Gruppe aus seinem Wahlkreis eingeladen, diese hat ihn so beeindruckt, dass er die Messstreifen in einem Gesetz frei zur Verfügung gestellt hat. Mein ganzer Dank gilt den Diabetikern aus der Gruppe von damals. Es wäre leicht möglich dieses Gesetz zu ergänzen um die Möglichkeit
    seinen Blutzucker kontinuierlich zu messen. Dazu müsste aber der Wille unserer Politiker da sein. ( Gesetz, § 31 SGB V Arznei- und Verbandmittel,
    Satz (1), Satz (3) Harn- und Blutteststreifen um die Möglichkeit kontinuierlicher Messmethoden zu erweitern.)

    Ich denke alle Diabetiker sollten gemeinsam für eine politische Lösung kämpfen!

    Ich hoffe, ich geh Dir mit meinen langen Posts nicht auf den Keks. Sag’s einfach.

  • Thomas

    450 Messstreifen ist schon arg wenig. Man könnte meinen Du gehst hier
    in Rheinland-Pfalz zu einem Dia-Doc. Die sind nämlich bei uns hier so
    knausrig. Aber Spaß bei Seite. Ich denke auch, dass zur Zeit viel schief
    läuft. Vor allen sind viele Diabetiker in Einzelkämpfe mit ihrer Krankenkasse verstrickt. Und irgend wie hab‘ ich das Gefühl, dass politisch sehr viel passiert, was wir Diabetiker gar nicht so mitbekommen und was auch nicht unbedingt zu unserem Vorteil sein muss. So will die TK den Libre irgendwie ersetzen aber doch nicht richtig und nur in Verbindung mit einer App. Es gibt ja die nationale
    Diabetes Strategie der Bundesregierung, nach der mehr Daten erhoben
    werden sollen, und diese Daten beim Robert-Koch-Institut für die
    Gesundheitsbeobachtung zusammengeführt werden. Da ist so ’ne App der
    TK sicher geeignet und wird wohl auch vom Gesundheitsministerium
    gefördert. Auch die DAK hat ja bis jetzt nur Tests des Libre im
    Programm.

    Dass die Blutzuckermessstreifen zulassungsfrei zur Verfügung gestellt werden,
    haben wir Diabetikern einer SHG aus dem fränkischen zu verdanken. Damals als ich gerade mit dem Abi fertig war, glaub ich, wurden die Messstreifen
    aus dem Hilfsmittelverzeichnis gestrichen. Der Gesundheitsminister wurde
    damals von der Gruppe aus seinem Wahlkreis eingeladen, diese hat ihn so
    beeindruckt, dass er die Messstreifen in einem Gesetz frei zur
    Verfügung gestellt hat. Mein ganzer Dank gilt den Diabetikern aus der
    Gruppe von damals. Es wäre leicht möglich dieses Gesetz zu ergänzen um
    die Möglichkeit seinen Blutzucker kontinuierlich zu messen. Dazu
    müsste aber der Wille unserer Politiker da sein. ( Gesetz, § 31 SGB V
    Arznei- und Verbandmittel, Satz (1), Satz (3) Harn- und Blutteststreifen um die Möglichkeit kontinuierlicher Messmethoden zu erweitern.)

    Ich denke alle Diabetiker sollten gemeinsam für eine politische Lösung kämpfen!

    Ich hoffe, ich geh Dir mit meinen langen Posts nicht auf den Keks. Sag’s einfach.

  • Thomas

    450 Messstreifen ist schon arg wenig. Man könnte meinen Du gehst hier
    in Rheinland-Pfalz zu einem Dia-Doc. Die sind nämlich bei uns hier so
    knausrig. Aber Spaß bei Seite. Ich denke auch, dass zur Zeit viel schief
    läuft. Vor allen sind viele Diabetiker in Einzelkämpfe mit ihrer Krankenkasse verstrickt. Und irgend wie hab‘ ich das Gefühl, dass politisch sehr viel passiert, was wir Diabetiker gar nicht so mitbekommen und was auch nicht unbedingt zu unserem Vorteil sein muss. So will die TK den Libre irgendwie ersetzen aber doch nicht richtig und nur in Verbindung mit einer App. Es gibt ja die nationale
    Diabetes Strategie der Bundesregierung, nach der mehr Daten erhoben
    werden sollen, und diese Daten beim Robert-Koch-Institut für die
    Gesundheitsbeobachtung zusammengeführt werden. Da ist so ’ne App der
    TK sicher geeignet und wird wohl auch vom Gesundheitsministerium
    gefördert. Auch die DAK hat ja bis jetzt nur Tests des Libre im
    Programm.

    Dass die Blutzuckermessstreifen zulassungsfrei zur Verfügung gestellt werden,
    haben wir Diabetikern einer SHG aus dem fränkischen zu verdanken. Damals als ich gerade mit dem Abi fertig war, glaub ich, wurden die Messstreifen
    aus dem Hilfsmittelverzeichnis gestrichen. Der Gesundheitsminister wurde
    damals von der Gruppe aus seinem Wahlkreis eingeladen, diese hat ihn so
    beeindruckt, dass er die Messstreifen in einem Gesetz frei zur
    Verfügung gestellt hat. Mein ganzer Dank gilt den Diabetikern aus der
    Gruppe von damals. Es wäre leicht möglich dieses Gesetz zu ergänzen um
    die Möglichkeit seinen Blutzucker kontinuierlich zu messen. Dazu
    müsste aber der Wille unserer Politiker da sein. ( Gesetz, § 31 SGB V
    Arznei- und Verbandmittel, Satz (1), Satz (3) Harn- und Blutteststreifen um die Möglichkeit kontinuierlicher Messmethoden zu erweitern.)

    Ich denke alle Diabetiker sollten gemeinsam für eine politische Lösung kämpfen!

    Ich hoffe, ich geh Dir mit meinen langen Posts nicht auf den Keks. Sag’s einfach.

  • Thomas

    sorry hab ein wenig chaos gemacht.

  • Thomas

    sorry hab ein wenig chaos gemacht.

  • rebecca

    Die Zahl der genehmigten Teststreifen ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Abhängig ist zudem ob man eine Therapie mittels ICT oder CSSI hat.

    Aber sind denn die Verfahren hinsichtlich CGMS derzeit solch ein Kampf?
    IQWIG hat doch hinsichtlich CGMS zum ersten Mal in der Geschichte einen positiven Zusatznutzen festgestellt; im Gegensatz zum Lantus…Dies stand doch damals wirklich im Kreuzfeuer…

    • Stefanie Blockus

      Danke! Ja, wie Barbara oben aus ihrer aktuellen Situation schon beschrieben hat, es ist ein KAMPF!!! Aber wir hoffen das beste! Irgendwann wird man hoffentlich zur Vernunft kommen und den Nutzen erkennen! Nur hoffentlich bald!

    • Barbara Glaum

      Ein Problem ist zum Beispiel, dass die Kassen behaupten CGM wäre eine NUB (neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode) und müsste daher erstmal offiziell genehmigt werden. Es gibt jetzt erste Sozialgerichtsurteil(e?), dass es sich beim CGM um ein Hilfsmittel sprich eine andere Art zu messen handelt. Mit diesem Argument sind einem jugendlichen Diabetiker die CGM-Sensoren zugesprochen worden. Allerdings hatte er trotz seines jugendlichen Alters schon Folgeschäden… Und die Entscheidung von IQWIG ist leider (wie mir mein Diabetologe erklärte) erst der erste Schritt in die richtige Richtung… das wird jetzt diesem Prüfinstitut vorgelegt, komm gerade nicht auf die Abkürzung….meistens folgen die wohl dem IQWIG, aber eben nur meistens und vor allem, das dauert…..

      • rebecca

        Es sieht derzeit aus, als wäre noch nicht vollständig die Kostenfrage eindeutig geklärt…

        Persönlich glaube ich, dass die CGMS im Katalog für die Behandlung von TD1 integriert wird. Ebenso glaube ich auch, dass sich in den nächsten drei bis fünf Jahren soviel tun wird wie noch nie…

        A propos Folgeschäden bei Diabetikern: Würde da nicht alles glauben. Oftmals wird nur geschoben…

        Es gilt jetzt einfach abwarten.

  • rebecca

    Die Zahl der genehmigten Teststreifen ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Abhängig ist zudem ob man eine Therapie mittels ICT oder CSSI hat.

    Aber sind denn die Verfahren hinsichtlich CGMS derzeit solch ein Kampf?
    IQWIG hat doch hinsichtlich CGMS zum ersten Mal in der Geschichte einen positiven Zusatznutzen festgestellt; im Gegensatz zum Lantus…Dies stand doch damals wirklich im Kreuzfeuer…

  • Stefanie Blockus

    Ich nutze beide (nicht gleichzeitig). Dexcom läuft bei Wettkämpfen mit, da es mich rechtzeitig bei Unterzuckerung warnt.

  • Stefanie Blockus

    Danke dafür und schreib gerne ausführlich, hilft uns allen doch nur weiter. Ich bekomme schon mehr als 450 Teststreifen, aber ich habe von vielen erfahren, dass sie eben nicht so viele bekommen, wie sie eigentlich benötigen, eben die besagten 450.

    „Alle gemeinsam für eine politische Lösung kämpfen“… tja, wenn es nur funktionieren würde. Tut es aber leider nicht. Ich habe eher das Gefühl politisch passiert nichts. Aber ich bin da vermutlich auch nicht so informiert wie du. Sollte ich aber sein.

  • Stefanie Blockus

    Liebe Barbara, danke für deinen Kommentar, die hilfreichen Ergänzungen. Du bist voll im Bilde, kein Wunder! Ja man könnte meinen, dass du gerade mitten im Kampf mit deiner KK steckst ;). Ich drücke dir in jedem Fall kräftig die Daumen. Diese neunmal klugen Killerphrasen „es ist nicht alles gut, was neu auf dem Markt kommt“… BOAH, da könnte ich schon wieder an die Decke gehen. Als wüssten wir es nicht selbst am besten, was gut für uns ist. Aber die KKs haben natürlich auch ihre Erfahrungen mit Menschen gemacht, die nicht ansatzweise so informiert über ihre Krankheit wie wir sind, und alle neuen Systeme ihr Eigen nennen möchten, auch die,die ihnen nicht wirklich einen Nutzen bringen… In dem Fall liegt der Nutzen allerdings auf der Hand, aber EINDEUTIG!

  • Stefanie Blockus

    Danke! Ja, wie Barbara oben aus ihrer aktuellen Situation schon beschrieben hat, es ist ein KAMPF!!! Aber wir hoffen das beste! Irgendwann wird man hoffentlich zur Vernunft kommen und den Nutzen erkennen! Nur hoffentlich bald!

  • Barbara Glaum

    Ein Problem ist zum Beispiel, dass die Kassen behaupten CGM wäre eine NUB (neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode) und müsste daher erstmal offiziell genehmigt werden. Es gibt jetzt erste Sozialgerichtsurteil(e?), dass es sich beim CGM um ein Hilfsmittel sprich eine andere Art zu messen handelt. Mit diesem Argument sind einem jugendlichen Diabetiker die CGM-Sensoren zugesprochen worden. Allerdings hatte er trotz seines jugendlichen Alters schon Folgeschäden… Und die Entscheidung von IQWIG ist leider (wie mir mein Diabetologe erklärte) erst der erste Schritt in die richtige Richtung… das wird jetzt diesem Prüfinstitut vorgelegt, komm gerade nicht auf die Abkürzung….meistens folgen die wohl dem IQWIG, aber eben nur meistens und vor allem, das dauert…..

  • rebecca

    Es sieht derzeit aus, als wäre noch nicht vollständig die Kostenfrage eindeutig geklärt…

    Persönlich glaube ich, dass die CGMS im Katalog für die Behandlung von TD1 integriert wird. Ebenso glaube ich auch, dass sich in den nächsten drei bis fünf Jahren soviel tun wird wie noch nie…

    A propos Folgeschäden bei Diabetikern: Würde da nicht alles glauben. Oftmals wird nur geschoben…

    Es gilt jetzt einfach abwarten.

  • Isabella Ma

    Halloo 🙂 Ich hätte nur kurz eine Frage: Heißt das du bezahlst dir den Dexcom selbst!? Was sind denn da so die Kosten pro Monat!? Mich würde der auch sehr interessieren…

    • Stefanie Blockus

      Etwa 150 Euro im Monat. Momentan bin ich noch Selbstzahler, ja. Aber der Antrag auf Kostenerstattung ist angeschubst.

      • Isabella Ma

        Alles klar 🙂 und hast du den Sensor immer oben, oder nur zu „besonderen“ Ereignissen, wie zb Marathon?!

        • Stefanie Blockus

          „Oben“? Also einen der beiden Sensoren habe ich immer aktiv am Oberarm (oder auch mal an der Hüfte) sitzen.

  • Isabella Ma

    Halloo 🙂 Ich hätte nur kurz eine Frage: Heißt das du bezahlst dir den Dexcom selbst!? Was sind denn da so die Kosten pro Monat!? Mich würde der auch sehr interessieren…

  • Stefanie Blockus

    Etwa 150 Euro im Monat. Momentan bin ich noch Selbstzahler, ja. Aber der Antrag auf Kostenerstattung ist angeschubst.

  • Isabella Ma

    Alles klar 🙂 und hast du den Sensor immer oben, oder nur zu „besonderen“ Ereignissen, wie zb Marathon?!

  • Stefanie Blockus

    „Oben“? Also einen der beiden Sensoren habe ich immer aktiv am Oberarm (oder auch mal an der Hüfte) sitzen.

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